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Dienstag, 20. Februar 2018 5

Jubiläum

Helga Sobotta ist mit 90 Jahren noch topfit

Zum Geburtstag kamen neben den Verwandten auch der Bürgermeister und die Seniorenbeiratsvorsitzende als Gratulanten.

Helga Sobotta (mit Blumen) erhielt zu ihrem 90. Geburtstag auch Besuch von Bürgermeister Hofmann und der Seniorenbeiratsvorsitzenden Schneider; mit auf dem Bild sind auch Enkel und die halbjährige Urenkelin Selina. Foto: ksm

Bad Kötzting.Im Familien- und Bekanntenkreis feierte am Sonntag Helga Sobotta, geborene Bittmann, in der Pfingstl-Stub`n (ehemalige Kaserne) in Bad Kötzting ihren 90. Geburtstag. Die Jubilarin ist noch so vital, dass man sie als viel jünger einschätzen würde. Dies bestätigte Bürgermeister Markus Hofmann, der sich als Gratulant einstellte und sagte: „Sie schau’n aber no recht guad aus!“ Er gratulierte namens der Stadt, aber auch persönlich, und wünschte noch viele frohe und gesunde Jahre. Im „Gepäck“ hatte er einen Präsentkorb und eine Urkunde, die er überreichte. Den guten Wünschen schloss sich auch die Seniorenbeiratsvorsitzende Erna Schneider an.

Helga Sobotta stand nicht immer nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Sie musste harte und entbehrungsreiche Jahre durchstehen. Geboren wurde sie 1928 in Oberwildgrub (Sudetenland) als jüngste Tochter der Landwirtseheleute Alois und Anna Bittmann. Sie hatte noch zwei ältere Brüder, die aber schon gestorben sind, einer von ihnen ist im Zweiten Weltkrieg gefallen. Die Schule besuchte sie in Oberwildgrub. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, wurde sie schon zu den anfallenden Arbeiten im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb herangezogen. Nachdem ihre Mutter schon mit 39 Jahren starb, musste sie auch noch deren Aufgaben im Haushalt übernehmen. Doch es kam noch schlimmer. Im Juni 1946 musste sie zusammen mit ihrem Vater das Sudetenland verlassen, und die Vertreibung führte sie mit ihrem Vater zunächst nach Kammern bei Bad Kötzting, wo man beim „Kamminger Wirt“ (Wolfgang Hofmann) eine erste Bleibe fand. Kurze Zeit wohnte Anna auch in Hofern, ehe es wieder zurück nach Kammern ging. 1951 heiratete sie den Maurer Herbert Sobotta, der aus Schlesien stammte, und beide erbauten sich in Kaitersbach ein Eigenheim.

Vier Söhnen und zwei Töchtern schenkte die Jubilarin das Leben. Die Tochter Ingrid starb aber schon früh, ein halbes Jahr nach ihrer Geburt. Die Kinder hatten das Glück, im eigenen Haus ihrer Eltern aufzuwachsen. Inzwischen hat Helga Sobotta neun Enkelkinder und eine Urenkelin. Von ihrem Mann Herbert musste sie 1991 für immer Abschied nehmen. Er wurde nur 62 Jahre alt. Sie wohnt bei ihrem Sohn Helmut, dem man das Haus übergab, und seiner Frau Eva.

Helga Sobotta unternimmt mehrmals im Jahr gerne Reisen mit dem Bus. Sie besucht nahezu jeden Sonntag den Gottesdienst, entweder in Bad Kötzting oder in Wettzell. Sie beteiligt sich auch an den Seniorentreffs im Bad Kötztinger Pfarrzentrum. Und dass sie noch fit ist, das ist ihrer Teilnahme an der wöchentlichen Wassergymnastik unter der Leitung von Anneliese Dorner zuzuschreiben. Ein Ausruhen im eigentlichen Sinne gibt es für sie nicht. (ksm)

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