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Krankheit

Mittelschule zeigt Ausstellung über Aids

„Der lange Weg – Stationen einer HIV-Infektion“ ist noch bis zum 28. Juli in der Pausenhalle der Mittelschule in Furth im Wald zu sehen.

Wolfgang Rießelmann vom Gesundheitsamt (links) eröffnete die Ausstellung in Anwesenheit von Schulleiter Hans Ziesler (Zweiter von links) und den Schülern der achten Klassen. Foto: fsh

Furth im Wald.Um das Thema Aids ist es still geworden. Die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache. Die Infektionen steigen seit 2000 wieder an. Waren es bei den Neuinfektionen 1999 noch 1500 Fälle, waren es 2013 etwa 3000. Das Gesundheitsamt veranstaltet deswegen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung die Ausstellung „Der lange Weg – Stationen einer HIV-Infektion“. Wolfgang Rießelmann vom Gesundheitsamt eröffnete sie am Donnerstagvormittag in Anwesenheit von Schulleiter Hans Ziesler, der Klasse 8aM mit Klassenleiter Andreas Kolbeck und der Klasse 8b mit Klassenleiterin Elisabeth Schächtl in der Mittelschule.

Die Ausstellung soll vor allem dazu beitragen, dass das Thema „HIV und Aids“ wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Der „Lange Weg“ zeigt die Facetten der Krankheit im medizinischen, psychologischen und gesellschaftlichen Bereich. Entstanden ist die Ausstellung in der AIDS-Beratungsstelle in Passau. Das Bayerische Zentrum für Prävention hat dieses Konzept übernommen und weiterentwickelt.

„Der lange Weg“ beschreibt die Situation eines Menschen im Umgang mit der erhaltenen Diagnose „HIV-Positiv“. Elf überlebensgroße Figuren stehen für die einzelnen Phasen und schildern Gefühle und Gedanken des Betroffenen.

„Mit diesen Figuren wollen wir Aids ein Gesicht geben, beschreiben, wie sich Aids heute zeigt“, erklärte Rießelmann und ergänzte: „Wir haben deshalb überwiegend den Betroffenen selbst das Wort gegeben.“

Sein Resümee: „Auf einer Ebene allein kann der Kampf gegen diese Krankheit nicht gewonnen werden. Auch wenn in der aktuellen Aids-Diskussion die hoffnungsvollen Aspekte überwiegen, sind doch weiterhin Anstrengungen notwendig, damit die Betroffenen ihren langen Weg mutig gehen können und die dabei notwendige Unterstützung von der Gesellschaft erhalten. Geben wir sie ihnen.“ Ziesler erklärte, dass das Thema HIV und Aids auch im Unterricht angesprochen wird. „Mit den Klassen acht und neun machen wir Aids-Präventionsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Herrn Rießelmann, und auch das Thema Sexualaufklärung steht auf dem Stundenplan“, erläuterte der Rektor. Auf die Frage, ob die Schüler sich auch an der Diskussion beteiligen und ob Hemmschwellen vorliegen, antwortete Rießelmann: „Die Schüler zeigen sich aufgeschlossen und stellen gezielte Fragen. Hemmschwellen sind wenig da, man kann mit allen offen über das Thema Sexualität und HIV oder Aids sprechen.“(fsh)

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