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Region Cham
Mittwoch, 22. November 2017 3

Schule

Mit Lebensmitteln richtig umgehen

Die dritte Klasse der Grundschule macht den „Ernährungsführerschein“. Zur Auftaktveranstaltung kamen zwei Fachfrauen an die Schule.

  • Sabine Schropp, Ernährungsberaterin bei der AOK, stellte den Kindern den Inhalt der Kochkiste vor, die sie für die Schule mitgebracht hatte. Fotos: rse
  • Die Kinder durften selber Hafer für das Müsli quetschen.

MICHELSNEUKIRCHEN.Wie gesunde Ernährung aussieht und wie man mit Lebensmitteln umgeht, das erfahren die Mädchen und Buben der dritten Klasse der Grundschule Michelsneukirchen. Sie machen den „Ernährungsführerschein“. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Projekt im Rahmen von Ernährungsprävention, das von der AOK gesponsert wird und das für das eigenverantwortliche Arbeiten in der Küche begeistern soll.

Zur Auftaktveranstaltung und zugleich ersten Unterrichtseinheit sind zwei Ernährungsfachfrauen – Anita Rohrmüller, Meisterin in der Ländlichen Hauswirtschaft, und Sabine Schropp, Ernährungsberaterin bei der AOK – an die Schule gekommen.

Armin Scheitinger, Schulleiter und Klassenlehrer der Drittklässler begrüßte die zwei Ernährungsfachfrauen. Bei dieser ersten von sechs Unterrichtseinheiten – eine Einheit besteht je aus zwei Stunden – erfuhren die Drittklässler bereits eine Menge über ausgewogenes Essen und Trinken und den Umgang mit Lebensmitteln.

Anhand der Ernährungspyramide erklärte Anita Rohrmüller den Mädchen und Buben was und wie viel man täglich essen soll. Mit dabei war natürlich von Anfang an Kater Cook. Jede der acht Lebensmittelgruppen hat in der Pyramide ein eigenes Symbol und einen lustigen Namen und jeder Baustein steht für eine Portion. So erfuhren die Kinder zum Beispiel, das bei Obst und Gemüse, der „Familie Fruchtig und Frisch“, am besten fünfmal am Tag zugegriffen werden soll, bei „Frau Schleck“, die für Süßes und fette Snacks steht, dagegen nur einmal.

Anschließend stand ein praktischer Teil auf dem Programm. Ein Müsli wurde zubereitet.

Doch zuvor stellte Sabine Schropp den Drittklässlern die Kochkiste vor, die sie für die Schule mitgebracht hatte und die erstaunlich gut bestückt ist. Neben Müslischalen für alle sind verschiedene Schüsseln und Behälter, Schneidbretter, Messer, Reiben, Schneebesen und viele weitere Küchenutensilien enthalten, die sogar ein Arbeiten im Klassenzimmer möglich machen würden. Dann ging’s an die Arbeit: Obst wurde klein geschnitten, Hafer mit einer Mühle gequetscht und jeder durfte sich dann sein Müsli nach seinem Geschmack mischen und gemeinsam wurde dann gegessen.

Anita Rohrmüller besprach mit den Kindern zuvor Wissenswertes über die verwendeten Lebensmittel und den richtigen Umgang damit. Dabei waren natürlich auch wichtige Arbeitstechniken und Hygieneregeln bei der Küchenarbeit Thema.

Die weiteren Unterrichtseinheiten werden von Lehrkräften, vorwiegend von Hauswirtschaftslehrerin Anita Laußer, mit den Kindern umgesetzt. Und in der 6. Unterrichtseinheit findet dann die Prüfung, die aus Theorie und Praxis besteht, statt. Beim praktischen Teil geht es nicht nur darum, die Gerichte zuzubereiten, sondern auch um Tischknigge, und um eine schöne Essatmosphäre zu schaffen.

Zum Abschluss erhalten die Mädchen und Buben ihren persönlichen „Ernährungsführerschein“ als Bestätigung für die gewonnen Küchenkompetenzen. (rse)

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