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Region Cham
Dienstag, 23. Januar 2018 3

Advent

Krippen im Further Waldlerhaus

Am 26. und 30. Dezember sowie am 6. und 7. Januar zeigt eine Ausstellung verschiedene Figuren und unterschiedliche Stile.

  • Für eine Wurzelkrippe braucht man ein gutes Auge, um einen geeigneten Wurzelstock zu finden. Foto: fer
  • Die Krippenfiguren aus Ton haben ihr eigenes Flair. Foto: fer
  • Eine sehr filigrane Arbeit ist diese Glaskugelkrippe. Foto: fer
  • Der unvergessene Schnitzer Alois Nuißl war einer der bedeutendsten Künstler von Furth im Wald. Krippen wie diese hat er aber nur ganz wenige gemacht. Foto: fer
  • Krippen aus verschiedenen Stilrichtungen sind auf diesen Stühlen platziert. Foto: fer
  • Auch zweidimensionale Krippen sind in der Ausstellung zu finden. Foto: fer
  • Ein Baumschwamm und eine getrocknete Blüte sind die Basis dieser Wandkrippe. Foto: fer
  • Werner Perlinger freut sich über den Besuch der Mitarbeiterinnen des Städtischen Kulturamts, Katharina Drescher-Seidl (Mitte) und Elfriede Kellnhofer. Foto: fer

Furth im Wald.Das Waldlerhaus in der Grabitzer Straße in Furth im Wald mit seiner langen bäuerlichen Tradition ist seit vergangenen Samstag Herberge für eine Vielzahl von Weihnachtskrippen aus verschiedenen Materialien, Techniken und Stilrichtungen. Zur Eröffnung der insgesamt sechs Ausstellungstage umfassenden Weihnachtskrippenausstellung begrüßte Stadtarchivar Werner Perlinger am vergangenen Samstagabend eine große Anzahl von Krippenfreunden in der guten Stube des Waldlerhauses, die gleichzeitig als Ausstellungsraum dient.

Werner Perlinger (Dritter von rechts) hieß die Besucher zur Weihnachtskrippenausstellung im Waldlerhaus willkommen. Oskar Mühlbauer (Zweiter von rechts) und Gerhard Lehminger (rechts) begleiteten die Eröffnung der Ausstellung mit besinnlichen Klängen. Foto: fer

Sein besonderer Gruß galt Stadtrat Oskar Mühlbauer, dem Präsidenten des Internationalen Krippenverbandes (Universal Foederatio Praesepistica), Johann Dendorfer, der in Furth im Wald zu Hause ist, und einem Duo, bestehend aus Stadtrat Oskar Mühlbauer (Geige) und Gerhard Lehminger (Gitarre), das zwischendurch besinnliche Melodien („Wo ist Bethlehem“; „Auf dem Berge, da wehet der Wind“ und „Hirtenboum-Boarischer“) erklingen ließ.

Heimat und Tradition

In seinem Grußwort brachte Johann Dendorfer seine Freude darüber zum Ausdruck, dass im Waldlerhaus ein kleines Stück Heimat und Traditionen gepflegt werden. Die Krippe, in die der Sohn Gottes in Bethlehem gelegt wurde, steht ganz am Anfang des christlichen Glaubens, betonte der Weltkrippenpräsident. Die Nachbildung dieser Ur-Krippe ist in Jahrhunderten in den kulturellen Landschaften zu einem wertvollen gemeinsamen Kulturgut geworden – gerade in Europa. Die Botschaft dahinter scheint so einfach und ist doch so anspruchsvoll: Gott wird Mensch.

Mit der christlichen Botschaft der Krippen dürfen die Menschen guten Willens zur Besinnung auf den eigentlichen Kern des Weihnachtsfestes hinführen, sagte Weltkrippenpräsident Johann Dendorfer in seinem Grußwort. Foto: fer

Noch kann sich die Krippe als eine der wenigen Traditionen in einer immer deutlicher von wirtschaftlichen Interessen dominierten „Weihnacht“ behaupten, denn die Krippe spreche eben Herz und Seele an. Wer Krippen herstellt, Figuren formt oder schnitzt, Kleider näht, mit viel Liebe zum Detail nach Requisiten sucht, der kann nicht erst in der Adventszeit damit anfangen. Und trotzdem können diese „Krippennarrischen“ sehr wohl unterscheiden zwischen einer Weihnacht, die schon ab September künstlich und profitgierig inszeniert wird, und der wahren Weihnacht, die sie mit ihrer Krippenleidenschaft das ganze Jahr hindurch im Herzen tragen. Und dabei folgen sie der Botschaft, die weit über 2000 Jahre alt ist: „Dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt (Lukas 2,12I).“

Mit viel Liebe gestaltet

Unzählige große und kleine Krippendarstellungen aus allen Zeiten sind Zeugen der Anziehungskraft, die das Jesuskind auf die Menschen ausübt. Gott macht sich so klein, dass er in der Welt der kleinen Leute Platz hat. Darum sind die Krippen, die Jahr für Jahr mit viel Liebe zur Weihnachtszeit hergerichtet werden, die Antwort: „Ja, wir haben dieses Zeichen wahrgenommen und verstanden. In diesem Kind in der Krippe wird Gott Mensch – gestern – heute – morgen.“

Mit viel Liebe zum Detail wurden diese Krippenfiguren bekleidet. Foto: fer

In einem nachdenklichen Gedicht versuchte Frieda Perlinger dann aufzuzeigen, wo Bethlehem ist. Sie schloss: „Wo Nächstenliebe geübt wird, die Menschen frei von Angst sein dürfen, die Menschenwürde geachtet wird, man bereit zum Teilen ist, man um Verzeihung bitten kann, Gefühle und Schwächen gezeigt werden dürfen – da ist Bethlehem nicht weit.“

Die Botschaft der Engel

Maria Wolf brachte die Gesellschaft anschließend humorvoll wieder zum Schmunzeln. Nach dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied „Oh, du fröhliche…“ bestaunten die anwesenden Besucher die fast 40 Krippen, von denen jede mit einer eigenen Ausstrahlung dieselbe Botschaft der Engel verkündet: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ Die Weihnachtskrippenausstellung im Waldlerhaus in Furth im Wald ist noch am 26. und 30. Dezember sowie im neuen Jahr am 6. und 7. Januar jeweils von 14 bis 17 Uhr für alle Besucher geöffnet, die sich für verschiedene Weihnachtskrippen interessieren. (fer)

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