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Dienstag, 21. November 2017 7

Fachklinik

Furth als Zukunftsstandort gesichert

Johannesbad Fachklinik feierte 40-jähriges Bestehen. Für rund 25 000 Patienten begann an der Einrichtung ein neues Leben.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Furth als Standort der Johannesbad Fachklinik steht außer Zweifel. Das versicherten der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Johannes Zwick, Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender, Werner Weißenberger, Vorstand sowie Chefarzt Prof. Dr. Reinhard Schüppel, Klinikleiter Peter Rehermann und Dr. Dieter Geyer, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik Fredeburg im Pressegespräche im Mittwoch vor der 40-Jahr-Feier (v.r.).Foto: wb
  • Bürgermeister Bauer wies auf das gute Nebeneinander von Klinik, Patienten und der Bevölkerung von Furth im Wald hin. Foto: wb
  • Peter Rehermann, Leiter der Further Fachklinik, mit der Torte zum Jubiläum der Einrichtung. Foto: wb

Furth im Wald. Jubiläen geben immer Anlass für eine Rückschau; bei der 40-Jahr-Feier der Further Fachklinik am Mittwoch war aber auch der Blick in die Zukunft außerordentlich wichtig und erfreulich. „Der Standort Furth im Wald ist für unsere Unternehmensgruppe wichtig, wir werden die größte Suchtklinik im Freistaat weiter ausbauen und modernisieren“, versicherte Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe bei einer Pressekonferenz vor der Jubiläumsfeier.

Zu dieser hatten sich rund 200 Gäste in der Klinik am Eichertweg eingefunden. Sie alle, die Festredner und auch ehemalige Patienten waren sich in einem Punkt einig: „Hier wird auf sehr hohem medizinischen Niveau hervorragende Arbeit geleistet!“

Kräftige Investitionen

Den Patienten fair und mit Wertschätzung zu begegnen ist laut Ministerialrat Dr. Georg Walzel ein Qualitätssiegel der Further Fachklinik. Foto: wb

Und so soll es nach den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Johannes Zwick auch bleiben. Vor diesem Hintergrund will die Johannesbad Gruppe, die im Jahr 2011 die Einrichtung übernommen hat, weiter investieren. „Furth ist als Zukunftsstandort gesichert“, fügte Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe hinzu. Seit 2015 hat das Unternehmen schon rund vier Millionen Euro zur Ertüchtigung der Klinik aufgebracht. Der Standortentwicklungsplan sieht laut Werner Weißenberger, Vorstand der Johannesbad Gruppe , weitere umfangreiche bauliche Veränderungen vor. So soll im nächsten Jahr das Dach über Speisesaal, Schwimmbad und dem Saunabereich erneuert und die Vorplanungen für den Bau eines neuen Bettenhauses in Angriff genommen werden.

Einzelzimmer für die Patienten

Rund 200 Gäste waren zur Jubiläumsveranstaltung gekommen und gratulierten zum 40. Geburtstag der Further Fachklinik.Foto: wb

„Das großflächige Areal ermöglicht uns die Erweiterung, um künftig die Patienten in Einzelzimmer unterbringen zu können“, ergänzt Dr. Johannes Zwick. Gleichzeitig erinnert er an die enormen Investitionen, durch die eine dezentrale Energieversorgung realisiert werden konnte.

Für die Deutsche Rentenversicherung gratulierte Gerhard Witthöft der Johannesbad Fachklinik in Furth im Wald zum 40-jährigen Bestehen. Foto: wb

Die baulichen Pläne orientieren sich laut Chefarzt Prof. Dr. Reinhart Schüppel sehr stark an die medizinischen und therapeutischen Anforderungen. So soll es entsprechend den gesellschaftlichen Entwicklungen auch künftig Patientenwohngruppen geben. Nicht nur der Standort allein ist nach den Worten von Dr. York Dhein entscheidend, sondern die Qualität der Behandlung und Therapien. Und gerade auf diesem Sektor sei die Further Fachklinik führend. Daneben sei die Vernetzung mit der Wirtschaft und den Hochschulen sehr wichtig. Und auch das gewährleiste der Further Standort. Suchttherapie fange laut Prof. Dr. Schüppel mit der Abgeschiedenheit, der Entschleunigung und dem natürlichen Umfeld an. Das schließe nicht aus, in den Metropolen der Therapie nachgelagerte Strukturen zu nutzen oder zu schaffen. Entsprechend den Veränderungen bei den Abhängigkeitserkrankungen habe sich die Fachklinik ständig fort- und weiterentwickelt. Dr. Norbert Biermann, von 1985 bis 2009 Chefarzt der Johannesbad Fachklinik in Furth, habe frühzeitig die Weichen gestellt und die Therapie auf die Mehrfacherkrankung der Patienten ausgedehnt sowie die psychosomatische Abteilung gegründet.

Zwei ehemalige Patienten schilderten der Moderatorin Ulrike Ostner, wie für sie an der Fachklinik in Furth ein neues Leben begann. Foto: wb

Daneben zeichnet sich die Klinik durch die überregional anerkannten Fort- und Weiterbildungstage aus. „Über 25 000 Patienten haben in den vergangenen 40 Jahren von der therapeutischen Vielfalt der Einrichtung profitiert“, konstatierte Klinikleiter Peter Rehermann bei der Begrüßung der Festgäste. Als weitere Zahlen nannte er über 3000 Arbeitsverträge und rund 50 Auszubildende. Die erfolgreiche Arbeit der Klinik spiegle sich auch in den Ehemaligentreffen seit 38 Jahren.

„Die Further Fachklinik reagiert auf diese Herausforderungen mit ständig neuen Konzepten und hoher Qualität“, betonte Peter Krase von der AOK Bayern. Foto: wb

„Die Fachklinik gibt Menschen wieder eine Hoffnung“, brachte es Gerhard Witthöft von der Deutschen Rentenversicherung in seinem Grußwort auf den Punkt. Die Einrichtung meistere seit vier Jahrzehnten den Spagat zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Suchterkrankungen seien keine Erscheindung am Rande der Gesellschaft.

Digitale Patientenakte

Gewohnheit und Genuss sind laut dem Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, Christian Bredl, nur sehr schwer vereinbar. Foto: wb

„Rund 21 Prozent der Menschen pflegen einen riskanten Umgang mit Alkohol“, konstatierte der Redner. Zudem fordern neue Abhängigkeitserkrankungen die ambulanten und stationären Entwöhnungseinrichtungen. „Die Further Fachklinik reagiert auf diese Herausforderungen mit ständig neuen Konzepten und hoher Qualität“, fügte Peter Krase von der AOK Bayern hinzu. Zudem sei es nach den Worten von Christian Bredl, dem Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, eine große Stärke der Fachklinik, auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzugehen und die Behandlung entsprechend zu gestalten. „Die Einrichtung in Furth überzeugt seit 40 Jahren mit hoher Qualität!“ In die gleiche Kerbe schlug auch Ministerialrat Dr. Georg Watzel vom Gesundheitsministerium. Er sprach den Mitarbeitern seine Wertschätzung aus und erinnerte an den ständigen Wandel in der Suchttherapie. Die Fachklinik habe immer rechtzeitig auf die Anforderungen reagiert und sich entsprechend weiterentwickelt. Hier werde den Menschen fair und mit Wertschätzung begegnet.

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