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Region Cham
Montag, 23. Oktober 2017 7

Essen

Kürbis erlebt ein fulminantes Comeback

Er ist vielseitig, vitaminreich und kalorienarm. Wir empfehlen Rezepte für einen Salat und einen Gemüse-Topf.

Aus Kürbissen lassen sich viele schmackhafte Gericht zaubern.Foto: dpa

Cham.Jedes Jahr im Herbst ziehen auf den Märkten und in den Auslagen der Gemüsegeschäfte die riesigen gelben, leuchtend orangefarbenen oder grün gesprenkelten Kürbisse alle Blicke auf sich. Man bewundert und bestaunt sie, aber was soll man eigentlich mit so einem Kürbis anfangen? Oder ist Ihnen beim Anblick der großen Früchte höchstens Kürbissuppe in den Sinn gekommen? Zugegeben, die Suppe ist auch eine Delikatesse, aber im Kürbis stecken unendlich viele Möglichkeiten, ihn zu genießen. Seit einigen Jahren erlebt der Kürbis ein fulminantes Comeback, und das hat er wirklich verdient, denn er ist gesund vitaminreich, kalorienarm und vor allem so vielseitig wie kein anderes Gemüse – eben ein veritables Multitalent! Ob als Vorspeise, Suppe, Hauptgericht, Dessert, als Chutney oder Marmelade: Man kann sie roh essen, kochen, dünsten, braten, grillen, dämpfen, pürieren, backen oder einlegen. Sie schmecken süß, herzhaft, sauer oder scharf gewürzt. Und nicht nur ihr Fruchtfleisch ist zum Verzehr geeignet, sondern auch ihre Kerne und Blüten. Aus großen runden Kürbissen lassen sich, zur Freude der Kinder, Lampions für Halloween schnitzen. Und das ist noch nicht alles: in Südamerika macht man sogar Musikinstrumente aus der Schale großer Exemplare. Nicht vergessen werden darf das vor allem in Österreich aus Kürbiskernen hergestellte Kürbiskernöl aus der Steiermark, das, sparsam dosiert, aus einfachem Feldsalat eine königliche Vorspeise werden lässt.

Der Kürbis (Cucurbata) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Schon vor über 80 000 Jahren stand er in Mittel-und Südamerika auf dem Speisezettel. Doch erst im 15. Jahrhundert kam er mit den spanischen Eroberern nach Europa. Bis dahin gab es hier nur den afrikanischen Flaschenkürbis, von dem hauptsächlich die Schale als praktisches Wassergefäß verwendet wurde. Botanisch gesehen gehören Kürbisse nicht zu den Gemüsen, sondern zu den Beerenfrüchten. Die Familie der Kürbisse besteht aus verschiedenen Arten, von welchen die drei wichtigsten der Riesenkürbis, der Gartenkürbis und der Moschuskürbis sind. Zu den Riesenkürbissen zählen nicht nur die mehr als 100 Kilo wiegenden Riesenfrüchte, sondern auch kleine Sorten wie Hokkkaido, Butternut, oder Muscade de Provance, Spaghettikürbis und andere.

Rezept 1: Herbstsalat mit Kürbiskern-Viaigrette für vier Personen

Zutaten: 100 g Rucola, 1 Kopf Eichblattsalat, 1 Kopf Lollo bionda, 100 g Egerlinge, 2 Schalen Gartenkresse, 50 g Kürbiskerne ohne Schale, 1 Schalotte, 100 ml Weißweißweinessig, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 100 ml Sonnenblumenöl, etwas Kürbiskernöl, 1 Prise Zucker.

Und so wird’s was: Die Blattsalate waschen, abtropfen lassen, in mundgerechte Stücke schneiden, Egerlinge waschen und in Scheiben schneiden, Schalotte fein würfeln. Die Kürbiskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl rösten. In einer großen Glasschüssel die Vinaigrette anrühren, die Salate unterheben, die Kürbiskerne darüber streuen und das Kürbiskernöl darüber träufeln. Dazu passt Sonnenblumen-Brot.

Rezept 2: Kürbis-Gemüse-Topf mit Medaillons vom Schweinefilet für vier Personen

Zutaten: 400 g Hokkaido-Kürbis, 150 g Karotten, 150 g Kartoffeln, 1 Stange Lauch, 150 Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Zehe Knoblauch, 2 EL Butter, etwas Öl, 500 ml Gemüsebrühe. 1 Bund glatte Petersilie, Salz und Pfeffermühle, 500 g Schweinefilet in daumendicke Medaillons geschnitten

Und so wird’s was: Den Kürbis waschen, trocknen (Hokkaido-Kürbis braucht nicht geschält werden). Dann den Kürbis vierteln, die Kerne und eventuell vorhandene Fäden entfernen und die Frucht in zwei bis drei Zentimeter große Würfel schneiden. Die Karotte und Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln. Den Lauch putzen, waschen und in daumendicke Ringe schneiden. Zwiebel und Knofi fein würfeln und zusammen mit dem Gemüse in der heißen Butter einige Minuten schmoren lassen. Dann mit der Brühe begießen und etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Danach etwa ein Drittel der Suppe abschöpfen, im Mixer pürieren und wieder zurück in den Topf geben, gut unterrühren, so dass der Eintopf sämig wird. Zum Schluss die gehackte Petersilie dazu geben und das Ganze mit Salz und Pfeffer würzen. Während das Gemüse im Topf köchelt, eine Pfanne mit wenig Öl erhitzen, die Filet-Medaillons würzen, bemehlen und beidseitig einige Minuten braten. Zum Anrichten die Medaillons mittig anrichten und mit dem Kürbisgemüse umkränzen.

Alle Rezepte aus unserer Koch-Serie finden Sie hier.

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