mz_logo

Region Cham
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Partei

Politik begreifbar machen

Der Landrat stellte sich in Walderbach beim CSU-Ortsverband ein. Sein ambitionierter Vortrag rankte sich auch um „bewegte Zeiten“.

Ludwig Strahl freute sich unter anderem über den Besuch von Landrat Franz Löffler. Auch dieser lauschte mit Interesse Strahls Bericht. Foto: run

Walderbach.Zur Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Walderbach hieß Vorsitzender Ludwig Strahl neben den Mitgliedern auch Bezirkstagspräsident und Landrat Franz Löffler, Ehrenvorsitzenden Georg Niemeier und seine Vorstandschaft willkommen. Strahl berichtete über die Geschehnisse im vorigen Jahr, was wiederum Tobi Niemeier mit Bildern unterlegt hat. Der Mitgliederstand von 65 ist stabil. Das Bockbierfest mit Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer war wieder Höhepunkt im Walderbacher CSU-Jahr. Mit von der Partie waren auch wieder die Politrentner Georg Niemeier und Ludwig Knogl, denen man im vergangenen Jahr nicht nur zum 70. Geburtstag gratulieren konnte, sondern auch zur Bürgermedaille. Aus dem Gemeinde- und VG-Rat berichtete Strahl, er lobte die harmonische Zusammenarbeit in den Gremien. Aktuelle Themen sind hier die Schaffung von Bauplätzen, die Renovierung des alten Rathauses sowie der Neubau des Feuerwehrhauses und Neubau des Kindergartens mit Krippe an der Schule mit guten Fördergeldern und optimalem Zeitplan, die Errichtung von zwei Hotspots im Rathaus und in der Büchs’n, Ausbau der Staatsstraße nach Dieberg und Straßensanierungen. Hauptthema im VG-Rat waren Personalfragen mit Neueinstellungen und Umstrukturierungen im Amt.

Klappt es nun mit einer erneuten GroKo? – Dies gab Ludwig Strahl zu bedenken in Anbetracht der aktuellen Sonderungsgespräche.

Kassier Rupert Kulzer berichtete über einen soliden Kassenstand. Nachdem beim OV die Kassenprüfer jedes Jahr gewählt werden, erhielten die beiden bisherigen Kassenprüfer Sporer und Dr. Bauer erneut von der Versammlung das Vertrauen.

Löffler zeigte „Brandherde“ auf

Die Politik für die Bevölkerung begreifbar machen – dies ist stets das Ansinnen von Landrat Franz Löffler, der in Walderbach einen ambitionierten Vortrag hielt. Es sprach von „bewegten Zeiten“ in der Welt und zeigte „Brandherde“ auf, wobei deutlich zu betonen ist, dass man in Deutschland stets tangiert und involviert sei. Über 70 Jahre Frieden und der deshalb mögliche Wohlstand seien nicht selbstverständlich. Die EU würde man nicht zuletzt deshalb brauchen, um mit den großen Märkten der Welt mithalten zu können. Je mehr die Welt aus den Fugen geraten ist, umso mehr brauche man ein stabiles Deutschland. Was die Regierungsbildung in Form einer „GroKo“ anbetrifft, so könne man nur hoffen, dass sich die Parteibasis der SPD besinnt, damit eine stabile Regierung Realität wird. Löffler legte hervorragende Arbeitslosenzahlen im Landkreis Cham vor. Auch verfügt der Bund über einen ausgeglichenen Haushalt, Bayern bereits seit 14 Jahren, sogar seit fünf Jahren mit Schuldenabbau. Doch kommt der Aufschwung bei jedem an? – Nicht, dass die Schere zwischen arm und reich zu weit auseinandergehe. Der Staat müsse für jeden Einzelnen greifbarer werden, er muss dort vorkommen und sich auch wiederfinden. Mit Steuerentlastung und schrittweisem Abbau des Solis, der Mütterrente blickte er positiv in die Zukunft. Weiter der Abwandlung der Grundsicherung in eine Grundrente, wo Arbeitnehmer, die 35 Jahre gearbeitet haben, mit zehn Prozent über der Grundsicherung „belohnt“ würden und insoweit Kindererziehung und Pflege von Angehörigen Berücksichtigung finden.

Weiter ging es in Löfflers Ausführungen um die Einführung eines Baukindergeldes, die Absenkung der Arbeitslosenversicherung, die Krankenkassenbeiträge und die würdigende Bezahlung von Pflegekräften sowie die Stärkung der Polizei.

„Sein Recht nicht verlieren“

„Ein Rechtsstaat darf sein Recht nicht verlieren“, verwies er auf die Abschiebung von straffälligen Asylbewerbern. Auch bezog er klare Meinung zum Familiennachzug. Mit Blick auf Bayern sei die Personalfrage in der CSU-Führung gut gelöst worden. Weiter erklärte der Landrat ausführlich die Straßenausbausatzung (die es in Walderbach nicht gibt), den sogenannten Flächenfraß und die Schweinekrankheit ASP.

Konkret in der Gemeinde berichtete Landrat Franz Löffler vom Straßenbau mit Geh- und Radweg der Kreisstraße nach Dieberg. (run)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht