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Region Cham
Freitag, 24. November 2017 3

Gericht

Geldstrafe,Arrest und Fahrverbot

Ein Auszubildender wurde in Roding unter anderem mit Drogen ertappt. Er soll jetzt sein Leben ändern.

Der Richter hofft, dass der Mann sein Leben ändert. Foto: Oliver Berg/dpa

Roding.Eine Fußstreife der Polizei kontrollierte am 11. Juni 2017 in Roding eine Gruppe von drei Jugendlichen am Regenufer. Ein Polizeibeamter beobachtete, dass eine Person ein Tütchen ins Wasser schmiss. Dieses trieb eine Weile am Regenufer umher, wurde aber von der Polizei nicht aus der Augen gelassen, als die Gruppe daraufhin kontrolliert und die Personalien festgestellt wurden. Letztendlich gelang es relativ problemlos, das Tütchen aus dem Wasser zu fischen und den Inhalt zuzuordnen. Wie bereits vermutet, handelte es sich um Drogen: etwa zehn Gramm Marihuana.

Jene Person, welche das Tütchen in die Regen geworfen hatte, musste sich am Dienstag vor dem Chamer Amtsgericht wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten. Ein weiterer Anklagepunkt bezog sich auf eine Autofahrt am 14. Juni 2017, also nur drei Tage später, als der junge Falkensteiner in Cham unter Alkohol- und Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen wurde und obendrein erneut eine diesmal sehr geringe Menge Marihuana mit sich geführt hatte. Der Atemalkoholwert lag bei 0,88 Promille.

Die Anklagen verfolgend, verweigerte der Angeklagte zunächst die Aussage. Die Beweisaufnahme ließ aber keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugen, so dass der Verteidiger bereits nach kurzer Zeit ein Rechtsgespräch mit Staatsanwaltschaft und Richter suchte. Da eine Einigung jedoch nicht zustande kam, folgte eine Beratung mit dem Angeklagten. Dieser gestand nun die Tatvorwürfe, kurz darauf folgte das Plädoyer: Die Staatsanwaltschaft beantragte, den 19-Jährigen nach Jugendstrafrecht zu verurteilen und eine Einheitsstrafe aus den beiden Anklagen zu bilden. Neben 40 Stunden sozialer Arbeit muss der Azubi 300 Euro zugunsten der Einrichtung „Drug Stop Regensburg“ zahlen. Da er bereits über einige Einträge im Bundeszentralregister verfügt, käme man an der zusätzlichen Verhängung zweier Freizeitarreste nicht vorbei. Ferner müsse man ihm die Auflage erteilen, an mindestens sechs Gesprächsstunden bei der Suchtberatung teilzunehmen. Abschließend sollten drei Monate Fahrverbot verhängt werden. Richter Andreas Lecker folgte dem Plädoyer und hofft, dass der Mann nun sein Leben ändert. Er stehe nun an einem Punkt ,wo er sich entscheiden müsse, in welche Richtung es gehen soll. (cai)

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