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Region Cham
Montag, 22. Januar 2018 7

Gemeinderat

Kein Ökostrom für Willmering

Harmonische Sitzung hatte nur einen Diskussionspunkt: Will man sich Ökostrom leisten?

Die Ratssitzung in Willmering behandelte den Bebaungsplan für das Wohn- und Gesundheitszentrum. Archiv BE-Symbolbilder Kommunen

WILLMERING.Harmonisch und zügig wie immer verlief am Donnerstag die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr in Willmering, die dieses Mal im Keglerheim stattfand.

Johannes Fischer, Geschäftsführer bei Michael Dankerl Bau in Zifling informierte eingangs der Sitzung das Gremium ausführlich über den Bebauungsplan des geplanten Wohn- und Gesundheitszentrums. „Willmering ist für so eine Einrichtung prädestiniert“, sagte er und betonte wie wichtig es sei, dass auch das Landratsamt hinter dem Projekt steht. „Die ganze Anlage wird im Februar der Öffentlichkeit vorgestellt“, versicherte Fischer.

Das Gremium musste dazu den im November beschlossenen vorhabenbezogenen Bebauungsplan umändern. Der lautet jetzt: Für das Gebiet Fl-Nr. 326/6, 328 (Teilfläche) und 334/1 (Teilfläche) Gemarkung Willmering wird ein Bebauungsplanes „Wohn- und Gesundheitszentrum“ im beschleunigten Verfahren im Sinne von § 30 Baugesetzbuch aufgestellt – und der wurde einstimmig beschlossen, ebenso wie der Aufstellung- und Billigungsbeschluss. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die Träger der öffentlichen Belange zu beteiligen und den Planentwurf öffentlich auszulegen.

Die drei Bauangelegenheiten waren schnell durchgewunken und dem schloss sich eine Diskussion an, ob die Gemeinde Ökostrom beziehen soll oder nicht. Vizebürgermeister Alfons Klostermeier sagte, dass die Gemeinde den Stromkonzernen keine Euro zusätzlich zukommen lassen soll. Dem widersprach Gemeinderätin Regina Hausladen mit dem Hinweis, dass weder Atomstrom noch Strom aus Kohlekraftwerken zu akzeptieren ist. „Wir wissen nicht, was für ein Strom aus der Leitung kommt“, sagte dazu Erich Vogl und stellte fest, dass Ökostrom nicht zu den Aufgaben einer Gemeinde gehöre. Rätin Christine Gabriel schloss sich dem Statement von Regina Hausladen an. Geschäftsleiter Werner Vogl erklärte , dass er den Unterschied ausgerechnet hat. Ökostrom würde der Gemeinde jährlich Mehrkosten in Höhe von etwa 800 Euro bescheren. Gemeinderat Martin Rohse sagte: „Soviel sollte die Gemeinde schon übrig haben für sauberen Strom“. Bürgermeister Hans Eichstetter beendete die Diskussion mit dem Hinweis, dass die Gemeinde angehalten sei, sparsam mit den Geldern der Bürger umzugehen. Abgestimmt wurde mit zwölf Ja und drei Gegenstimmen für die Bündelausschreibung ohne Ökostrom. Die Gemeinde Willmering hat hierfür mit der Fa. KUBUS Kommunalberatung und Service GmbH einen Dienstleistungsvertrag.

Rat Klostermeier zeigte sich danach allerdings bereit, diese 800 Euro in den Naturschutz zu investieren. Bürgermeister Eichstetter bat Gemeinderat Rohse, dafür eine geeignete Möglichkeit zu suchen.

Und wie es bei einer letzten Sitzung im Jahr üblich ist, dankte Bürgermeister Eichstetter allen die sich für die Gemeinde eingesetzt hatten. Dem schlossen sich der Vizebürgermeister und die Fraktionssprecher Xaver Meierhofer und Regina Hausladen sowie Geschäftsleiter Vogl an. Abschließend lud der Gemeindechef dann alle Anwesenden zu einem Jahresabschlussessen ein. (fsh)

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