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Region Cham
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Freizeit

Großer Arber eröffnet Skisaison

Am Wochenende beginnt im Bayerwald die Wintersaison: Ein Pre-Opening am Arber gibt einen Vorgeschmack auf den Ski-Zirkus.
Von Maria Frisch

Ab dem 16. Dezember soll es auf dem Arber richtig losgehen. Foto: ARBER-BERGBAHN

Bad Kötzting.Die ersten Schneefälle lassen alle Brettlfans mit den Hufen scharren. Während die weiße Pracht im Tal noch bescheiden aussieht, ist die Lage auf den Bergen weitaus besser. Die Liftbetreiber machten sich ans Werk und alles klar für die neue Saison. Am Großen Arber gibt an diesem Wochenende schon ein sogenanntes Pre-Opening einen kleinen Vorgeschmack, am Hohenbogen möchte man am 16. Dezember durchstarten. Am Eck-Riedelstein ist der Auftakt erst am 23. Dezember angekündigt.

Am Wochenende sind am Großen Arber die 6er-Sonnenhangbahn sowie die Schlepplifte am Thurnhofhang in Betrieb. Foto: kfl

„Die Revisionsarbeiten an den Anlagen sind abgeschlossen, die Vorbereitungen auf den Pisten laufen auf Hochtouren und Frau Holle lässt es scheinbar weiter schneien“, beschreibt Andreas Stadler die erfreuliche Situation am Großen Arber. „Bereits dieses Wochenende öffnen die ersten Liftanlagen“, bestätigt Stadler. Am Wochenende sind die 6er-Sonnenhangbahn sowie die Schlepplifte am Thurnhofhang in Betrieb. Unter der Woche werden sie vorübergehend nochmals abgeschaltet, um die letzten Vorbereitungen zu tätigen. „Ab dem 16. Dezember soll es richtig losgehen mit 6er-Sonnenhangbahn, den Schleppliften am Thurnhofhang, dem ArBärkinder- & Zwergenland sowie unter Vorbehalt der 6er-Gondelbahn.

Schneekanonen laufen

Auftakt nach Maß: Derart vergleichsweise heftige Schneefälle so früh in der Wintersaison gab es seit Jahren nicht mehr. Foto: S. Weber

Von den Schneefällen Anfang Dezember sei man positiv überrascht worden und sehr erfreut. „Letztes Wochenende war es kalt genug zum Beschneien“, gab Stadler zu verstehen, dass der Natur bereits „volles Rohr“ geholfen wurde. Momentan misst die Schneedecke cirka 50 Zentimeter, auf dem Gipfel 60 Zentimeter. „Familientickets sind heuer günstiger“, macht der Marketing-Fachmann auf den rückläufigen Preis aufmerksam. Neu sei der Winterwanderweg ab der Talstation Thurnhofhang rechts neben der Rodelbahn Richtung Arber. Lifttechnisch sei alles beim Alten geblieben. Was würde er sich wünschen? „Dass das Saisonende erst nach Ostern im April eintritt“.

Zauberhafte Momente wie hier am Hohenbogen-Gipfel schuf der Schnee für die ersten Tourengeher. Foto: S. Weber

Auch Markus Müller, Geschäftsführer der Hohenbogen-Bahn hat den 16. Dezember im Blick: „Die Entscheidung fällt am kommenden Wochenende“, lässt er sich noch Handlungsspielraum. Da die Wetterprognosen wieder sinkende Temperaturen vorhersagen, sollte es klappen, am kommenden Wochenende nochmals die Beschneiung in Betrieb zu setzen. „Dann sind wir startklar“, erklärt Müller, der optimistisch ist, dass auch noch einige Zentimeter Naturschnee fallen.

Selbst ist (noch) der Tourengeher: Am Hohen-Bogen ist man zuversichtlich, am 16. Dezember mit der Skisaison starten zu können. Foto: kbr

Die Preise am Hohenbogen bleiben günstig. Beste Basis also für eine schöne, stabile Wintersaison ähnlich der im Vorjahr. Damals hatte man am 24. Dezember den Skibetrieb gestartet und sei bis 5. März durchgefahren. „Die Bäume wachsen aber nicht in den Himmel“, ist sich der Geschäftsführer im Klaren. Jetzt schaut es momentan gut aus, die Vorgabe für den Start halten zu können. Am vergangenen Wochenende hatte man zwei Tage beschneit, weil es von den Temperaturen her gepasst hatte. „Oben liegen 30 Zentimeter“, den Rest der Piste soll mit Maschinenschnee schaffen.

Im Skigebiet am Eck sind die Betreiber vorsichtig: „Um den 23. Dezember“ wird als Saisonstart anvisiert. Foto: Skigebiet Eck

Karl Mühlbauer vom Skigebiet Eck-Riedelstein sieht der Saison noch entspannt entgegen. „Bis jetzt schaut es relativ gut aus, wir fangen dennoch erst kurz vor Weihnachten – um den 23. Dezember – an“. Die Naturschneeauflage freut ihn sehr, aber ohne Maschinenschnee ginge es nicht. „Eine kalte Nacht brauchen wir noch, dann sind wir mit der künstlichen Beschneiung fertig. In den nächsten 14 Tagen sollten schon noch ein oder zwei kalte Nächte dabei sein“, hofft der Liftbetreiber.

Erst Webcam – dann Buchung

Mittlerweile sei es tatsächlich schon so, dass die Leute die Webcams anklicken und demzufolge ihre Quartiere reservieren. „Es ist doch gleich ein ganz anderer Eindruck, wenn es weiß ist“, wäre Karl Mühlbauer nicht nur als Liftbetreiber froh, sondern auch für die Vermieter. Immerhin war das letzte weiße Weihnachten 2011. Wenn das Wetter nicht mitspiele, helfe auch gewaltsames Beschneien nichts. Er geht trotzdem auf Nummer sicher und produziert große Schneehaufen, die er noch nicht auseinander schob: „Ich muss nicht nächste Woche unbedingt für ein paar Leute anfangen und dann bei einem Wärmeeinbruch der weißen Pracht hinterherschauen.“

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