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Region Cham
Sonntag, 19. November 2017 10

Hilfsaktion

Frauen helfen den Ärmsten in Afrika

Die KDFB-Zweigvereine Miltach und Blaibach überreichten Spenden für das Projekt von Uli Frey, das Aids-Kranken in Kenya Hilfestellungen gibt.

Vorstandsmitglieder des KDFB Miltach und des KDFB Blaibach überreichen zusammen mit Franz Strigl an Uli Frey (3. v. 3.) die Spenden. Foto: kcr

Miltach.Es begann alles mit einer Idee: Aids-Kranke in Kenia erhalten eine Ziege umsonst, aber nicht geschenkt. Die Wirkung der Ziegenmilch stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte des Immunsystems der HIV-positiv-Erkrankten. Die Familie sorgt sich um das Tier und kann später damit den eigenen Familienunterhalt bestreiten.

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenbildung Cham hatte der Frauenbund Miltach in das Pfarrheim in Miltach eingeladen. Dort stellte Projektgründer Ulrich Frey, Gemeindereferent in Arzberg, sein 2006 ins Leben gerufenes Projekt „Ziegen für Mweiga“ vor.

Bilder aus Kenya gezeigt

Mit vielen Bildern und interessant geschilderten Maßnahmen seiner Projektarbeit, nahm Frey die Gäste mit auf eine virtuelle Reise nach Kenia. Zum Vortrag begrüßte Sprecherin Bärbel Holzapfel auch Gemeindereferent Franz Strigl und Frauen vom Frauenbund Blaibach.

Freys Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Caritas Nyeri/Kenya und der Ordensgemeinschaft der St.-Josefs-Brüder in Mweiga/Region Nyeri. Die Ziegenzucht vor Ort in Afrika mit der Kreuzung kenianischer und deutscher Hochlandziegen bildet die Grundlage dieses Projektes. Familien der Aids-Kranken erhalten eine Ziege. Dieses Tier geht in den Besitz der jeweiligen Familie über, wenn diese das erste junge Zicklein an eine andere bedürftige Familie weitergegeben hat. So ist nur wenig Geld erforderlich. Durch die Weitergabe der Zicklein kommen nach und nach immer mehr Familien in den Genuss dieser wirkungsvollen Hilfe. MISSIO München bürgt für die Verwendung der Spendengelder. Eine Ziege kostet 43 Euro, wie Ulrich Frey verdeutlichte. Mittlerweile ist zu dem Projekt in Mweiga ein weiteres Projekt in Solio dazu gekommen.

Weitere Hilfe wird erhofft

Erst an Pfingsten 2017 war er wieder mit einer Gruppe aus Deutschland im Norden Kenyas, um nach dem Rechten zu sehen, so Frey. Man habe gesehen, dass vielen Menschen eine gute Lebensperspektive vermittelt wurde. Die Selbsthilfegruppen seien größer und mehr geworden. Einige Gemeinschaften hätten Schulräume gebaut, wollten nun ein Grundstück kaufen und eine Kirche bauen.

Neben dem Bau von Schulküchenhäusern laufe in der Solio-Region das Ziegenprojekt weiter. Durch den großen Erfolg der Ziegenprojekte hofften noch weitere Orte auf Hilfe.

Gemeindereferent Franz Strigl bestätigte Freys Ausführungen und dass aus Miltach und Blaibach Spenden in das „Pro-Kenya-Projektes“ flossen. Die KDFB-Vereine Blaibach und Miltach übergaben an diesem Abend jeweils 200 Euro an Uli Frey, um seine Arbeit zu unterstützen. (kcr)

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