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Region Cham
Mittwoch, 22. November 2017 7

Kommune

Reger Betrieb am Erlebnisspielplatz

Die Rötzer Kinder haben besonders Spaß an der Matschanlage, freuen sich aber auch über die sonstigen Geräte.
Von Günther Hofmann

Im Matsch und im Wasser ist es schön. Darüber sind sich die Kinder einig. Die Mütter zeigen Verständnis und haben Ersatzkleidung dabei. Fotos: Hofmann

Rötz.Was kann man an einem goldenen Oktobertag alles anstellen. Radfahren, Wandern oder einfach seine Kinder nehmen und zum neuen Erlebnisspielplatz an der Rötzer Schwarzachbrücke gehen.

Wie bereits berichtet wurde im Sommer in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung und den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) während eines Workcamps ein Erlebnisspielplatz errichtet. Neben den 16 Jugendlichen aus neun Ländern war auch der Rötzer Stadtbauhof wesentlich mit darin eingebunden.

Das Robinienholz ist so schwer, dass es nur mit dem Kran an die richtige Stelle gehoben werden kann. Genaues Arbeiten ist beim Stadtbauhof-Team gefragt, damit nach Fertigstellung die Seilbahn auch gut läuft. Fotos: Hofmann

Dass da etwas Herrliches geschaffen wurde, zeigte sich in den letzten Tagen. Viele Mütter kamen mit ihren Kindern zu diesem Idyll, um ein paar unbeschwerte Stunden dort zu verbringen. Ihren Kindern wurde es nicht langweilig, ganz ohne Handy, Computer oder sonstigem modernen Gerät. Da waren ganz andere Dinge vorrangig und wichtig. Richtiges Schuhwerk, wie zum Beispiel Gummistiefel, und natürlich das passende Spielzeug. Da sah man Schaufeln, Eimer, Bagger und noch vieles mehr. Und vor allem machte es nichts aus, wenn der Dreck spritzte oder das Wasser mal in die Gummistiefel hineinschwappte. Es war einfach nur schön anzusehen, wie sich die Kinder vergnügten und sich auch untereinander alle vertrugen.

Die Klettergeräte, die im Erlebnispark aufgebaut sind, bieten vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Man kann seine Kraft zeigen und sich entlang hangeln. Geschult wird auch der Gleichgewichtssinn beim Gang über die Schlucht. Fotos: Hofmann

Auch den Müttern war die Freude ins Gesicht geschrieben, aber sie hätten noch ein paar Wünsche an die Stadt, die sie gegenüber unserem Medienhaus äußerten. So ist neben der Matschanlage nur eine Bank aufgestellt. Und weil die Wasserpumpe der Mittelpunkt des Spieltriebs ist, wären noch mehr Sitzgelegenheiten schon gut. Mit einem Lachen meinten sie dann noch, dass auch ein Tisch nicht schlecht wäre, dann könnte man auch Kaffeetassen abstellen.

Auch Steinen kann man Töne entlocken. Das haben die Kinder bereits entdeckt – und ihren Spaß daran. Fotos: Hofmann

Wenn schon vollgepackt mit Wechselwäsche, frischen Schuhen, Süßigkeiten und Brotzeit für die Kinder, wäre auch für Kaffee noch Platz. „Und zum Entspannen wären auch noch ergonomischen Liegen nicht schlecht,“ meinten die Mütter mit einem Augenzwinkern. Da auch zufällig Bauhofleiter Rudi Christoph vorbeikam, trugen sie ihm gleich ihre Wünsche noch vor. „Schau ma mal“ meinte der Rudi in Beckenbauer-Manier. Er meinte, dass solche Liegen sowieso im Gesamtkonzept enthalten seien.

Die Kinder waren auf jeden Fall Feuer und Flamme am Spielplatz und probierten alle Geräte aus: Sitzen auf den Klangsteinen, Gehen über wackelige Holzbohlen oder Klettern über Hindernisse. Es wird so viel geboten, dass einem nicht langweilig werden konnte.

Die Gefühle angesprochen werden auf einem eigens angelegten Barfußweg. Die einzelnen Felder sind mit den verschiedensten Materialien gefüllt – von feinen und groben Steinen über Holz in den unterschiedlichsten Formen. Fotos: Hofmann

Außerdem wird derzeit schon das nächste Highlight aufgebaut: eine Seilbahn, 25 Meter lang und etwa vier Meter hoch. Auch dieses Gerät wird wieder aus Robinien-Holz gefertigt. Diese Holzart ist witterungsbeständig und soll sehr lange halten. Es ist jedoch sehr schwer und muss so verwendet werden, wie es gewachsen ist. Es hat eine sehr schöne und glatte Oberfläche. Gut, dass Manfred Leopold und Martin Zisler vom Stadtbauhof einen Lkw mit Kran haben, sonst würde das Aufstellen der Seilbahn noch etwas schwieriger werden.

Als Resümee kann man auf jeden Fall feststellen, dass es ein Glücksfall für die Bürger ist, dass so ein herrlicher Spielplatz in Zusammenarbeit verschiedenster Stellen erstellt werden konnte – die Familien danken es durch die rege Nutzung.

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