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Region Cham
Sonntag, 19. November 2017 11

Ferienprogramm

Polizisten über die Schulter geschaut

30 Kinder wollten einmal selbst Polizist sein. Sie erlebten einen informativen Nachmittag in der Further Inspektion.

  • Mit der Laserpistole konnten Geschwindigkeit und Entfernung der Fahrzeuge gemessen werden. Fotos: fsa
  • Einige Kinder hatten keine Angst, in der Polizeizelle eingesperrt zu werden.
  • Inspektionsleiter Thomas Hecht begrüßte die Kinder und ihre Eltern.

Furth im Wald.Jedes Jahr öffnet anlässlich der Further Ferienfreizeit die Polizeiinspektion in der Dabergerstraße ihre Türen. 30 Kinder, der größte Teil begleitet von ihren Eltern, nutzten die Gelegenheit zu einem Einblick in die Arbeit der Polizeibeamten.

Inspektionsleiter Thomas Hecht erläuterte, dass die Polizei zuständig sei für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Darum werden Polizeibeamte auch Ordnungshüter genannt. Unterstützung erhält die Inspektion von der Schleierfahndungsgruppe am Schafberg und der Polizeistation in Waldmünchen.

Zuerst wurden die unterschiedlichen Farben der Polizeifahrzeuge erläutert. Bis Ende 2017 werden die Polizeibeamten mit neuer Uniform ausgestattet. Deshalb wurden im Vorgriff Fahrzeuge farbig passend in Silber/Blau geliefert. Die alten Fahrzeuge in Grün bleiben im Einsatz bis sie ausgesondert werden.

Den Kindern hatten dann Gelegenheit zu einem Einblick in die Arbeit der Polizeibeamten. Dies begann mit einem Highlight, einer Hundevorführung. Manfred Schloder und Robert Ferino aus Regensburg zeigten, was ihre Hunde alles Können. Der Polizeidienststelle in Regensburg stehen elf ausgebildete Hunde zur Verfügung – je vier für Rauschgift und Sprengstofffund und einer für die Personensuche. Zwei Junghunde stehen derzeit in Ausbildung. Zwei Hunde hatten die Beamten mitgebracht, und zwar einen für das Schnüffeln von Drogen und der andere für die Sprengstoffsuche. Die Ausbildungszeit dauere in der Regel zwei Jahre. Die Polizeihunde bleiben auch nach Dienstschluss bei ihren Diensthundeführer.

Weiter wurde die Arbeit der Schleierfander vorgestellt. Diese Kollegen tragen keine Uniform, sie sind also in Zivil und mit einem Fahrzeug unterwegs, dass man nicht Polizeibeamten zuordnen kann. Die Schleierfander wurden notwendig, nachdem die Grenzen aufgelöst wurden. Markus Schwägerl erläuterte, was in diesem neutralen Fahrzeug so alles mitgeführt werden muss. Wichtig sei eine komplette Schutzausrüstung mit Schulterstütze und Unterleibschutz. Natürlich haben die Schleierfahnder auch ein kleines Büro mit Computer im Kofferraum. Alle Fahrzeuge sind hochmotorisiert, haben Allradantrieb und bis zu 300 PS unter der Haube.

Auf drei Gruppen aufgeteilt wurde den Kindern die Handhabung mit der Laserpistole durch Holger Bäumler nahe gebracht. Natürlich durften die Kinder auch in ein Polizeifahrzeug steigen. Weiter ging es in den Wachbereich. Einblick gab es auch in den Waffenschrank. Intensiv in Augenschein genommen wurden die beiden Ausnüchterungszellen, auch schwedische Gardinen genannt. Manfred Dietl zeigte den Kindern, wie Fingerabdrücke oder Bilder von Personen, die strafbare Handlungen gemacht haben, mittels Computer gefertigt und gespeichert werden. Am Schluss wurden die Kinder mit Ausweisen belohnt, die besagen, dass sie nun den Titel eines Kinder-Kommisars tragen dürfen. (fsa)

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