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Region Cham
Sonntag, 10. Dezember 2017 10

Theater

Geheimnis am Ludwigsberg ist gelüftet

Regisseur Johannes Reitmeier gab die Darsteller beim „Weiberstreik“ der Saison 2018 in Bad Kötzting bekannt.
Von Rainer N. Heinrich

  • Mit tollen Fotografien von Christa Rabl-Dachs dankte Beate Bauer (re.) Barbara Kerscher (li.) und Johannes Reitmeier. Fotos: kni
  • Ein neuer Silbertaler für Elias Hollmeier (li.) und Jochen Roider für 100 Einsätze auf der Bühne aus der Hand von Beate Bauer

Bad Kötzting. Viele „Aahs“ und „Oohs“ und noch mehr Gelächter drangen am Samstag aus dem Arndorfer Liebl-Stadl, wo die Kötztinger Festspielgemeinschaft ihren Saisonabschluss feierte. Grund war neben der legendären „Schwammerbrej“ mit Knödeln der Familie Plötz-Brandl (Stauner) vom Ludwigsberg die Rollenverteilung für die Produktion 2018, wenn Johannes Reitmeier und Barbara Kerscher die Komödie „Der Weiberstreik – Lysistrata in Bayern“, die bereits von 2000 bis 2002 die Zuschauer begeisterte, in Szene setzen.

Nach einer launigen Begrüßung von Vorsitzender Beate Bauer lobte Vize-Bürgermeister Wolfgang Pilz die Festpieler für ihr „profihaftes Spiel“. Mit dem Anschluss der Waldbühne an das städtische Wasser- und Kanalnetz habe auch die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht.

Treue Darsteller ausgezeichnet

Dann standen Ehrungen an. Elias Hollmeier und Jochen Roiger, die im Vorjahr für 100 Auftritte gewürdigt wurden, erhielten nun den „neuen“ Silbertaler. Johannes Reitmeier, der frisch ernannte Träger des „Großen Tiroler Adler-Ordens“, und Barbara Kerscher wurden für ihre Verdienste um die Festspielgemeinschaft mit zwei gerahmten Fotographien, die Christa Rabl-Dachs zur Verfügung stellte, gedankt. Die Jugendgruppe wollte nicht zurückstehen und überreichte den beiden ein Fotobuch zur zurückliegende Produktion. Alle erhielten eine Gesamtaufnahme der Innsbrucker Inszenierung des Musicals „Nostradamus“, die „Jungelfen“ zusätzlich als Andenken an den „Sommernachtstraum“ einen „Elfenschirm“.

Hintergrund zum Stück

  • Aristophanes

    (450 bis 385 v. C.) war einer der erfolgreichsten Kömödienschreiber seiner Zeit. Er beherrschte vier Jahrzehnte lang das Theater in Athen. Eines seiner bedeutendsten Stücke war „Lysistrata“.

  • Lysistrata:

    Diese Frau findet ein probates Mittel, die Männer von ihrer Sucht, Krieg zu führen, abzuhalten. Sie verschwört sich mit vielen Frauen, sich ihren Männern sexuell zu verweigern.

  • Der Weiberstreik

    als bayerischer Klassiker: Der Spaß für Zuschauer und Darsteller wurde 2000 von Johannes Reitmeier und Thomas Stammberger geschrieben. Dieser hat auch einer Neuinszenierung zugestimmt. (kni)

Dann aber war es soweit: Johannes Reitmeier und Barbara Kerscher schickten sich an, das Geheimnis, wer wen im „Weiberstreik“ darstellt, zu lüften. Das werde ein längerer Akt, denn es sei ein umfangreiches Stück, steigerte Reitmeier die Spannung und übermittelte zunächst die Grüße des „großen Fans der FSG“, Monika Baumgartner, die, wenn es irgendwie ausgehe, dabeisein wolle. Und vielleicht gelinge es ihr sogar, den „Bergdoktor“ Hans Sigl mitzubringen.

Vor Jahren habe ihm die Besetzungsliste viel Arbeit bereitet, diesmal dürfe er sich ins gemachte Nest setzen, dankte er Barbara Kerscher, die die Arbeit übernommen hatte mit der „Nolte-Ausgabe, einer der Hauptinspirationsquellen für den Weiberstreik“. Er schickte voraus, dass auf der Besetzungsliste die Namen der Darsteller stehen, aber daneben gebe es ein „großes, unverzichtbares Team von vielen, die erst ermöglichen, dass sich alle auf der Bühne entfalten können. So komme in der Maske auf die Familie Hauser viel Arbeit zu; ebenso viel Arbeit warte auf das Bühnenbauteam Bachl, die Mitarbeiter bei „Technik, Licht, Ton, Pyro und Spezialeffekten“. Antjre Adamson sei schon dabei, in ganz Deutschland den Fundus dieses Stücks „zusammenzuramschen“.

Rund um die künstlerisch zuarbeitenden Abteilungen gibt es das Werbe- und Verkaufsteam, das mit seiner Arbeit nicht unmaßgeblich zum Erfolg beitrage. Reitmeiers Prolog endete mit dem Dank an den Vorstand, denn es sei nicht selbstverständlich, dass ein Verein Jahr für Jahr ohne Unterbrechung das kulturelle Leben in der Stadt mitgestaltet.

Barbara Kerscher hatte am Ende der zurückliegenden Spielzeit Fragebögen ausgeteilt, um die Besetzung vorzubereiten. Der Tenor der Rückläufe „Einsatz da, wo ich am meisten gebracht werde“ war durchwegs positiv. „Auf der Bühne werden wir ein tolles Team haben, auf das wir uns alle freuen können“, gaben sie und Reitmeier nun endlich die Rollen bekannt, wobei die Namensschöpfungen wiederholt Anlass zu Gelächter gaben. Auf der Liste standen neben den Namen der altbewährten Darsteller ebenso die von Rückkehrern und Neuen. Die Hauptrolle wurde wieder Angelika Schingale übetragen, die schon bei er ersten Inszenierung, damals noch unter dem Namen Angeliga Bachl als „Lysistrata“, überzeugte.

Die Darsteller: Der Weiberrat: Lyssi: Angelika Schingale; Myrrhika: Monika Hollmeier; Lankonike: Magdalena Lankes; Coringa: Corinna Eichinger; Tameggsdro: Tamara Eggersdorfer; Kylischka: Katharina Kühlmeyer; Lampita: Anita Schmidt; Blarinia: Marina Liebl.

Der Chor der Greise: Masso, der Häuptling: Max Lerach; Confusagang: Wolfgang Kerscher; Rauzibert: Robert Auzinger; Bachlix: Franz Bachl; Lolu: Johannes Kerscher; Bajocha: Johannes Bachl; Leofraxas: Franz Xaver Leonhard; Hamberthis: Matthias Hamberger.

Chor der Greisinnen: Tebautone:Beate Bauer; Dirschine: Christine Dirscherl; Irachna: Irene Lerach; Kekathe: Agathe Kerscher; Zanklora: Carola Zankl; Wellkarine: Karin Wellisch; Berhuda: Daniela Huber.

Die Krieger: Kulnesias: Uli Treitinger; Marcuse: Markus Kilger; Mc Whity: Christian Weiß; Domaimikus:Dominik Maimer; Güngbert: Günter Schamberger; Kellcomer: Marco Kellner; Phinibog: Philipp Bognitschar; Hollmias: Elias Hollmeier; Karifad: Farid Al Sankari; Wellkobix: Korbinian Wellisch.

Wallküren und Dorfjugend

Die Wallküren: Babacha; Barbara Bachl. Die drei Femazonen: Mawellia: Maria Wellisch; Grimara: Maria Griesbeck; Fraweinzi: Franziska Weingut; Annheiga: Anna Heigl; Anefta: Anna Neft; Veranda: Verena Brandl; Alebra: Alena Brandl; Zanklophi: Sophia Zankl; Meykürthe: Theresia Kühlmeyer; Seiregis: Regina Seiderer; Phandreste: Stephanie Endres; Bresabis: Sabrina Breu; Trelea: Lea Trenner; Castrabi: Carmen Straubinger.

Die Dorfjugend: Lollix: Lukas Hollmeier; Peichix: Paul Eichinger; Momuth: Timo Freimuth; Bauwilud: Ludwig Mühlbauer; Seidanna: Anna Seiderer; Lagranna: Anna Graßl; Sophatzi: Sophia Titz; Filena: Helena Fischer; Lekmascha: Magdalena Lekschas; Lauranda: Laura Brandl; Matitza: Emma Titz.

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