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Region Cham
Sonntag, 24. September 2017 18° 3

Gastronomie

Neue Pächterin auf dem Haidstein

Monika Geiger betreibt nun die Ausflugs-Hütte bei Bad Kötzting. Der Betrieb des Gasthauses wird im Oktober starten.
Von Fred Wutz

Der Handschlag der neuen Pächterin Monika Geiger mit Forstdirektor Hubert Maier besiegelt den fünfjährigen Pachtvertrag für die Hütte am Haidstein. Dass alles nach Monaten „in trockene Tücher“ kam, freut auch (v. l.) Josef Geiger, Thomas Feigl, Michaela Geiger und Johann Reiser, sowie (v. r.) Cornelia Kärtner und Reinhard Hahn. Foto: Fred Wutz

Bad Kötzting.Ein monatelanges Ringen um die Beendigung eines Pachtverhältnisses und den Abschluss eines neuen Vertrages für die Hütte am Haidstein – wobei gleichzeitig eine Sanierung des Gebäudes und seiner Einrichtung lief – fand am Freitagvormittag einen formellen Abschluss. Was schon vor Monaten die Vögel von den Waldbäumen gepfiffen hatten, machte Forstdirektor Hubert Meier öffentlich und stellte Monika Geiger als neue Pächterin vor.

Der Haidstein ist 742 Meter hoch und weist einen kegelartigen Aufsatz auf flach verlaufenden Hängen auf. Eine Sage überliefert, dass dort zwei Riesen ihre Burg hatten. Historisch erfasst ist dort im 12. Jahrhundert die Burg eines Ritters Babo. Foto: Fred Wutz

Meier machte deutlich, dass die Entscheidung schon vor längerer Zeit gefallen war, die offizielle Bekanntgabe aber „bewusst verzögert“ worden sei. „Die Hütte am Haidstein hat Gewicht gehabt, und sie wird es behalten“, betonte der Forstdirektor. Seitens der Bayerischen Staatsforten seien nach einer ersten Renovierung im Jahr 2010 – die rund 300 000 Euro gekostet habe – noch einmal etwa 200 000 Euro aufgewendet worden.

Erschließung ist perfekt

Das Nebengebäude der Haidsteiner Hütte ist in erster Linie Lager für den Betrieb. Im Rahmen der Sanierung erhielt es ein gefälliges Aussehen, wobei allerdings die Funktion der wesentliche Aspekt ist, wie bei der Übergabe am Freitag betont wurde. Foto: Fred Wutz

Wie Meier darstellte, wurden eine neue moderne Küche und eine Schankanlage installiert. Auch die Holzverkleidung, die Isolierung und die Heizung des Gastraumes wurden verbessert bzw. erneuert. Für das Gastzimmer wurden auch eine vollständig neue Möblierung angeschafft – Tische, Bänke und Stühle aus naturbelassenem Eichen- und Ahornholz. Auch das Nebengebäude der Hütte wurde renoviert, so der Forstdirektor. Es gebe einen eigenen Brunnen zur Wasserversorgung und eine Kläranlage. Strom- und Telefonanschluss seien vorhanden, auch eine Brennstoffversorgung über einen Flüssiggastank.

Die neue Pächterin, Monika Geiger, stammt aus Rittsteig und hat als gelernte Hauswirtschafterin laut Meier „jede nötige Qualifikation“. 2014 habe sie den Bayerischen Wirte- und Unternehmerbrief verliehen bekommen. Sie werde von ihrer Schwester Michaela unterstützt, einer gelernten Restaurantfachfrau und Betriebswirtin für Ernährungs-, Versorgungsmanagement. Auch Vater Josef helfe im Bedarfsfall mit.

Ein zentraler Punkt ist der Haidstein in Sachen Wandern. Sternförmig laufen hier Wanderwege aus Blaibach, Bad Kötzting, Rimbach, Weiding, Arnschwang und Grafenwiesen zusammen. Auch der Baierweg führt von Rimbach über den Haidstein nach Bad Kötzting. Foto: Fred Wutz

Mit der offiziellen Schlüsselübergabe und einem Handschlag bekräftigten Meier und die neue Pächterin den Abschluss des Pachtvertrages, der per 1. September gilt. Den Betrieb wird die Hütte am Haidstein im Oktober aufnehmen, so Monika Geiger. Es werde eine hochwertiges Angebot an Getränken und Speisen geben, geplant sei „eine kleine, aber feine Karte, mit drei oder vier warmen Gerichten, Brotzeiten und hausgemachten Kuchen unter regionalen Gesichtspunkten – alles im Sinne der Gäste“.

Forstdirektor Meier betonte, dass die Bayerischen Staatsforsten „Glück, Erfolg und Freude mit der Haidsteiner Hütte wünschen“. Der Pächter-Wechsel habe nun doch einige Zeit in Anspruch gebraucht. Das habe seinen Grund in vertraglichen Dingen.

Zwei Renovierungsschritte

St. Ulrich auf dem Haidstein ist eine kleine Wallfahrtskirche. Sie steht an der Stelle der früheren Burg. Wolfram von Eschenbach besingt im „Parzival“ die Schönheit der „edlen Frauen vom Haidstein“. Er hat sich ganz offensichtlich hier aufgehalten. Foto: Fred Wutz

Anfang des Jahres 2017 war die bisherige Pächterin der Hütte am Haidstein abgezogen. Schon zuvor war das Anwesen, das im Besitz der Bayerischen Staatsforsten steht, in wesentlichen Teilen renoviert worden. In der Vergangenheit hatte es Versuche von privater Seite gegeben, die Hütte am Haidstein zu erwerben; dies war jedoch nach Informationen unseres Medienhauses seitens der Staatsforsten nicht in Betracht gezogen worden Mit einer weiteren Renovierung wurde der jetzige Zustand hergestellt.

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