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Region Cham
Montag, 20. November 2017 10

Marktrat

Lam versichert Schulhaus und Osserbad

Schäden durch Starkregen, Hochwasser oder Erdrutsch sollen abgesichert werden. Räte sind für Elementarschadensversicherung.

Bei der Marktratsitzung ging es unter anderem um den Abschluss einer Elementarschadenversicherung für das Osserbad und die Doppelturnhalle. Foto: Archiv Bayerwald-Echo

Lam.Aufgrund einer Ankündigung des Freistaates Bayern, dass dieser bei Hochwasserschäden nur noch eine finanzielle Unterstützung bei nicht versicherbaren Gebäuden leistet, wurde der Markt Lam auf die Notwendigkeit einer Elementarschadensversicherung für Osserbad, Schule und Doppelturnhalle aufmerksam. Schäden durch Hochwasser, Schneebruch, Erdrutsch, Felssturz und Starkregen decke die kommunale Sachversicherung nicht ab.

„Wir haben entsprechende Angebote eingeholt“, sagte Bürgermeister Paul Roßberger bei der Marktratssitzung. Der Schulkomplex mit dem gesamten Osserbad (Versicherungssumme 18 Millionen Euro) sowie die Doppelturnhalle (Versicherungssumme 3,7 Millionen Euro) liegen in zwei unterschiedlichen Zonen. Für Erstere schwankt der Versicherungsbeitrag zwischen 5500 (ohne Selbstbeteiligung) und 2800 Euro (bei 5000 Euro Selbstbeteiligung). Bei der Doppelturnhalle koste der Beitrag zwischen 2300 und 2900 Euro, je nach der Selbstbeteiligung zwischen 5000 und 20000 Euro.

Es können nackte Gebäude versichert werden, aber auch eine Zusatzversicherung für den Inhalt abgeschlossen werden. Roßberger vertrat die Meinung, dass der Markt für diese Gebäude eine Versicherung abschließen sollte. Er bevorzugte die günstigere Variante mit höherer Selbstbeteiligung. Konrad Kellner befürwortete dies ebenso – gerade im Hinblick auf die jüngsten Schadensbilder in den Nachbarlandkreisen. Gert Paulus regte an, das Schulgebäude herauszunehmen. Susanne Amberger werde klären, ob dies möglich sei. Marietta Hutter monierte die hohe Selbstbeteiligung bei der Doppelturnhalle. Hier wählten die Räte die Variante mit der geringsten Eigenbeteiligung. Das Gremium signalisierte sein grundsätzliches Einverständnis.

Hopfenwaldstraße wird überprüft

Überfällig war heuer die Instandsetzung der Hopfenwaldstraße. Der Bürgermeister hatte ein Angebot der Firma Fischl vorgelegte, das brutto bei 11 000 Euro lag. Bei der Bauausführung stieg die Summe aufgrund der höheren Gräder- und Grabenbaggerstunden und des Frostschutzauftrags. Der Rechnungspreis kletterte auf 16 500 Euro brutto. Paul Roßberger schlug dem Gremium vor, einmal im Jahr – vor der Wandersaison – eine Fachfirma zu beauftragen, die Strecke mit Gräder und Walze zu bearbeiten. Dadurch könnten größere Instandsetzungen vermieden werden. Es sei gelungen, die Hopfenwaldstraße ins Kernwegenetz aufzunehmen.

Sollte tatsächlich eine Asphaltierung möglich werden, müsste das Einverständnis aller Anlieger eingeholt werden. Eva Obermeier appellierte an die Waldbesitzer, beim Holzfällen besser aufzupassen. Franz-Josef Brandl erwiderte, dass die Holzfällarbeiten nicht das Problem seien, sondern das Astmaterial, das die Straßengräben verstopft, so dass starke Regenfälle Schäden auf der Fahrbahn verursachen. Die Räte stimmten für eine jährliche Überprüfung und im Bedarfsfall eine Instandsetzung vor der Wandersaison. Paul Roßberger dankte allen Vereinen, die sich an den Jugendfreizeitwochen und am Kinderfest beteiligten sowie den Marktplatzwirten für die Zusammenarbeit beim Seniorennachmittag. Der Bürgermeister zollte Festleiter Franz-Josef Brandl und der Feuerwehr Anerkennung für das fünftägige FFW-Jubiläum. „Es war rundherum eine tolle Sache“, lobte der Gemeindechef.

Zusammen mit Susanne Amberger hatte Roßberger verschiedene Besprechungen bei der Regierung, unter andrem wegen der Schulsanierung. „Wir können jetzt an die Vorarbeiten für die Detailplanung gehen“, informierte der Redner über den Sachstand. Zum 1. September wird der neue Mitarbeiter Werner Geißler beim EVU eingestellt. Die Sparkasse stellte auch 2016 der Marktgemeinde und den Vereinen Gelder in Höhe von insgesamt 5500 Euro zur Verfügung. Diese Tage kam eine Anfrage der Telekom, die im Nahbereich am Hochrain einen neuen Kabelverteilerschrank eigenwirtschaftlich ausbauen möchte. Es komme zu einer Verbesserung der Bandbreite im Umkreis von 500 Meter ab der Vermittlungsstelle. In puncto Neufestsetzung des Überschwemmungsgebietes Weißer Regen existierte bisher eine Berechnung, die auf dem sogenannten 100-jährigen Hochwasser im Jahre 2002 basiert. Nun soll eine Verordnung erlassen werden, für die im Vorfeld eine öffentliche Auslegung vorgeschrieben sei, bei der jeder Einwände und Bedenken äußern kann. Drei Anwesen in Frahelsbruck liegen innerhalb dieses Überschwemmungsgebietes.

Hochwasserverordnung mit Folgen

Der Erlass der Verordnung habe weitreichende Folgen, sprich, es liegt dort ein Verbot für Neubau und Erweiterung baulicher Anlagen vor.
Außerdem dürfen keine Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen, etwa Heizöltanks, betrieben werden. „Es gibt keinen Bestandsschutz, das heißt, die drei Anwesen dürfen keinen Heizöltank oder Behältnisse mit gewässerbelastenden Stoffen im Haus haben und sind gezwungen, umzurüsten.

Petra Pritzl regte an, auf den beiden Werbetafeln in Engelshütt und am Ortseingang auf Höhe des Edeka-Marktes, Lam als „Golddorf“ herauszustellen. Die nachgefragten Bewerbungsbroschüren sind im Rathaus erhältlich. Eva Obermeier erkundigte sich nach dem Sachstand bezüglich des Unfalls in Buchetbühl, der vor Gericht gelandet war. Paul Roßberger: „Es wurde vom Gericht ein Gutachter bestellt, der den der Gemeinde überprüft habe. Es werden zur Zeit weitere zwei Gutachter hinzugezogen. Wenn deren Recherchen abgeschlossen sind, sei ein Abschlussurteil zu erwarten. (kfe)

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