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Region Cham
Dienstag, 16. Januar 2018 7

Rückblick

Mehr Platz für Neues in Bad Kötzting

Seit Jahren wandelt sich der Spitalplatz zu einer beliebten Wohnadressen in der Stadt. Aber auch anderswo tat sich was.
Von Stefan Weber

Gleich zwei alte Gebäude mussten auf dem Spitalplatz weichen, um Platz für neue Wohnungen zu schaffen.Fofo: wf

Bad Kötzting.Als die Stadt 2009 beschloss, das marode Gebäude der Bürgerspitalstiftung abzureißen, war wohl kaum abzusehen, wie sich der früher eher außerhalb gelegene Platz entwickeln würde. Noch im Jahr zuvor hatte ein städtebauliches Gutachten gefordert, die „Spital-Vorstadt“ fester an das Zentrum zu binden. In der Zwischenzeit sind nicht weniger als sieben Gebäude neu entstanden, von denen die Hälfte im vergangenen Jahr fertiggestellt beziehungsweise im Rohbau hochgezogen wurde.

Auffällig ist, dass es vor allem Wohngebäude sind, die seit Jahren gebaut werden.

2009: Das marode Gebäude des Bürgerspitals wird abgebrochen, das Grundstück verkauft. Foto: al

Den Anfang machte die Residenz am Regen bereits Anfang der 1990er-Jahre. Die Wohnungen werden an Urlauber vermietet. Zwei Büro-, zwei Restaurant- und drei Wohngebäude sind seitdem gebaut worden, wofür jeweils ältere Bauten hatten weichen müssen.

Hohe Nachfrage an Wohnungen

Das größte Projekt in diesem Jahr, das begonnen wurde, war das Mehrparteien-Haus, das Wolfgang Bauer unweit des Goggolori errichten lässt. Dafür wurde im Frühjahr mit dem Abriss eines älteren Gebäudes begonnen, um dann möglichst zügig mit dem Bau des neuen beginnen zu können. Mittlerweile steht der Rohbau, im Laufe dieses Jahres wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Suche nach dem Abbruch

Es war ein heißer Sommer dieses Jahr – nicht nur mit Blick auf die Temperaturen, sondern auch imBaugewerbe. Bezeichnend war, dass für die zahlreichen (und...

2012: Es entstehen ein Büro- und ein Wohnhaus sowie unweit davon ein weiteres Bürogebäude. Foto: wf

Nicht weit davon entfernt musste in diesem Jahr ebenfalls ein älteres Gebäude einem neuen weichen. An der Einfahrt zum Kinderhaus wurde ein Mehrfamilienhaus abgerissen, das ursprünglich hätte saniert werden sollen. Der Besitzer entschied sich im Laufe des Jahres dann aber doch für den Abbruch. Entgegen der früheren Planung wird nun – so wurde in der vorletzten Sitzung des Stadtrates bekannt – das neue Gebäude, das mittlerweile schon steht, nicht für die reine Wohnnutzung bereitgestellt. Nur die oberen beiden Stockwerke werden als Wohnungen gebaut, im Untergeschoss entsteht eine Fläche für eine Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde.

Weitere große Projekte in Arbeit

2016: Am östlichen Rand des Spitalplatzes entsteht ein Büro- und Wohngebäude mit sieben Wohnungen. Foto: wf

Niedrige Zinsen und nicht zuletzt der hohe Bedarf an Wohnungen in der Stadt – vor allem für Singles – haben auch im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Preise für Grundstücke ebenso hoch blieben wie die Nachfrage. Das zeigt sich auch an anderen Orten in der Stadt. So wuchsen im Neubaugebiet Arberstraße die Einfamilienhäuser, und auch in diesem Jahr wird hier weiter kräftig gebaut werden.

Am neuen Friedhof wird die Erschließung eines weiteren neuen Baugebietes dieses Jahr voraussichtlich zum Abschluss kommen, und in der Innenstadt entsteht anstelle des ehemaligen Gasthauses Miethaner ein Geschäftshaus neu.

Am beeindruckendsten zeigt sich die hohe Nachfrage allerdings wohl am Spitalplatz, dessen Erscheinungsbild sich in den vergangenen Jahren am stärksten verändert hat. Wie die Entwicklung weitergeht? Das bleibt abzuwarten. Flächen gäbe es hier noch, und wohl auch Investoren für größere Projekte.

2017: Neben dem Wohngebäude beim Goggolori entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Foto: wu

Aus der Erschließung neuer Baugrundstücke hat sich die Stadt schon vor einigen Jahren zurückgezogen. Bad Kötzting ist als Wohnort beliebt wie schon lange nicht mehr. Das zeigt sich auch an der hohen Zahl der Anfragen bei der Stadt, wie Bürgermeister Markus Hofmann schon früher erklärte. Es fehlt auch nicht an Plänen, weitere Baugebiete zu erschließen. 2018 könnte also wieder ein spannendes Jahr für Bauwillige werden – mal sehen, was die nächsten zwölf Monate bringen.

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