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Event

Ritter kämpfen auf dem Cave Gladium

An diesem Wochenende schlagen Hunderte Lagernde auf den Wiesen vor der Stadt Furth im Wald ihre Zelte auf.
Von Evi Paleczek

Das Lager in Furth im Wald hat nicht nur viele Schmankerl zu bieten – es wird auch gekämpft. Foto: Simon Tschannerl

Furth im Wald.Eine längst vergangene Zeit wird an diesem Wochenende wieder lebendig in Furth im Wald. Jedes Jahr im August, am letzten Drachenstich-Wochenende, geht in der Grenzstadt das Cave Gladium über die Bühne. Zu dem großen Mittelalter-Lager kommen Hunderte Gewandete, um drei Tage lang ohne Uhr und mit Zelten in eine andere Welt einzutauchen. Die Mittelalterfans verkaufen an Ständen ihre Waren, bieten kulinarische Schmankerl feil, nehmen an den Kämpfen teil oder genießen einfach nur das Zusammensein unter Gleichgesinnten. Denn langweilig kann es auf dem Cave Gladium gar nicht werden. Ein buntes Programm aus Feuershows, Turnieren und Auftritten von Mittelalterbands bietet die drei Tage über rund um die Uhr Spannung für Groß und Klein.

Cave Cladium in Furth im Wald, Teil 2

Und in diesem Jahr ist es auch ein besonderes Cave Gladium, das 15. nämlich. Von einer relativ kleinen Veranstaltung am Anfang ist das Mittelalterlager in dieser Zeit zu einer richtigen Mittelalter-Stadt herangewachsen, der Verein Cave Gladium darf zu recht stolz auf das Erreichte sein. Und die Veranstalter dürfen sich über einen besonderen Höhepunkt zum Jubiläum freuen: Die bekannte Mittelalter-Band „Die Streuner“ ist die drei Tage vor Ort – zum ersten Mal. Eigentlich hätte man sich das gar nicht leisten können, sagt Jürgen Friedl vom Vorstandsteam des Vereins im Gespräch mit unserem Medienhaus. Aber die Band ist von sich aus auf das Cave-Team zugekommen: Sie wollten mal mit dabei sein bei dem Further Mittelalter-Lager. Und so ist man sich auch mit dem Preis einig geworden.

Die Streuner, Fatzwerk und Weibsvolk

Und die Band lockt bei ihren Auftritten viele Besucher vor die große Bühne. Für Musik sorgen an den drei Tagen zudem Fatzwerk – von Anfang an mit dabei auf dem Cave Gladium – und Weibsvolk. Die Veranstalter legen seit Anfang an großen Wert darauf, dass ohne Verstärker Musik gemacht wird. Das passe einfach besser zum Charakter des Lagers. Nur der Gesang und einzelne Instrumente werden mal verstärkt.

Hier sehen Sie ein Video von der Band Streuner:

Cave Gladium 2017: Die Streuner

Gegenüber der Bühne befindet sich ein umzäuntes Areal, auf dem sich die kleinen Lager-Besucher im Schwertkampf üben beziehungsweise herumtoben können – wenn nicht gerade Programm angesagt ist. Dort gehen abends nämlich auch die Feuershows über die Bühne, ein Zahnarzt zeigt, wie er sein Geschäft in früheren Zeiten erledigt hat, und Artisten jonglieren vor den neugierigen Augen der vielen Besucher.

Hier sehen Sie ein Video der Band Fatzwerk:

Cave Gladium 2017: Fatzwerk

Vor allem im vorderen Bereich des Lagers befinden sich auch die vielen Essensstände des Cave Gladium. Von Steckerlfisch und Flammkuchen über Drachenfleisch und Käsespätzle bis hin zu Crepes und mit Süßem gefüllten Knödeln ist für jeden Besucher das richtige dabei. Die Brauerei Dimpfl wartet mit einem Cave-Gladium-Bier auf, an einem der Stände gibt es besondere Tee-Sorten. Zum gemütlichen Beisammensitzen hat der Cave-Gladium-Verein viele Holztische und -bänke aufgestellt, zum Teil auch überdacht, auf denen sich die vielen Besucher unterhalten können.

Hier sehen Sie ein Video von der Eröffnung:

Cave Gladium 2017: Ansprache Bürgermeister

Wer übrigens „gewandet“ zum Cave Gladium kommt, der braucht keinen Eintritt zu bezahlen, macht es doch einfach ein schönes Bild, je mehr mittelalterlich gekleidete Leute sich auf dem Lager aufhalten, erklären die Verantwortlichen. Und wer noch keine mittelalterliche Gewandung hat, der wird auch diesbezüglich vor Ort fündig: Die Händler bieten Kleider, Rüstungen und Schuhe feil. Außerdem gibt es Schmuck, Taschen und Kopfbedeckungen.

Hier sehen Sie ein Video von der Feuershow:

Cave Gladium 2017: Feuershow

Auch für die kleinen Cave-Gladium-Besucher ist die drei Tage über so einiges geboten, ein acht Meter hohes historisches Riesenrad etwa und ein von Hand betriebenes hölzernes Kettenkarussell. Außerdem können die Mädchen und Buben zum Beispiel Speckstein schnitzen.

Impressionen vom Cave Gladium in Furth im Wald

An großen Kämpfen gab es die Große Feldschlacht sowie den Hussitenkrieg, die Schlacht von Taus, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand. Noch größer als 2016, zwar mit etwa der gleichen Anzahl an Kämpfern, aber mit sechs Wagen, so dass das Ambiente noch stimmiger war.

Die Vorbereitungen liefen seit Mitte Mai

Die Vorbereitungen für das Lager haben so richtig Mitte Mai begonnen, erzählt Jürgen Friedl vom Vorstandsteam des Cave-Gladium-Vereins. Vorher erfolgten aber bereits Wartungsarbeiten am Gelände. Die heiße Phase startete dann Mitte Juni. Seitdem waren die etwa zehn wirklich Aktiven des Vereins jedes Wochenende im Vorbereitungs-Einsatz. Die Infrastruktur ist mittlerweile so weit vorhanden, dass zehn Leute auch ausreichen zur Vorbereitung, sagt Friedl. Während des Lager-Betriebs sind dann natürlich mehr Cave-Gladium-Mitglieder im Einsatz, die dafür sorgen, dass auch alles glatt läuft.

Hier sehen Sie ein Video vom Hussitenkrieg:

Cave Gladium 2017: Die Hussitenschlacht

In Bezug auf das, was der Verein organisieren kann, gehen die Mitglieder mittlerweile sehr ruhig an die Großveranstaltung heran, sagt Friedl. „Wir haben sehr gute Leute.“ Und außerdem ist es schon die 15. Veranstaltung – was den Verein aber auch beeindruckt. Das Mittelalterlager habe sich in den vergangenen Jahren von einem kleinen Fest zu einem großen Spektakulum gemausert.

Impressionen vom Cave Cladium, Teil 3

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