mz_logo

Region Cham
Dienstag, 21. November 2017 10

Bildung

Montessori-Schule feiert die Eröffnung

Am Wochenende gab es einen Festakt in Grafenwiesen, eine Schulparty prägte das Schulgründungsfest an der neuen Grundschule.

Bürgermeister Dachs übergab Blumen an die Verantwortlichen im Montessori-Team. Foto: khp

Grafenwiesen.Am Samstagnachmittag wurde mit viel prominenten Gästen das Gründungsfest der Montessori-Grundschule in Grafenwiesen gefeiert. Der enorme Einsatz und das „Nicht-locker-lassen“ der beiden Initiatorinnen Christel Gmach und Martina Schlecht haben sich gelohnt und tragen bereits seine Früchte.

Schulleiterin Alexandra Grosskopf war hocherfreut, so viele Gäste in der Schulaula begrüßen zu können. Sie betonte vor allem die freundliche Aufnahme der Kinder und Lehrkräfte in Grafenwiesen, und dass sich alle sehr wohl fühlen. So bezeichnete Andrea Wazlawiz den im Pausenhof gepflanzten Gingkobaum als ein Denkmal für den Frieden.

Landrat Franz Löffler staunte über das vollbrachte Werk und stellte fest, dass Montessori in der Bildungslandschaft einen festen Platz habe. Nach seinen Worten soll jedes Kind seinen notwendigen Raum erhalten, um später den Anforderungen des Lebens gerecht werden zu können. Dieser Leitgedanke habe sich – wie die Montessori-Schule in Oberried zeige – „beseelt“. Löffler sprach der Gemeinde und dem Trägerverein Respekt aus. Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp ließ den manchmal steinigen Weg in den vergangenen eineinhalb Jahren Revue passieren und verwies auf die Hartnäckigkeit der Gemeinde, mit der Idee von Maria Montessori Lösungen für die Kinder zu suchen. Wären die Bürger und Gemeindevertreter nicht mit so viel Engagement hinter der Sache gestanden, gäbe es diesen Festakt nicht. Bürgermeister Josef Dachs betonte den starken Willen und Einsatz von Christel Gmach und Martina Schlecht, die in einer vertrauensvollen Art den Grundstein für die Montessori-Schule gelegt hatten. Natürlich habe die Verwirklichung des Projektes die entsprechenden Partner gefordert. Man fand sie – trotz der räumlichen Entfernung und zwei verschiedenen Regierungsbezirken – in der Montessori-Schule Bayerwald mit Sitz in der Gemeinde Drachselsried.

Dachs zeigte sich überzeugt, für die Kinder etwas geschaffen zu haben, das ihnen zum Wohle gereichen werde. Er stellt der Schulfamilie in Aussicht: „Meine Tür steht immer offen, wenn es irgendwo brennt.“ Monika Goham, Gründungsmitglied der Montessori-Initiative Bayerwald und langjährige Geschäftsführerin, richtete den Blick vor allem auf das ehrenamtliche Engagement der Vorstandsmitglieder. Das Alleinstellungsmerkmal der neuen Bildungsstätte „Empathie des Her-zens“ stehe auch für den Auftrag, ein friedvolles Miteinander zustande zu bringen. Ihr Dank galt dem hervorragenden Netzwerk, das die Schulgründung ermöglicht habe. Vorstandsmitglied Markus Ziesche zitierte das Gesetz: Es öffne sich immer wieder eine Türe, wenn sich eine andere geschlossen habe. Nachdem sich an der Oberrieder Montessori-Schule der Gedanke eines Schulhausneubaus zerschlagen hatte, tat sich am 13. März dieses Jahres eine neue Tür auf mit einer Schule in einem anderen Regierungsbezirk. Dank der Vorarbeit des Grafenwiesener Montessori-Projektteams habe die Antragsschrift fristgerecht bei der Regierung eingereicht werden können.

Bürgermeister Dachs überreichte an Alexandra Grosskopf, Christel Gmach, Martina Schlecht, Steffi Lemberger und Monika Goham abschließend je einen bunten Blumenstrauß. Danach schloss sich eine Schulparty mit Schulhausführung, Materialbesichtigung und nicht zu vergessen verschiedene Kindereinlagen und Kinderspiele an. (khp)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht