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Region Cham
Montag, 19. Februar 2018 3

Ereignis

Jahresempfang in familiärer Runde

Klencís Bürgermeister gab einen Rück- und Ausblick. „Die Partnerschaft macht Sinn“, richtete er an die Adresse Waldmünchens.
Von Karl Reitmeier

  • Der Männergesangsverein „Haltravan“ sorgte mit seinen Liedern für die gesangliche Umrahmung des Jahresempfangs in Waldmünchens Partnerstadt. Foto: fkr
  • Bürgermeister Markus Ackermann (Mitte) mit Jan Bozdech (links) und Forstdirektor Jan Benda. Foto: fkr

Waldmünchen.Es war bereits der dritte Jahresempfang, zu dem Waldmünchens Partnerstadt Klencí pod Cerchovem am Donnerstag in den Saal des Kulturhauses eingeladen hatte. Beeindruckt von den Jahresempfängen auf bayerischer Seite war in Bürgermeister Jan Bozdech vor Jahren der Entschluss gereift, eine solche Veranstaltung auch in seiner Heimstadt abzuhalten.

Der Empfang auf böhmischer Seite verzeichnet zwar nicht den Besucheransturm wie in den Städten des benachbarten Landkreises Cham, doch die Besucherzahlen sind auch dort im Steigen begriffen. Und auf der anderen Seite der Grenze läuft das alles auch noch viel bescheidener ab. Alkohol gab es nicht, sondern nur Tee, Kaffee oder alkoholfreie Getränke. Und für das kulinarische Angebot hatte die Mutter des Bürgermeisters gesorgt in Form von Kuchen, Plätzchen und Brotaufstrichen sowie sonstigen böhmischen Spezialitäten.

Einstimmung mit „Brumm-Topf“

Dem gesanglichen Aushängeschild von Klencí, dem Männergesangsverein „Haltravan“ war es vorbehalten, mit Liedern, bei denen auch der böhmische Brumm-Topf zum Einsatz kam, den Jahresempfang zu eröffnen. Danach hieß Bürgermeister Jan Bozdech die circa 50 Besucher herzlich willkommen, wobei sein besonderer Gruß Senator Jan Látka sowie Bürgermeister Markus Ackermann aus der Partnerstadt Waldmünchen und Karl Reitmeier galt. In bestem Deutsch sagte er: „Es freut mich, dass ihr hier seid“.

Zunächst ging das Stadtoberhaupt auf die politische Lage in seinem Land ein und kam dabei zu dem Ergebnis, „dass die Situation derzeit nicht gut ist“. Zur Situation in Europa meinte er, dass es bedauerlich sei, dass es wieder terroristische Anschläge gegeben habe. Bozdech stellte er die gute Zusammenarbeit mit der bayerischen Seite heraus, wobei er insbesondere die Zusammenarbeit mit der Stadt Waldmünchen sowie dem Aktionsbündnis Cerchov-Plus lobend erwähnte und auf Verbindendes in den Bereichen Tourismus und Kultur verwies. Aber auch neue Projekte seien in Angriff genommen worden. Zudem erinnerte Bozdech an Begegnungen, wie in Grafenried/Lucina, am Ceská Studánka/Böhmischer Brunnen, bei der Equipe-Wanderung von Klencí nach Furth im Wald, die Silvester-Treffen am Grenzübergang in Lísková sowie die Neujahrs-Wanderungen zum Cerchov.

Nicht unerwähnt ließ Bozdech die gemeinsamen Projekte „Nordic-Aktiv Zentrum Gibacht-Cerchov“ sowie die Revitalisierung von Landmarken, die auf tschechischer Seite den Starý Herštejn und Grafenried/Lucina beinhalten. Diese Aktivitäten würden zum Ausdruck bringen, „dass unsere Partnerschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit Sinn hat“.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ging Bozdech auf die Partnerstadt Herent in Belgien ein und verwies zudem auf eine Zusammenarbeit mit einer rumänischen Gemeinde, in der auch Tschechen aus dem Landkreis Domažlice wohnen. Das Stadtoberhaupt versäumte es nicht, über die Situation in Klencí zu sprechen, wobei er einen Rück- und Ausblick gab. In seinem Rückblick erwähnte er unter anderem das 70-jährige Jubiläum der Wiedereröffnung des Jindrich Šimon Baar-Denkmals, das Výhledy-Festival und das Holzbildhauer-Symposium.

Lob für das Erreichte

Senator Jan Látka lobte in seinem Grußwort die Arbeit in Klencí und bemerkte, dass viel für die Infrastruktur gemacht wurde. Sehr interessant war ein Vortrag von Krýstina Pinkrová vom Chodenmuseum zur Okkupation des Chodenlandes durch die deutsche Wehrmacht im Jahre 1938, zu dem auch interessante historische Fotos präsentiert wurden. Anschließend folgte ein Film über das Skilanglaufgebiet Cerchov-Gibacht, der an Silvester 2015 vom tschechischen Fernsehen gedreht wurde, in dem auch Erich Schmidberger von der Further Bergwacht und Karl Reitmeier zu sehen waren.

Danach nahm Bürgermeister Jan Bozděch noch zwei Ehrungen vor. Für ihren langjährigen Einsatz im Stadtrat von Klenčí pod Čerchovem wurden Jan Benda und Jarmila Kuliková ausgezeichnet. Benda war 23 Jahre lang Stadtrat und zudem war er 13 Jahre lang 2. Bürgermeister. Kuliková war ab 1990 im Stadtrat, war viele Jahre Rechnungsprüfungsvorsitzende und hat sich auch um die Gemeindezeitung „Čakan“ verdient gemacht.

Abschließend wurden noch die Gewinner eines Lebkuchenhaus-Wettbewerbes im Haus der Natur geehrt. Es waren dies Miloslava Hasová, Petra Novaková, Natálie Sýkorová und Miloslava Fišerová. Danach ging es in den gemütlichen Teil des Abends über.

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