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Region Cham
Dienstag, 26. September 2017 20° 1

Ferien

Kinder erkundeten die BRK-Rettungswache

Die wissbegierigen Mädchen und Buben besuchten im Rahmen des Sommerferien-Programms das Rote Kreuz in Bad Kötzting.

  • Patientenperspektive – dieser Junge testete die Rettungsliege. Fotos: ksm
  • Joseph Kraus (li.) und Martin Miethaner erzählten über ihre Arbeit.

Bad Kötzting.Ein Sonnentag in den Ferien lockt gewöhnlich die Kinder eher ins Freie. Am Donnerstag nicht. In der langgezogenen Garage der BRK-Rettungswache in Bad Kötzting wurden zwei hauptamtliche Sanitäter nicht müde, ihren Zuhörern alles rund um den Rettungsdienst zu erklären. Schließlich hatten sie insgesamt 26 Buben und Mädchen zu Gast, die sehr neugierig waren.

Eine Rettungsliege ausprobieren, in einem Rettungswagen hinterm Steuer sitzen – all das trug dazu bei, dass die Kinder einen kurzweiligen Nachmittag verbrachten. Im Rahmen der Ferienfreizeit besuchten die Mädchen und Buben, zum Teil begleitet von ihren Eltern, die BRK-Rettungswache an der Lehmgasse in Bad Kötzting.

Zu Besuch in der Garage der Wache

Kurz nach 14 Uhr wurden sie in der Garage, in der die Einsatzfahrzeuge stehen, von Rettungssanitäter Martin Miethaner und Notfallsanitäterschüler Joseph Kraus begrüßt. „Es gibt beim BRK-Kreisverband Cham mehrere Rettungswachen. Eine davon ist in der Außenstelle in Bad Kötzting“, erklärte Martin Miethaner den kleinen Zuhörern. Und ließ sie wissen, warum die Rettungswagen unterschiedlich groß sind. Das große Auto sei ein Rettungstransportwagen (RTW), das kleinere Auto ein Krankenwagen (KW).

Die Rotkreuzwache in Bad Kötzting verfüge über drei Rettungstransportwagen, einen Krankenwagen und über zwei Notarzt-Einsatzfahrzeuge. Mit dem Krankenwagen würden überwiegend Krankentransporte durchgeführt, wenn beispielsweise der Patient liegend transportiert werden müsse. Im Rettungstransportwagen werden Notfallkoffer, ein Beatmungsgerät, eine Absaugpumpe, EKG, eine Defi-Einrichtung und Medikamente mitgeführt. Es wurde auch erklärt, wie Beatmungsgeräte in der Praxis eingesetzt werden. Das Absaugegerät komme dann zum Einsatz, wenn beispielsweise Erbrochenes oder Blut abgesaugt werden müssen, damit der Betroffene nicht erstickt.

Die 112 kennt jedes Kind

Zwischendurch erkundigte sich Rettungssanitäter Martin Miethaner auch, welchen Notruf das Bayerische Rote Kreuz hat. Die Kinder riefen ihm gleich ein „112“ entgegen. Und was muss ein Notruf, der bei der Rettungsleitstelle in Regensburg aufläuft, alles enthalten? – Erstaunlich, wie nahezu perfekt die Kids diesen Notruf und was er enthalten müsse, beherrschten. Auch, wie eine Ganzkörpermatratze funktioniert, wurde den Buben und Mädchen vorgeführt. Durch das Ablassen von Luft aus der Matratze formt sich die Luftmatratze entsprechend und legte sich eng an den Körper des „Patienten“ an. Dadurch sei der Patient körpergerecht fixiert. Es können beim Transport keine weitere Brüche am Körper auftreten. Die Rettungssanitäter führten auch eine Halskrause vor. Diese stabilisiert und schützt den Hals.

Nachdem die Trageliege wieder im Rettungstransportwagen verstaut war, durften die Buben und Mädchen noch im Innern des Krankentransportwagens und dann auf der Sitzbank am Steuer Platz nehmen, ehe zuletzt das Martinshorn eingeschaltet wurde.

Die Kinder erlebten einen abwechslungsreichen und informativen Nachmittag in der Rettungswache, an dem ihnen das Motto „Das BRK – Partner im Notfall“ nahegebracht wurde. Koordinatorin Simone Stoiber-Schreiner, dankte den beiden Sanitätern für ihren Beitrag zur Sommerferienprogramm. (ksm)

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