mz_logo

Region Cham
Montag, 20. November 2017 10

Premiere

Kinder begeistern mit Musik-Märchen

Die Montessori-Glückskinder brachten im Seniorenheim St. Benediktus „Peter und der Wolf“ auf die Bühne.

Peter und der Wolf begeisterte die Zuschauer bei der Premiere. Fotos: kid

Bad Kötzting.Mit zwei Aufführungen des musikalischen Märchens „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew fand Ende vergangener Woche ein großes Projekt der Großtagespflegestelle „Montessori Glückskinder“ seinen Abschluss. Seit Januar war der Bereich Musik schwerpunktmäßig in den drei Gruppen thematisiert worden.

„Musik ist unser Herzensthema“, so Leiterin Petra Freimuth. „Wir leben das bereits seit unserer Gründung 2015“. Innerhalb des Projekts wurden von den Kindern selbst Musikinstrumente wie Rasseln und Schellen gebaut. Auch Teufelsgeigen wurden von der Schwammerl- und Kleeblattgruppe mit Unterstützung einiger Eltern gefertigt. Die kamen erstmals beim Maibaumfest in der Seniorenresidenz St. Benediktus, in der die Glückskinder beheimatet sind, zum Einsatz.

Viele Instrumente wurden probiert

Die Instrumente waren alle im Foyer für die Besucher ausgestellt worden und schafften so eine gelungene Einstimmung für die Zuschauer des Märchens. Außerdem wurden den Kindern das ganze Jahr über durch Eltern und Bekannte verschiedene Musikinstrumente vorgestellt, die die Kinder begeistert ausprobieren durften.

Größter Baustein des Projekts war das Musical „Peter und der Wolf“, das gemeinsam mit einigen Heimbewohnern realisiert werden konnte. Jedes Kind durfte sich dabei seine Rolle selbst aussuchen, und so brachten die kleinen Schauspieler und Musiker unter der Regie von Erzieherin Elfriede Heizer ein unvergessliches Werk auf die Bühne.

Jeder Figur war ein musikalische Leitmotiv zugeordnet.

Ein großes Orchester, bestehend aus Kindern und Senioren, spielte die Intonierung des Stückes. Außerdem hatten Heimbewohner in Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder ein detailreiches Bühnenbild gefertigt, und die Betreuerinnen zeigten sich als hervorragende Maskenbildner. „Eigentlich müsste man sich die Aufführung mehrmals ansehen, damit man die ganzen liebevollen Details alle aufnehmen kann“, zeigte sich eine Zuschauerin begeistert.

„Das Thema Wolf ist aktueller denn je“, meinte Heimleiter Karl-Heinz Greger in seiner Begrüßung bei der Premiere am Donnerstag in der Kapelle der Seniorenresidenz, der komplett gefüllt war. Er hoffe aber, dass es dem Wolf im Märchen nicht so schlecht ergehe wie den derzeit freilaufenden Wölfen aus dem Nationalpark. Und er wurde nicht enttäuscht, denn der kleine Peter, der bei seinem Großvater lebt, fing tatsächlich den Wolf lebendig ein und beschützte ihn sogar vor dem Abschuss durch die Jäger. Im Triumphzug führten alle gemeinsam den Wolf in den Zoo. Und auch die im Ganzen verschluckte Ente hustete der Wolf zum Schluss wieder lebendig hervor.

Bundesweit einmalig

Jede Figur in der Geschichte war einem bestimmten Instrument zugeordnet und hatte ein eigenes musikalisches Leitmotiv, das zu Beginn durch Sprecherin Anna Geck vorgestellt wurden. Das Stück selbst entstand 1936, angeregt von der künstlerischen Leiterin des Moskauer Zentralen Kindertheaters, Natalija Saz, um Kinder mit den Instrumenten eines Sinfonieorchesters vertraut zu machen und ist mittlerweile weltweit bekannt.

Bürgermeister Markus Hofmann bezeichnete die Aufführung als bundesweit einmalig. Er kenne keine andere Einrichtung, wo ältere Menschen und die Allerkleinsten so hervorragend zusammenarbeiten würden.(kid)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht