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Region Cham
Donnerstag, 23. November 2017 3

Vereine

Grenzlandbuam haben in 60 Jahren viel geleistet

Die Warzenrieder Trachtler feierten mit vielen Gästen ihr Jubiläumsfest und ließen die renovierte Totenbretteranlage bei der Kirche segnen.

  • Langjährige und verdiente Mitglieder wurden beim Jubiläum der Warzenrieder Trachtler geehrt.Fotos: kbi
  • Pfarrer Heitzer segnet im Beisein der Trachtenvereine und der Messbesucher die renovierte Totenbretteranlage.

Warzenried.Ein festliches Ereignis war der „60. Geburtstag“ des Trachtenvereins „d’Grenzlandbuam“. Der Verein sammelte sich mit Kinder- und Jugendgruppe, Gründungsmitgliedern, 2. Bürgermeister Josef Pongratz, Marktrat Robert Lindner und dem Patenverein „Eckstoana“ Neukirchen b. Hl. Blut beim Vereinslokal. Mit Blasmusik zogen alle zur geschmückten Herz-Jesu-Kirche.

Ruhestandspfarrer Maximilian Heitzer hieß als Zelebrant alle Gottesdienstbesucher willkommen, gratulierte den Trachtlern zu ihrem Jubiläum und wünschte, dass der Verein weiter Tradition und Brauchtum in dieser schnelllebigen Zeit pflegen möge. Seine Predigt stellte der Geistliche unter den Geist Gottes. Ein Genuss war die „Waldlermesse“, gestaltet von der Familienmusik Kerscher und Zitherspielerin Franziska Adam.

Segnung und weltliche Feier

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die beiden Vereine und die Gottesdienstbesucher zur Segnung bei der renovierten Totenbretteranlage. Der Priester erinnerte daran, dass früher Tote in Leintücher gewickelt auf einem Brett aufgebahrt wurden. Diese Totenbretter wurden dann mit Namen, Daten, Sinnsprüchen versehen beim Hof, bei Kapellen, am Wegrand usw. zur Erinnerung an die Toten aufgestellt. Sie wurden erneuert, wenn sie verblasst waren. Der Geistliche segnete nach dem Segensspruch die Totenbretteranlage als Erinnerung an die verstorbenen Vereinsmitglieder.

Das Fest wurde im Vereinslokal fortgesetzt. Nachdem sich alle beim Mittagessen gestärkt hatten, wozu die Musikanten spielten, eröffnete Vorsitzender Alfons Adam den Festakt. Er dankte Pfarrer Heitzer für den Festgottesdienst und die Segnung. Er lobte alle Mitglieder, die geholfen hatten, den Eltern der Kinder im Verein, den Kuchenspenderinnen sowie allen Gästen beim Mitfeiern.

2. Bürgermeister Josef Pongratz gratulierte den Trachtlern zum 60. Geburtstag ihres Vereins. In den sechs Jahrzehnten seit 1957 habe der Verein viel geleistet und dazu gespendet – neben caritativen Gaben sei viel in die Dorfgemeinschaft investiert worden. Zudem leiste der Verein eine super Jugendarbeit. „De vielen Daendln brauchat’n hold no a poar Buoma – es war schöi, wenn se no a poar fina tat’n“, wünschte Pongratz. Auf das Theater und die Dorfweihnacht, die heuer wieder stattfinde, freue er sich schon, meinte der Redner und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute.

Geschenke und Ehrungen

Vorsitzender Adam skizzierte dann die sechs Jahrzehnte von der Gründung an. 1965 ging das erste Mal der Theater-Vorhang auf, erinnerte er. 1995 sei der Verein beim 100. Trachten- und Schützen Oktoberfestzug mit dem Waldschmidtwagen dabei gewesen. Die „Grenzlandbuam“ würden weiterhin das Brauchtum und die Tradition fördern und pflegen.

Es folgten Ehrungen (siehe Info-Teil). Für den Patenverein „Eckstoana“ gratulierte dessen Vorsitzende Marion Baierl. Sie überreichte ein Erinnerungspräsent sowie ein Lieder- und Notenbuch. Die Kindertanzgruppe führte zur Unterhaltung der Gäste Volkstänze vor, unter anderem den „Schlamperer.“ Für Furore sorgte dann der gemeinsame „Auftanz“ des Festvereins mit Kinder- und Jugendgruppe und des Patenvereins, wofür die Gäste donnernden Applaus spendeten. Beim Kaffeekränzchen ließen die Trachtler den Festtag dann in gemütlicher Runde ausklingen. (kbi)

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