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Region Cham
Freitag, 15. Dezember 2017 5

Projekt

Freie Fahrt für die Forstwirte

Markus Müller und Florian Fischer nehmen sieben Kilometer Wegebau ab.

Bürgermeister Markus Müller freut sich mit Förster Florian Fischer (r.) über die neuen Forststraßen. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Da können sich die Waldbauern freuen: Zweieinhalb Kilometer Forstwirtschaftswege wurden am Kühberg zwischen Lamberg und Unterkaltenhof gebaut, viereinhalb Kilometer Forststraßen am Hohenbogen von Grund auf saniert. Bei der Bauabnahme konnten sich Bürgermeister Markus Müller und Förster Florian Fischer von der ausgezeichneten Arbeit des Tiefbauunternehmens Fischl aus Viechtach überzeugen. Nicht nur wegen der extremen Käferkalamitäten sind die 170.000 Euro am Kühberg sowie die 80.000 Euro am Hohenbogen bestens angelegt. Im letzten Jahr hat der Marktrat den Wunsch der Waldbauern aus Unterkaltenhof, Mais und Lamberg aufgegriffen und die Bauträgerschaft übernommen. Vorausgegangen waren Besprechungen mit den Waldbesitzern sowie Begehungen des Bürgermeisters mit dem Förster, wobei die Maßnahme zwar unter Förster Florian Fischer abgewickelt, die Vorarbeiten aber bereits von seinem Vorgänger Markus Reger begonnen wurden. Gut eineinhalb Kilometer lang wurde die Trasse vom Föhrenweg in Lamberg nach Unterkaltenhof. Bei einer Begehung des Försters mit Bürgermeister Markus Müller und Vizebürgermeister Hans Kerscher kam letztes Jahr der Gedanke auf, die Maßnahme in einem weiteren Schritt um 700 Meter nach Nordosten zu verlängern. Etwa 250 laufende Meter 40cm- und 60cm-Durchlässe sowie 40 hangseitige und 19 talseitige Grundstückseinfahrten hat das Tiefbauunternehmen Fischl über den Sommer auf den 2,5 Kilometern am Kühberg gebaut. An Einfahrten und zur Bodenverbesserung wurden 100 Tonnen Schroppen angefahren, die Forststraßen mit über 6000 Tonnen Frostschutzmaterial aufgebaut. Am Hohenbogen wurden 4500 Meter Gräben und ebenso lange Wegeprofile wieder hergestellt, dazu 50 laufende Meter Durchlässe an mehreren Stellen.

Gefördert wurde die Maßnahme vom Freistaat Bayern mit 80 Prozent. Wie bei vergleichbaren Maßnahmen üblich, übernahm die Marktgemeinde am Kühberg weitere zehn Prozent, der Rest wurde je nach erschlossener Waldfläche auf die Anlieger umgelegt. Die Sanierung der Forststraßen am Hohenbogen, die insbesondere aufgrund der Starkregenereignisse im vergangenen Jahr notwendig wurde, fördert der Staat ebenfalls mit 80 Prozent. Weithin einmalig dürfte sein, dass die Marktgemeinde die kompletten Restkosten übernimmt, wie Unternehmer Günther Fischl aufgrund seiner Tätigkeit in ganz Ostbayern feststellte. Bürgermeister Markus Müller bedankte sich bei Förster Florian Fischer für sein außerordentliches Engagement in der Bauaufsicht, bei Geschäftsleiter Anton Breu für die verwaltungsmäßige Abwicklung sowie dem Tiefbauunternehmen Fischl und schließlich bei den Waldbesitzern, die notwendige Flächen zur Verfügung gestellt und Vorarbeiten erledigt haben. (kbr)

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