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Region Cham
Mittwoch, 23. August 2017 24° 1

Drachenstich

Ritterpaar startet in den Festsonntag

Der Spielmannszug Grenzfähnlein zog durch die Straßen Furth im Walds zu Simon Fischer und mit ihm weiter zu Patricia Dums.

Die Ritterin überreichte Simon Fischer die von ihr festlich geschmückte Lanze.

Furth im Wald.Er gehört zur Tradition des Drachenstichs – der morgendliche musikalische Weckruf durch den Spielmannszug Grenzfähnlein. Die Schlafenszeit in der Nacht zum Sonntag am ersten Drachenstich-Festwochenende ist erfahrungsgemäß vor allem für die Beteiligten beim Festspiel kurz. Aber die Musiker vom Spielmannszug sind bereits am Sonntag-morgen wieder fit für das lange Tagespensum, das vor ihnen liegt.

So beginnt der Sonntag mit dem traditionellen Weckruf. Der Weg führt den Spielmannszug dabei immer auch zum amtierenden Ritterpaar. Ziel war heuer zunächst Grabitz, wo in der Langen Gasse auf dem Abraham-Hof Ritter 2017 Simon Fischer seine Heimstatt hat.

Aber die ersten musikalischen Gäste dort war die „Freiwillige Blechblosn der Feuerwehr Grabitz“ zusammen mit vielen Gleichgesinnten und Freunde des diesjährigen Ritters unter der Anführung von Xaver Schneider. Nach einer lustigen Rede von ihm in Versform rückten die Frühaufsteher in die geschmückte Scheune der Familie Fischer ein, um dem Spielmannszug Platz zu machen.

In beachtlicher Stärke marschierten die Musiker des Grenzfähnleins mit der Feuerschützengruppe auf. Nach einem musikalischen Gruß und einem krachenden Salut ließ es sich die Familie Fischer nicht nehmen, den Musikanten und Feuerschützen eine Stärkung zu reichen. Bescheiden und ruhig, wie es seine Art ist, war auch Ritter-Trainer Willi Späth unter den Gästen. Kurz bevor Ritter Simon mit dem Spielmannszug zur Ritterin aufgebrochen ist, wurde zwischen dem Späth-Willi und ihm noch quasi im Weggehen die Kleidungsfrage für den Festzug abgesprochen – fürs Ritterpferd natürlich. Dann zog der Tross weiter zum Anwesen der Familie Dums hinauf zum Fichtenbacher Weg. Patricia Dums, Rittern 2017, war voller Vorfreude auf dieses Ereignis. Bereits am frühen Morgen strahlte sie mit ihren Zofen gegen das schlechte Wetter an. Endlich hörte man die Trommeln und Fanfaren, und dann bogen sie auch schon ein zum Anwesen der Familie Dums. Die Spitze des festlichen Aufmarschs bildete natürlich Ritter Udo. Aber nicht mit Lanze, sondern, wie es Brauch ist beim Weckruf, als Träger des nicht leichten Schellenbaums des Spielmannszugs. Auch hier wurde Patricia Dums mit Musik und Blumen beschenkt. Danach folgte der wichtigste Akt des frühen Morgens. Denn auch das ist ein Ritual: Die Ritterin hat über Nacht die Lanze des Ritters daheim und überreicht sie festlich geschmückt am Sonntagmorgen ihrem Ritter für den Festzug am Nachmittag im Tausch gegen einen Blumenstrauß. Und alle wünschten sich für diesen Tag nur das eine – dass das Wetter einigermaßen aushält und viele Besucher zum Festzug kommen. (fde)

Drachenstich: Weckruf in Furth im Wald

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