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Region Cham
Mittwoch, 13. Dezember 2017 5

Brauch

Gänsegeschnatter und Martinsreiter

Erst spielten die Kinder in der Kirche aus dem Leben des Heiligen, dann zogen sie mit ihm und ihren Laternen durch Waffenbrunn.

  • Fünf Gänse schnatterten beim Martinsspiel in der Waffenbrunner Kirche um die Wette. Fotos: fsh
  • Jürgen Kolbeck als Sankt Martin führte die Lichterprozession an.

Waffenbrunn.„Ein bisschen wie St. Martin möchte ich sein“. Mit diesem Lied begann am Freitagnachmittag in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Waffenbrunn die Andacht zu Ehren von St. Martin. Es war schwer festzustellen, wer mehr aufgeregt war – die Kinder oder die Eltern. Auf alle Fälle war es wieder einmal eine schöne St. Martinsfeier, die Judith Wittmann, die Leiterin der Kita, mit ihren Mitarbeiterinnen organisiert hat.

„Ob groß, ob klein, jeder kann St. Martin sein“, begrüßte Diakon Konrad Müller die Kleinen und ihre Eltern. „Wenn ihr Kinder mit euren bunten Laternen so im Dunkeln durch die Straßen zieht, ist das nicht nur eine spannende Sache. Eure Lichter erinnern dann daran, dass jeder und jede handeln kann wie Sankt Martin, wenn wir hinschauen, wie es anderen geht, wenn wir helfen, wo Hilfe gebraucht wird – bei uns in der Nähe, aber auch überall in der Welt. Wenn wir mit anderen teilen, dann tun wir das wie der heilige Martin“, sagte er noch. Und dann hatten die vielen kleinen Schauspieler ihren großen Auftritt. Vorgelesen und gespielt wurde das Verstecken und die Geschichte des Heiligen, der Mönch in der Stadt Tours war. Fünf kleine Schauspielerinnen saßen als Gänse verkleidet in einem kleinen Stall in der Kirche und schnatterten um die Wette. Sie zeigten damit den Bürgern an, wo sich der Martin aufhielt. Sebastian Weber, der in die Rolle des St. Martin geschlüpft war, bekam zum Schluss Bischofsmütze und Bischofsstab überreicht, nachdem ihn die Bürger im Gänsestall gefunden hatten.

Eine Geschichte mit Petrus aus dem Himmel und über St. Martin erzählte Diakon Müller den Kleinen. Mit dem Lied „Ich gehe mit meiner Laterne“, erfolgte der Auszug aus der Kirche. Jeder bekam ein Martins-Brötchen. Auf dem Vorplatz wartete Max, ein sechsjähriger Kaltbluthengst, auf dem St. Martin saß, alias Jürgen Kolbeck. Er führte die Laternen-Prozession durch den Ort an. Wieder zurück im Pfarrzentrum gab es Bratwurstsemmeln, Lebkuchen, Glühwein und Kinderpunsch, vorbereitet durch den Elternbeirat. Die Feuerwehr Waffenbrunn hatte zuvor für die Sicherheit der Teilnehmer am Umzug gesorgt und die Verkehrsführung übernommen. (fsh)

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