mz_logo

Region Cham
Dienstag, 12. Dezember 2017 4

Wirtschaft

K+B: Von sechs zu 1500 Mitarbeitern

Das Unternehmen präsentierte sich dem Stadtmarketing Bad Kötzting und verriet, wie es in der Erfolgsspur bleibt.
Von Fred Wutz

Der Händlertreff im Fachmarkt von Kappenberger und Braun beeindruckte die Stadtmarketing-Mitglieder nicht nur wegen der Fülle des dort zur Verfügung stehenden Angebots, sondern auch hinsichtlich der Informationen über das Unternehmen. Fotos: Fred Wutz

Bad Kötzting.„Das hätte ich nicht gedacht, dass Kappenberger und Braun so groß aufgestellt und am Kundenorientiert ist!“ – Mehrfach war dieser Satz beim 4. Händlertreff des Vereins Stadtmarketing Bad Kötzting e. V. zu hören, der kürzlich im K+B-Fachmarkt in der Arnbrucker Straße stattfand. Marktleiter Thomas Wüst, der die Gäste durch den Betrieb führte und das Gesamtunternehmen vorstellte, hatte nicht übertrieben, als er eingangs sagte: „K+B ist schon erheblich mehr als die Märkte und Niederlassungen im Landkreis Cham und in der Oberpfalz.“

Knapp zwei Dutzend Mitglieder und Gäste des Vereins Stadtmarketing Bad Kötzting e. V. fanden sich am Montagabend „nach Feierabend“ im K+B-Fachmarkt ein. Dessen Leiter, Thomas Wüst, zeigte sich erfreut über das Interesse und kündigte an, die Gäste nicht nur durch den Betrieb zu führen, sondern auch über das Gesamtunternehmen zu berichten, „denn Kappenberger und Braun ist mehr als der Handel oder die bekannten Fachmärkte“.

Kundenmeinung wird abgefragt

Der Leiter des K+B-Fachmarktes Bad Kötzting, Thomas Wüst, begrüßte die Teilnehmer am Händlertreff und stellte das Gesamtunternehmen vor. Fotos: Fred Wutz

Welche Wertschätzung dem Verein Stadtmarketing seitens K+B entgegengebracht wurde, zeigte laut Thomas Wüst auch die Teilnahme eines Mitglieds der Unternehmerfamilie Kappenberger an diesem Händlertreff. Der Rundgang im Fachmarkt startete in der Abteilung für Tonträger (CDs, DVDs usw.). Die Pflege dieses Sortiments ist laut Wüst wesentlich, auch die Reaktion auf die Nachfrage der Kunden. „Wir haben auch ein großes regionales Angebot an Musik,“ betonte der Marktleiter; die vom Bad Kötztinger Bürgermeister aufgenommene CD sei beispielsweise seit Wochen ein gefragter Artikel. Die Bereiche Computer und Telekommunikation, die anschließend besichtigt wurden, wachsen laut Marktleiter Wüst immer mehr zusammen: „Handys können immer mehr, sie haben Funktionen von Computern. Am PC kann man mittlerweile auch telefonieren – das sind Beispiele.“

Die Bereiche mit Radiogeräten und Fernsehern im Fachmarkt wurden besichtigt, wobei erläutert wurde, dass K+B neuerdings auch über das sogenanntes „In-House-TV“ verfügt. Darunter sind Informationen zu verstehen, die auf vielen Fernsehbildschirmen in den Geschäftsräumen der verschiedenen Niederlassungen laufen und zentral gesteuert werden.

„Mit der weißen Ware wird in unserer Branche der meiste Umsatz gemacht“, verriet der Marktleiter in der nächsten Abteilung. Nach seinen Worten rührt der Begriff daher, dass früher so gut wie alle Haushaltsgeräte mit weißen Gehäusen verkauft wurden. Das habe sich geändert, vom Küchenherd über den Kühlschrank bis hin zur Kaffeemaschine gebe es mittlerweile „viel Farbe im Haushalt“.

Eine Erfahrung bei K+B sei, dass die Kundschaft die Geräte vorgeführt bekommen wolle. Das werde in den Fachmärkten ermöglicht. Auch habe das Unternehmen „feedback-terminals“ aufgestellt, mit denen die Kunden gleich nach ihrem Kauf oder Aufenthalt Rückmeldung über ihre Zufriedenheit geben könnten. Die Eingaben an den Bildschirmen würden sofort ausgewertet und – wenn gewünscht –sei auch gleich ein Mitarbeiter beim Kunden.

Händlertreff

  • Veranstaltung

    Der 4. Händlertreff fand am Montagabend im Fachmarkt von Kappenberger und Braun in Bad Kötzting statt. Veranstalter war erneut das Stadtmarketing Bad Kötzting um Vorsitzende Carola Höcherl-Neubauer.

  • Besuche in der Vergangenheit

    Die bisherigen Händlertreffs fanden statt im Sinocur Bad Kötzting, in der Sparkassen-Filiale Bad Kötzting und in der Spezialitätenbrennerei Liebl in Bad Kötzting.

  • Konzept

    Zweck der Zusammenkünfte ist ein Austausch von Informationen und Meinungen zwischen den Teilnehmern. Als Gastgeber fungiert jeweils ein Mitglied vom Stadtmarketing e. V., ein Betrieb oder Unternehmen in der Stadt Bad Kötzting. Üblicherweise wird bei der Veranstaltung ein Einblick in die Abläufe und das Angebot des jeweiligen Unternehmens bzw. Betriebes gewährt.

Was K+B insgesamt ist, zeigte Thomas Wüst im Anschluss. Das Unternehmen wurde nach seinen Worten am 1. Juli 1960 gegründet. Aus den damals sechs Beschäftigten wurden zwischenzeitlich 1500. Die Niederlassungen in Deutschland seien in Cham (Zentrale), Regen, München/Neufahrn (Büro und Werkstätten), Schwandorf, Amberg, Bad Kötzting, Regen, Waldkirchen, Ilmenau und Rudolstadt. In Tschechien sei K+B an 24 Standorten präsent: Meclov, Ceske Budejovice, Cesky Krumlov, Jihlava, Blansko, Hodonin, Opava, Sumperk, Pardubice, Kolin, Prag/Klicany (Büro, Lager), Pilsen, Sokolov, Louny, Mlada Boleslav, Jicin, Turtnov, Jablonec, Usti nad Labem, Chomutov, Teplice, Ceska Lipa, Pribram sowie Olomouc. Schließlich habe man noch Niederlassungen in der Slowakei: Bratislava (Büro), Snina, Rimavska Sobota, Trebisov, Vranov nad Toplou, Michalovce, Spisska nova Ves und Humenne. K+B sei neben den Fachmärkten auch Anbieter für Installationen und Steuerungen aller Art, Projektant und Planer – ganz nach Kundenwunsch.

Weitere Veranstaltungen in Planung

Stadtmarketing-Vorsitzende Carola Höcherl-Neubauer überreichte abschließend ein Präsent an Thomas Wüst und dankte für seinen Beitrag zum Händlertreff. Auch die Vorsitzende betonte, dass K+B „ein eindrucksvoller Gastgeber“ für die Besucher war. Man habe sich schon im hiesigen Sinocur, in der Sparkassen-Filiale Bad Kötzting und in der Spezialitätenbrennerei Liebl in Bad Kötzting getroffen. „Weitere Veranstaltungen werden folgen“, betonte Höcherl-Neubauer. Der Verein verfolge mit Nachdruck diese Vorgabe: „Das Wichtigste ist uns der Handel von Bad Kötzting!“ Entsprechend gelte die Devise des Vereins: „Do samma dahoam und do kaff’ ma ei!“

Der traditionelle Handel der Pfingstrittstadt richtet nach den Worten der Vorsitzenden „durchaus den Blick nach vorne und auch auf den die digitale Welt“. Auch die Situation der Leerstände in der Stadt interessiere, zumal „das als kommendes wichtiges Thema angekündigt ist“.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht