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Region Cham
Sonntag, 17. Dezember 2017 9

Gesundheit

Neuer Schwung dank neuer Hüfte

Zwei Patienten entschieden sich für Operation bei Sana in Roding – und können wieder ohne Krücken und ohne Schmerzen gehen.

Dr. Dirk Ernst zeigt das neue Hüftgelenk, das zementfrei im Oberschenkelknochen und in der Hüftpfanne (Modell) verankert wird. Foto: Sana

Roding.Heftige Schmerzen und immer stärker werdende Bewegungseinschränkungen: Schließlich waren beide an dem Punkt angelangt, an dem es einfach nicht mehr ging. Georg H. aus Loibling bei Roding und Peter P. aus Grafenwiesen berichten, weshalb sie sich für eine Hüftersatzoperation bei Dr. Dirk Ernst, Chefarzt für Chirurgie am Sana Krankenhaus Roding, entschieden haben.

„Ich dachte, ich komm den Berg nicht mehr herunter“, erinnert sich Peter P. aus Grafenwiesen. Als er im Frühjahr 2017 den großen Falkenstein bestieg, machte ihm vor allem der Rückweg große Probleme. Jede Bewegung schmerzte, jeder Schritt wurde zur Qual.

„Für mich stand deshalb fest, jetzt muss ich etwas tun“, erklärt der 70-Jährige. Bereits vor einem Jahr hatte er Dr. Bernhard Pamler, den ehemaligen Chefarzt für Chirurgie am Sana Krankenhaus Roding aufgesucht, doch wurde die Entscheidung für eine Hüftoperation von ihm immer wieder nach hinten verschoben. Peter P.: „Sein Nachfolger, Dr. Ernst, erklärte mir dann, dass eine Operation unumgänglich sei“.

Ähnlich ist der Fall bei Georg H. aus Loibling. Auch er entschied sich erst nach Monaten voller Schmerzen im Mai zur Operation. „Ich dachte immer, am Knie fehlt was, dabei strahlte der Schmerz von der Hüfte aus. Ohne Krücken konnte ich kaum mehr gehen“, schildert der Loiblinger seinen damaligen Zustand. Auch für ihn stand nach Rücksprache mit seinem Hausarzt fest – als Krankengymnastik und herkömmliche Mittel nicht mehr halfen – er geht ins das Sana Krankenhaus Roding.

Der Eingriff

  • Technik

    Der Eingriff erfolgt über einen zehn bis 15 Zentimeter langen Hautschnitt. Bereits mit den notwendigen Voruntersuchungen wird eine OP-Planung erstellt, in der die Knochen ausgemessen und die ungefähre Größe des Gelenkersatzes bestimmt wird.

  • Operation

    Als erstes entfernt der Operateur den kaputten Hüftkopf und präpariert die Hüftpfanne so, dass die neue künstliche Pfanne fest eingeklemmt werden kann. In die künstliche Pfanne wird dann die Kunststoffschale eingesetzt, die als eine Art „Kugellager“ für den künstlichen Hüftkopf dient. Nach dem Umlagern des Oberschenkels fräst der Chirurg im Anschluss der Oberschenkelknochen auf. Mit einer Formraspel wird der Knochen präpariert und das künstliche Gelenk mit der so gennannten „press fit-Methode“, also mit Druck eingesetzt. Bei dieser Zementfreien Methode wird mittels Röntgen während der Operation der korrekte Sitz und die optimale Größe überprüft. Nach dem Wiedereinrenken werden Drainagen gelegt, und die Eingriffsstelle wird vernäht.

  • Heilung

    Je nach Knochenbeschaffenheit kann der Patient schon wenigen Tage danach die neue Hüfte voll oder mit halbem Körpergewicht belasten.

„In beiden Fällen war Arthrose, also eine Abnutzungserscheinung, die Ursache“, erklärt Dr. Dirk Ernst, Chefarzt der Abteilung für Chirurgie am Krankenhaus Roding, der beide Patienten erfolgreich behandelt hat. Der Eingriff selbst, der rund eineinhalb Stunden dauert, ist Routine für den erfahrenen Chirurgen. Bereits am Folgetag darf der Patient aufstehen und das neue Hüftgelenk kontrolliert belasten. Das Treppensteigen ist nach wenigen Tagen möglich. Eine dreiwöchige Rehabehandlung schließt sich an.

Beide Patienten bestätigen im Nachhinein unisono: „Mir geht’s jetzt wieder gut“. Der Eingriff ist bei beiden Männern problemlos verlaufen, beide sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Für sie war das Sana Krankenhaus Roding die richtige Wahl. Sowohl Georg H. als auch Peter P. können jetzt wieder ihren Hobbies und der täglichen Arbeit nachgehen – ohne Krücken und ohne Schmerzen.

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