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Region Cham
Montag, 20. November 2017 10

Dekanatstag

Kirche gestalten, ist eine Ehrensache

Die musikalische Gestaltung übernahmen die Kirchenchöre des Dekanats unter Leitung von Johann Häusler.
Von Anneliese Fuchs

Alle Priester gemeinsam am Altar in der Filialkirche St. Martin in Martinsneukirchen Fotos: Fuchs

Zell.Die Filialkirche St. Martin in Martinsneukirchen erschallte gewaltig und aufbauend, als die Kirchenchöre und die Bevölkerung zum Dekanatstag mit Kirchenmusiktag ihre Stimmen laut werden ließen, mit erhebendem Gesang schon zu Beginn und dem Lied: „Lobe den Herren“ bis zum Schluss und dem Lied: „Möge die Straße“. Der Abschlussbeifall in der Kirche bestätigte dies alles.

Der diesjährige Dekanatstag mit Kirchenmusiktag fand in Martinsneukirchen statt mit einer sehr feierlichen Eucharistiefeier in Konzelebration der Priester mit Dekan Holger Kruschina. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Kirchenchöre des Dekanats unter Leitung von Dekanatskirchenmusiker Johann Häusler mit den Kirchenchören aus Reichenbach, Martinsneukirchen, Walderbach, Neubäu, Stamsried, Rettenbach, Michelsneukirchen, Roding, Gesangverein Roding, Zell und Trasching, die alle in den Kirchenbänken Platz genommen hatten.

Hl. Benedikt stand im Mittelpunkt

Dekan Holger Kruschina Fotos: Fuchs

Zusammen mit den Ministranten zog Dekan Holger Kruschina mit den acht Geistlichen in das Gotteshaus ein. „Einmal im Jahr tut es uns gut“, wandte sich Dekan Holger Kruschina in seinen Grußworten an die Dekanatsgemeinschaft und begrüßte insbesondere den Dekanatskirchenmusiker Johann Häusler und alle, die in ihrer Gemeinde den Dienst verrichten. Den heiligen Benedikt, den Gedenktag genau am 11. Juli, stellte der Dekan in seiner Predigt in den Mittelpunkt. Benedikt war ein moderner Heiliger, so der Prediger und zitierte den benediktinischen Grundsatz „Ora et labora“ („Bete und arbeite“) Er hat den Wert der Arbeit erkannt, daher ist jeder Mensch ein wertvoller Mitmensch. Mit der Erhebung des Festes des heiligen Benedikt in den liturgischen Kalender der Gesamtkirche wurde 1970 der Gedenktag auf den 11. Juli verlegt. Martinsneukirchen gehörte früher zu Frauenzell, zitierte er den Ruhestandsgeistlichen BGR Willibald Spießl.

„Es tut gut, dass es Orte der Sammlung gibt“, betonte Dekan Holger Kruschina und so soll auch Benedikt, der Gesegnete, ein guter Patron für uns alle sein. In den Fürbitten zum Gedenktag des Heiligen wurde auch namentlich der verstorbenen Geistlichen des Dekanats gedacht. Hausherr Ralf Heidenreich gab noch Organisatorisches für den Abend bekannt, bevor er sich beim Dekan und Johann Häusler bedankte.

Holger Kruschina überreichte den Referenten je eine CD. Fotos: Fuchs

Anschließend trafen sich die Pfarrgemeinderäte, Mitglieder der Kirchenverwaltungen, Mitarbeiter in den Pfarreien und Verantwortliche in den Verbänden im Dekanat Roding zusammen mit ihren Seelsorgern im Gemeindehaus zum Info- und Gesprächsabend mit dem Thema: „Kirche gestalten – Ehrensache? Dem Ehrenamt in der Pfarrgemeinde Wertschätzung und einen guten Rahmen geben“. Maria Plank und Jürgen Baier vom Bistum Regensburg stellten dar, was ehrenamtliches Engagement ausmacht, wie es gestützt und gefördert werden kann, und klärten über versicherungsrechtliche Fragen auf.

Zahlreicher Besuch und tolle Musik

Pfarrer Ralf Heidenreich freute sich über den zahlreichen Besuch und dankte „für die tolle Musik in der Kirche“ und die Gemeindereferentin Monika Urban schlug in dieselbe Kerbe. Die Pastoralreferentin Maria Plank stellte sich kurz vor und betonte, dass „Kirche gestalten Ehrensache ist“. Sie warf auch die Frage auf, was dazu motiviert und das Ziel ist.

Maria Plank brachte Kriterien und Fakten der Ehrenamtlichen, den spannenden Wandel im Ehrenamt und in der Kirche, und das Ehrenamt soll zudem Zukunft haben. Die freiwillige und unentgeltliche Tätigkeit soll dem Gemeinwohl dienen, soll Spaß machen, persönlich Gewinn bringen und es geschieht im Auftrag einer Organisation, zum Beispiel Pfarrgemeinde oder Kirche.

Jurist Jürgen Baier definierte die Säulen des Haftungs- und Versicherungsschutzes im Ehrenamt, den Versicherungsschutz der Diözese Regensburg noch speziell bis hin zur Bayerischen Ehrenamtsversicherung in seinen umfangreichen Informationen.

Der Abend gab Gelegenheit zum Wiedersehen und Begegnen, für den einen oder andern Impuls, zur Bestärkung in Ehrenamt und Mitarbeit in den Pfarrgemeinden des Dekanats.

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