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Region Cham
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Freizeit

Günter Grünwald und der Witze-Trend

Der TV-Kabarettist erzählt in Roding vom Südtiroler, der ein Cityroller sein sollte. Und 650 Besucher sind begeistert.
Von Thomas Mühlbauer

Günter Grünwald auf der Rodinger Stadthallen-Bühne Foto: rtn

Roding.Vor „ausverkauftem Haus“ stand am Montagabend in der Rodinger Stadthalle der bekannte Kabarettist Günter Grünwald. Bereits im Vorverkauf gingen die Karten alle weg. Am Ende fanden 650 Besucher in der ausverkauften Stadthalle Platz. Und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn Günter Grünwald zeigte in seinem rund zweistündigen Auftritt wieder einmal sein ganzes Können auf der Bühne.

Eine seiner ersten Fragen galt dem Publikum: Ob denn nicht tätowierte Besucher da wären? „Denn dass jemand nicht tätowiert ist, liegt derzeit voll im Trend.“ Zudem sei es ein Trend, bei dem jeder mitmachen kann.

Allerdings hatte Grünwald auch gleich für alle einen passenden Rat parat: Aufpassen, Aufpassen beim Tätowieren! Hier erinnerte er an eine Begebenheit mit einem Freund, den er schon seit der Grundschule kennt. Der hat sich kürzlich tätowieren lassen. Allerdings, so Grünwald, sei er nicht zu einem deutschen Tätowierer gegangen, weil diese ihm zu teuer sind. Bei einem rumänischen Tätowierer, der eigentlich im Hauptberuf Fliesenleger ist, wurde er schließlich fündig. Doch es lief einiges schief. Aus dem gewollten Schriftzug über den Schultern „Born to lose“ wurde versehentlich „Born in Toulouse.“

Günter Grünwald gab auch Ideen weiter, welche Tätowierungen er sich vorstellen könnte; unter anderem stehe er auf „ältere Motive.“ So könnte er sich einen Anker auf dem Unterarm gut vorstellen, versehen mit dem Schriftzug Ahoi, oder auch ein Segelschiff auf der Brust. Weiter ließ Grünwald wissen, dass er im Leben nicht an Zufälle glaubt. So habe er einmal in einem Baumarkt ein Werbevideo von einem Rohreiniger gesehen. Und obwohl er eigentlich immer sehr lange überlegt, bis er was kauft, hat er sich direkt dazu entschlossen, das Mittel mitzunehmen. Als zu einem späteren Zeitpunkt, ein Freund von ihm beim Fischessen eine Gräte verschluckt hat und die Heilmittel der Freunde nicht mehr halfen, kam das Gerät zum Einsatz. Es hat ihm das Leben gerettet.

Im 21. Jahrhundert, in dem wir derzeit leben, ist das digitale Zeitalter die Zukunft und die Gegenwart. Allerdings, so Günter Grünwald, greife er immer noch sehr gerne auf die klassischen Fernsehzeitungen zurück. Die Jugendlichen können hierbei eine ganz neue Funktion feststellen, nämlich das Umblättern, „denn da hilft dir wischen gar nichts“, so Grünwald. Immer wieder streute er in seinen Auftritt auch Wissenswertes über ihn ein. So ließ er wissen, dass er seit 1992 selber Fernsehen macht und seit 15 Jahren seine eigene Sendung hat. Dabei sind die Tage nach der Ausstrahlung nicht immer leicht, denn es kommen viele Zuschriften, die sich über Dinge aus der Sendung beschweren.

Jetzt naht auch die Zeit vor Weihnachten, und es geht daran, erste Geschenke zu besorgen. So berichtete Grünwald davon, dass er einem kleinen Jungen einmal ein Weihnachtsgeschenk machen wollte. Im ersten Jahr misslang dies, weil er sich einen Hamster gewünscht hatte, der aber den Weg mit der Post nicht überstanden hatte.

Im Jahr darauf sollte es klappen; der Junge wünschte sich einen „Südtiroler“. Kurzerhand fuhr Grünwald mit seiner Frau nach Bozen, um dort einen „Obdachlosen“ aufzugreifen und diesen mit nach Deutschland zu nehmen. Bis Weihnachten quartierte er ihn bei sich daheim unter, und als der Heilige Abend nahte, präsentierte er stolz sein Geschenk, den „Südtiroler“.

Doch der Junge schaut ihn verdutzt an und fragte: „Was soll ich mit ihm, ich wollte einen Cityroller!“ Grünwald ließ wissen, dass diese Geschichte nun zwölf Jahre her ist. Den Südtiroler habe er immer noch bei sich daheim. Und so hatte der Mann die Lacher immer auf seiner Seite in der Rodinger Stadthalle. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall.

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