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Region Cham
Mittwoch, 18. Oktober 2017 18° 3

Schule

Mahnende Worte von Pfarrer Limbrunner

Beim Eröffnungsgottesdienst in Chamerau schildert der Geistliche seine Erfahrungen und Begegnungen im Schulalltag.

Der neue Diakon Werner Szörenyi zelebrierte mit Pfarrer Kilian Limbrunner seinen ersten Schulgottesdienst in Chamerau. Foto: che

Chamerau.Alle Schüler, ihre Angehörigen, das Lehrerkollegium und viele Gläubige haben am Dienstag nach dem ersten Schultag den Eröffnungsgottesdienst für das neue Schuljahr gefeiert. Die Messfeier wurde von Pfarrer Kilian Limbrunner und Diakon Werner Szörenyi zelebriert. Der Wortgottesdienst begann mit dem Lied „Danke für diesen guten Morgen“.

In seiner Begrüßung stellte sich der Diakon als neuer Seelsorger für den Religionsunterricht vor. Er bat um Unterstützung für die nächste Zeit der Eingewöhnung. Szörenyi hatte einige Kopfbedeckungen mitgebracht, die so gar nicht zum Kirchenalltag passen. Darunter befanden sich ein Cowboyhut, eine Feuerwehr- und Polizeimütze und ein Kopfschmuck mit Schleier einer Flamenco-Tänzerin. Drei Kinder trugen mit Hüten auf dem Kopf statt der Lesung spezielle Wünsche für das neue Schuljahr vor.

„Gut, dass es Hüte gibt“, befand Szörenyi. „Sie schützen uns vor der Sonne, dem Regen und dem Wind. Wir wissen alle, dass unterm Schuljahr nicht alles so optimal läuft, diese Zeit schaut dann aus wie eine riesige Regenwolke. Und um diese Wolke zu vertreiben, beten wir schon heute.“

Nach einem Schlussgebet und einem „Vater unser“, bei dem sich alle an den Händen nahmen, was als Symbol der Gemeinschaft verstanden werden sollte, mahnte Pfarrer Kilian Limbrunner den Umgang der Kinder bei einer Begegnung mit den Erwachsenen an.

Es fühle sich komisch und beschämend an, wenn 30 Kinder in der Schule an einem vorbeigingen und keiner grüße. Und grüße dann der Erwachsene zuerst, höre man nur ein „Hallo, Hey oder Tschüss“. Hier gehe es auch um den Kulturverfall, sagte Limbrunner. Und befand: „Es wäre doch auch in der heutigen Zeit angebracht, wenn man mit ‚Grüß Gott‘ antworten würde, wenn man schon nicht als Kind zuerst grüßt.“ (che)

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