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Region Cham
Sonntag, 24. September 2017 18° 3

Musik

Hochkarätige Sopranistinnen und ein kongenialer Organist

Brigitte und Anna-Maria Thoma und Regionalkantor Wolfgang Kraus beschließen die Sommer-Orgelkonzerte 2017 in Furth im Wald.

Sie gestalteten einen wunderbar stimmigen Abschluss der Sommer-Orgelkonzertreihe: Die Sopranistinnen Brigitte und Anna-Maria Thoma und Wolfgang Kraus an der Orgel Foto: cjr

Furth im Wald.Die „Sommer-Orgelkonzerte in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Furth im Wald“ sind seit ihrem Bestehen ein Hort hochqualitativer Kirchenmusik.

In den jeweiligen Jahresprogrammen legt ihr Gründer und spiritus rector Wolfgang S. Kraus großen Wert auf künstlerische Vielfalt, was die Ausgestaltung und thematische Ausrichtung der einzelnen Konzerte betrifft. Er kann dabei nicht nur auf regionale Kräfte zurückgreifen, sondern es entstanden anlässlich seiner internationalen Reisetätigkeit mannigfache Freundschaften mit Künstlern aus vielen Ländern, die dazu führten, dass die Further Kirchen-/Orgelkonzerte immer niveauvoll besetzt waren. Zudem kann er als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Eberhard Kraus zur Förderung junger Organisten außergewöhnlich talentierten Nachwuchs aus aller Welt nach Furth im Wald einladen.

Der künstlerische Lebenslauf von Wolfgang Kraus umfasst so viele bemerkenswerte Stationen, angefangen von seiner Abstammung (Vater Eberhard war bis zu seinem Tod im Jahre 2003 als Domorganist in Regensburg ein wegweisender Pädagoge und Komponist). Und auch Mutter Brigitte Kraus, eine gefragte Sopranistin, pflanzte ihm die Liebe zur klassischen, insbesondere zur sakralen Musik ein.

In seinem gesamten Wirken als virtuoser Organist mit vielerlei Verbindungen, als Chorleiter, als Leiter der renommierten Regensburger Ensembles „Collegium musicum“ und anderer Vokalensembles wie z. B. „Cantamus“ oder auch „Quattro colori“ und in seiner Eigenschaft als Regionalkantor der Region Cham ist Wolfgang Kraus ein absoluter Glücksfall für seine Umgebung als Künstler und Mensch.

„Orgelnacht regina coeli“

Am Donnerstag nun beendete er die Reihe 2017 mit der „Orgelnacht regina coeli“ – Marianische Musik für zwei Soprane und Orgel. Die Thematik war kurz nach dem Patrozinium der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am 15. August so gewählt, dass marianische Orgelwerke und -gesänge und geistliche Betrachtungen das Fest ergänzten.

Ihm zur Seite als Organist sangen Mutter und Tochter Brigitte und Anna-Maria Thoma Sopranarien und Lieder zum Marienlob von W. A. Mozart, Vincenzo Bellini, Camille Saint-Saens, Ch. Gound und J. G. Rheinberger.

Ein eigener, zweiter Teil der Orgelnacht, war der Orgelimprovisationen über bekannte und weniger bekannte Marienlieder aus dem aktuellen Gotteslob gewidmet. Die einzelnen Lieder wurden dabei jeweils textlich durch Christa Späth mit Gebeten an die Gottesmutter begleitet.

Mit zwei besonders innigen Marienliedern von Josef Gabriel Rheinberger stellten sich Tochter und Mutter Thoma vor: Beide mit vorbildlicher Tongestaltung, Gesangskultur und Hingabe, dennoch klar unterschiedlich im Timbre: Klarer, glockenheller und doch warmer Sopran mit ausgesprochen müheloser Höhe die eine, Anna-Maria, Brigitte Thoma mit reifer Präsenz im gesamten Spektrum.

„Sancta Maria“

Beide gestalteten ihre Partien in vorbildlicher Textverständlichkeit, glaubhaft die Worte interpretierend. Es war ganz einfach schön, die Stimmen einzeln für sich zu vernehmen, oder sich auf die Zweistimmigkeit in dem vom Programm angekündigten „Sancta Maria“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu freuen.

War Wolfgang Kraus im ersten Teil dieser Orgelnacht ein einfühlsamer Begleiter, so zeigte er sich im Improvisationsteil als souveräner und vitaler Könner der Königsdisziplin und als Kenner „seiner“ Eisenbarth-Orgel. (cjr)

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