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Montag, 25. September 2017 17° 3

Ausstellung

„Malereien“ von Christian Kölbl

Der Falkensteiner Künstler arbeitet mit Öl. Auch Zeichnungen mit diversen Materialien, Aquarelle sowie unterschiedliche Druckverfahren fertigt er an.

  • Interessierte Betrachter erfreuten sich an Bildern und Ausstellung. Fotos: rfa
  • „Nips 2.0“ sorgte für die musikalische Gestaltung der Vernissage.
  • Künstler Christian Kölbl

Falkenstein.„Malereien“ lautet der Titel einer Ausstellung des jungen Falkensteiner Künstlers Christian Kölbl, dessen Werke, 20 an der Zahl, bis 19. Oktober, jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr, im Alten Lokschuppen zu sehen sind.

In der Ausstellung zeigt Christian Kölbl, wie er dem Bayerwald-Echo vor der offiziellen Ausstellungseröffnung mitteilte, „bildlich Gedanken, Ängste und Zustände, die durch das Alltagsleben entstehen“. Ideen der motivgeladenen Bilder sucht er meist in der Kunstgeschichte und verbindet diese mit den Situationen unserer Zeit. Durch bewusstes Spielen mit der Abstraktion und Naturalismus möchte er mehr Interpretationsraum für den Betrachter schaffen und dessen Fantasie anregen.

Zur Vernissage am Samstagabend fanden sich neben den Familienangehörigen auch Bürgermeister Thomas Dengler und einige Marktgemeinderatskollegen sowie zahlreiche Kunstinteressierte in dem mittlerweile weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten historischen Bauwerk ein.

„NiPs 2.0“ gab Startsignal

Das musikalische Startsignal zur Eröffnung gab das Gitarrentrio „NiPs 2.0“ – der Name steht für „Nobody is perfect“ – mit Franz Prem, Helmut Kölbl, dem Vater des Künstlers, und Florian Engl mit dem Lied „Hiroshima“ der britischen Popgruppe „Wishful Thinking“. Das Trio begleitete auch in der Folgezeit die Ausstellungseröffnung vokal und instrumental.

Bürgermeister Dengler freute sich, im Alten Lokschuppen einmal mehr ein großes Vernissage-Publikum begrüßen zu können, wobei sein spezieller Gruß den Familienangehörigen des Künstlers, Laudator Jonas Höschl aus Regensburg sowie den Eigentümern des Ausstellungsgebäudes, Monika und Gerd Frank, galt. In Erinnerung an die viel zu früh verstorbene Falkensteiner Künstlerin Hanne Schlüter und weitere Künstlerinnen aus der Marktgemeinde zeigte sich das Gemeindeoberhaupt stolz darauf, mit Kölbl erneut einen Künstler aus Falkenstein präsentieren zu dürfen.

„Erst seit einem Jahr setzt sich der Ausstellende mit der Kunst, dafür jedoch um einiges intensiver als manch anderer, auseinander und besucht zurzeit die Fachoberschule für Gestaltung in Straubing. Für die Zukunft strebt er für kommendes Jahr ein Studium der Freien Malerei an“; mit diesen Worten eröffnete Jonas Höschl seine Laudatio.

Während Christian Kölbl, so der Laudator weiter, in seinen ersten beiden Sammelausstellungen – die letzte fand zusammen mit Barbara Höcherl im Akademie-Saloon in Regensburg statt – seine Wurzeln und den Antrieb für sein Schaffen mit dem alles und nichtssagenden Begriff Surrealismus noch bestimmt und klar benannt habe, habe er bis heute, seiner ersten Einzelausstellung, eine rasante Entwicklung sowohl inhaltlich als auch technisch hingelegt.

Auch technisch weiterentwickelt

Neben der an Inhalt gewonnenen Reife habe sich der Künstler aber auch technisch weiterentwickelt. Die Vielseitigkeit sei ihm dabei aber geblieben, was die Arbeiten schon bei nur oberflächlichem Betrachten verraten würden. Als Beispiel hierzu nannte er das Werk „Identität“. So arbeite Kölbl erkennbar vielseitig mit dem Medium Öl, aber auch Zeichnungen mit verschiedenen Materialien – Aquarelle und unterschiedliche Druckverfahren fertige er mit einer nicht enden wollenden Leidenschaft und Hingabe an.

Ausgeklügelte Präsentation

Wie der Laudator weiter feststellte, sei eine Erweiterung in dieser Ausstellung allein durch ausgeklügelte Präsentation gelungen. So stünden durch eigens angefertigte Trennwände die Arbeiten klar auf weißem Grund, die Trennwände fügen sich jedoch auch in den Raum als für sich stehendes architektonisches Objekt, wodurch die Wirkung der Räumlichkeiten an sich in keiner Weise verloren gehe.

Höschl: „Das Kapitel zum White Cube von Nicola Zepter endet mit der Frage: „Stimmt es wirklich, dass Kunst heute unser Leben bereichert und aufregender macht?“. Diese Frage überließ der Laudator den Eröffnungsgästen, die sie sich bis zum 19, Oktober in den Räumlichkeiten des Lokschuppens selbst beantworten könnten. (rfa)

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