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Region Cham
Mittwoch, 17. Januar 2018 7

Ehrentag.

KAB und Feuerwehr erfolgreich geführt

Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und soziales Engagement von Franz Baumgartner wurden an seinem 80. gewürdigt.

Die Abordnungen der FFW Haderstadl und der KAB Chammünster sowie die beiden Festmütter der Feuerwehrfeste unter Franz Baumgartners Regie durften bei seiner Geburtstagsfeier nicht fehlen.Foto: chi

Cham.„Es gfreit mi, dass alle kemma sads zu meiner Geburtstagsfeier“, sagte Franz Baumgartner bei der Feier im Gasthaus Schneider in Haderstadl. Familie, Verwandtschaft, KAB’ler und Feuerwehrführung saßen in der warmen Stube, um ihren Franz zu feiern, der nach schweren gesundheitlichen Problemen rechtzeitig vor seinem 80. wieder auf die Beine gekommen war. Denn er ist bei allen wegen seiner bescheidenen, herzlichen Art beliebt und hat sich nicht nur um seine Familie und Nachbarn, sondern auch für die Dorfgemeinschaft und Kirche in Haderstadl, die Feuerwehr und die KAB große Verdienste erworben. Er hat viele Entwicklungen angestoßen und organisiert und sich nie vor der Übernahme von Verantwortung gedrückt hat.

Dieses Engagement hatte er schon gezeigt, als er als junger Mann in Baden-Württemberg zur Arbeit ging und sich dort kirchlich und gesellschaftlich einsetzte. Dass es ihn in den Süd-Westen verschlagen hat, lag an der damaligen wirtschaftlich schlechten Lage im Bayerischen Wald. Denn eigentlich ist Franz Baumgartner ein echter Hilmer, wuchs hier auf, besuchte die Volksschule in Chammünster und absolvierte eine Schneiderlehre in Cham. Als es jedoch hier keine Arbeit für ihn gab, zog er nach Schwaben, ehe er 1970 in den Landkreis zurückkehrte und in einer Chamer Elektrogerätefabrik als Fräser im Werkzeugbau seinen Lebensunterhalt verdiente. Dort blieb er bis zur Rente.

Doch hatte er da schon seine Frau Bärbel gefunden und geheiratet, mit der er vier Kinder bekam, die ihn mit mittlerweile sechs Enkeln beglückten. 1970 bezog die Familie das neue Heim in Hilm, wo Franz mit seiner Bärbel und Sohn Hubert mit dessen Familie heute noch lebt. Zu Hause angekommen, setzte sich Franz Baumgartner gleich wieder für die Gemeinschaft ein, trat 1972 der Feuerwehr bei, in der er 16 Jahre lang Kommandant war und den Bau des Gerätehauses initiierte. Nicht nur deswegen wurde er Ehrenkommandant.

Der KAB, damals noch Katholisches Werkvolk, trat er 1973 bei und ließ sich im Vorstand in die Pflicht nehmen. 14 Jahre war er im Ortsverband Chammünster zweiter und zehn Jahre erster Vorsitzender, dazu kamen noch zwei Jahre als Beisitzer. „Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und soziales Engagement“ nannte KAB-Vorsitzende Maria Schneider die Haupttugenden Baumgartners, die ihn in der Führung der KAB so wertvoll gemacht hatten.

Und weil der Franz ein Naturfreund ist, hält er sich auch Bienen und ist seit 1989 im Bienenzuchtverein Cham-Willmering Mitglied. Auch bei der Marianischen Männerkongregation ist er seit vielen Jahren dabei und besucht die Veranstaltungen und Konvente.

Die KABler bringen ihren Geburtstagsjubilaren immer ein heiteres Gedicht neben dem Geschenk mit. Weil der Franz finanziell nicht gerade als Krösus gelten kann, gab es auf einem silbernen Tablett Münzen und Scheine zur Finanzierung der Geburtstagsfeier, die nach und nach wieder verschwanden und Franz sein verdutztes Gesicht im spiegelnden Tablett begutachten konnte. Er nahm’s mit Humor, so wie seine Gäste auch, und so wurde es noch eine lange, heitere Feier. (chi)

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