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Region Cham
Samstag, 25. November 2017 10° 5

Theater

Glanzvolle Premiere der Laienspieler

Im Himmel gibt’s koa Parlament heißt das Stück der Truppe, die am Wochenende vor vollem Haus die ersten Aufführungen feierte.
Von Alexander Ziereis

  • Die Blaibacher Laienspieler glänzten auch heuer wieder auf der Bühne. Fotos: khu
  • Im Hause Burgstaller ist nicht jeder mit dem neuen Posten einverstanden.

Blaibach.Wie schwer es auf Erden, und vielleicht auch im Himmel sein kann, das zeigte am Wochenende das Stück „Im Himmel gibt’s koa Parlament“, das die Blaibacher Laienspielgruppe zweimal aufgeführt hat.

Bei der Premiere am Samstagabend konnte Vereinsvorsitzender Andreas Schötz neben Mitgliedern des Lichtenegger Bundes auch die Verfasserin des Stücks, Marianne Santl, gemeinsam mit den Theaterspielern aus Loitzendorf begrüßen. Ebenfalls willkommen heißen konnte er den Vorstand der Raiffeisenbank Bad Kötzting, Michael Wurm, der sogar eine Spende für die Blaibacher dabei hatte.

Am Sonntag führten die Laienspieler das Stück erneut im fast ausverkauften Haus des Gastes auf. Diesmal konnte Schötz neben Bürgermeister Wolfgang Eckl, dem ehemaligen Bürgermeister Ludwig Baumgartner und zahlreichen Mitgliedern der Rheuma-Liga Bad Kötzting auch eine Abordnung der Theatergruppe „d’Runtinger“, Mitglieder der Festspielgemeinschaft Bad Kötzting sowie zahlreiche Vertreter örtlicher Vereine begrüßen.

Aufführungen

  • Termine:

    27. Oktober und am darauffolgenden Samstag jeweils um 19.30 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde früher.

  • Karten:

    Erhältlich für sechs Euro bei Christa Schreiner, Tel. (0 99 41) 15 20, Mitglieder sowie Kinder von sechs bis zwölf Jahren bezahlen vier Euro. (khu)

Passend zu den Bundestagswahlen vor wenigen Wochen hatten sich die Blaibacher das Stück ausgesucht, in dem es um den Landwirt Hans Burgstaller (Stephan Trenner) geht, der dank Drängen seiner Frau Jutta (Sabrina Wühr) und seines besten Freundes, dem Sägewerksbesitzer und Weiberhelden Alois Holzwurm (Josef Christl) sich zur Landtagswahl hat aufstellen lassen. Dank der Initiative von Jutta und Alois hat es Hans tatsächlich in den Landtag geschafft. Seine Frau will am liebsten sofort den Hof verpachten und in eine Villa einziehen. Tochter Lisa (Linda Höcherl) will jedoch ihre Heimat nicht aufgeben und auch die „g’schlamperte“ Magd Urschl (Josefine Hutter) ist nicht begeistert von den Veränderungen. Da sich Hans aber in Stallkleidung oder Lederhose wohler fühlt als im Anzug, und dem Stress der vielen Termine nicht gewachsen ist, ereilt ihn bald der Herzinfarkt und er findet sich im Himmel wieder.

Dort klagt Petrus (Andreas Schötz) über zu wenig Platz, da sich zu viele Politiker bei ihm befinden. Die Engel Nummer 13 und Engel Nummer 25 (Matthias Frohnauer und Philipp Eckl) sind zwei Engel, die „länger brauchen, um ins Paradies zu gelangen“, da sie erst ihre irdischen Tugenden – so auch die Parteizugehörigkeit – ablegen müssen. Schließlich gebe es im Himmel auch kein Parlament.

Als der Burgstaller Hans im Himmel auftaucht, ist endgültig kein Platz mehr. Petrus erzählt Hans von den Machenschaften seines Freundes Alois und den Plänen seiner Frau. Da ihm die Stimme Gottes (Franz Schreiner) zuvor den Tipp gegeben hat, dass er künftige Engel auch nochmals zur Erde zurückschicken kann, gibt Petrus dem Hans die Chance, auf die Erde zurückzukehren und sowohl seine Frau als auch seinen besten Freund zu bekehren. Ob es gelingt, den Hof zu retten, das können Theaterfreunde nochmals am kommenden Wochenende sehen (siehe Info). Reichlich Applaus war den Spielern bereits am ersten Wochenende sicher. (khu)

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