mz_logo

Region Cham
Freitag, 24. November 2017 10° 3

Fachtagung

Für die Demokratie erziehen

„EINmischen - MITmischen“ an der Jugendbildungsstätte

Die Fachtagung „EINmischen - MITmischen“ fand an der Jugendbildungsstätte statt. Foto: wsi

Waldmünchen.Politische Bildung und Demokratiebildung waren die Themen der Fachtagung „EINmischen! MITmischen!“, zur der die Jugendbildungsstätte Waldmünchen und der Bezirksjugendring Oberpfalz am vergangenen Freitag knapp 50 Ehren- und Hauptamtliche aus der Jugendarbeit begrüßen konnte. Dabei stand im Vordergrund, dass die Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu mündigen und handlungskompetenten Menschen in einer demokratischen Gesellschaft für jedes pädagogische Wirken im Vordergrund stehen muss.

Hauptreferent war Ulrich Ballhausen, lange Jahre selbst Bildungsreferent an der Jugendbildungsstätte und Experte für politische Bildung. Nach der Begrüßung durch JBS-Leiter Alois Nock und Philipp Seitz, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberpfalz, stieg Ulrich Ballhausen sofort in das Thema ein und betonte, dass Vorurteile und bestimmte Verhaltensmuster nicht erst im Jugendalter, sondern oft schon mit acht Jahren verfestigt werden. Demokratie müsse errungen, gelernt und immer wieder gesichert werden, dies sei der gravierende Unterschied zu anderen Regierungsformen, so Ballhausen. Politische Bildung müsse Bezüge herstellen: Wenn es innerhalb einer Gruppe funktioniert, aber außen herum alles ausgegrenzt ist, sei das Ziel verfehlt worden. Eine demokratische Gesellschaft verlange nach mündigen Menschen, die sich des eigenen Verstandes bedienen, so der Referent. Ulrich Ballhausen brachte zum Verständnis auch Beispiele aus der Praxis: Eine Mithilfe in der Suppenküche ist richtig und wichtig – politische Bildung bedeute, dass man dabei überlege, wie die Lebensbedingungen so gestaltet werden könnten, dass es keine Suppenküche mehr braucht. Der Referent bat darum, Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, dass sie das „Sprechen lernen“, ihre Meinung kundtun dürfen. Der Demokratieprozess bestehe nicht nur aus der Abstimmung, so Ulrich Ballhausen, vorher müsse viel passieren: Diskussion, Besprechung von Alternativen, Zulassen anderer Ideen, Reflektion. (wsi)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht