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Dienstag, 16. Januar 2018 6

Übertragung

Roding begeistert die Fernsehmacher

Nach der „ZDF-Messe“: Pfarrer Kruschina war erleichtert, die Produktionsleiterin zufrieden. „Es hat alles super geklappt.“
Von Thomas Mühlbauer

Mit zahlreichen Kameras wurde der Gottesdienst aufgenommen. Foto: Mühlbauer

Roding.Was hatte Pfarrer Holger Kruschina im Vorfeld gehofft, dass die Kirche am Sonntag beim großen TV-Fernsehgottesdienst des Zweiten Deutschen Fernsehens doch voll werden möge. Und als der Geistliche gegen 9 Uhr zum ersten Mal ins weite Rund blickte, war ihm die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Die Gläubigen strömten von allen Seiten in die Pfarrkirche. Und ehe es um 9.30 Uhr live auf Sendung ging, war die Stadtpfarrkirche bis auf den letzten Platz gefüllt, in den hinteren Reihen standen sogar noch die Leute.

Die Mühen der Vorbereitung hatten sich vollauf gelohnt. Selbst die Profis um Produktionsleiterin Sylke Hart waren begeistert über so eine Kirchengemeinde: „Es hat alles super geklappt, wir haben eine große Unterstützung erfahren und vor allem bin ich total begeistert, dass das Gotteshaus gefüllt war. So etwas habe ich auf einem ländlichen Gebiet noch nie erlebt.“

Regeln für den Gottesdienst

Die, die gekommen waren, sahen bereits vor dem Gottesdienst, dass im Fernsehen alles seine Richtigkeit haben muss. So gab Benjamin Krysmann von der Katholischen Fernseharbeit vor dem Gottesdienst noch Infos, wie man sich während des Gottesdienstes verhalten sollte.

Seit Freitag waren die Techniker vor Ort und haben mit den großen Aufbauarbeiten begonnnen. Die beiden überdimensionalen Technikwagen wurden dazu am Paradeplatz geparkt. Foto: Mühlbauer

Auch Krysman war bereits im Vorfeld begeistert, wie gut hier in Roding alles geklappt hat. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir hier so gut aufgenommen worden sind. Wir fühlen uns unglaublich wohl.“ Wie Krysmann wissen ließ, haben den Gottesdienst zirka 800 000 Personen an den Bildschirmen verfolgt.

Auch die Kollekte, die für Adveniat bestimmt war, wurde erst nach dem Gottesdienst eingesammelt. Ferner gab es bereits vor dem Gottesdienst den Hinweis, dass die Kommunion im Livebild nur ein begrenzter Teil empfangen wird, der Rest bekam sie nach dem Gottesdienst ausgeteilt.

„Es hat alles super geklappt, wir haben eine große Unterstützung erfahren und vor allem bin ich total begeistert, dass das Gotteshaus gefüllt war. So etwas habe ich auf einem ländlichen Gebiet noch nie erlebt.“

Produktionsleiterin Sylke Hart

Eine lange Zeit der Vorbereitung war notwendig für den Gottesdienst, denn seit Mitte 2016 war bekannt, dass der Gottesdienst am dritten Adventssonntag aus Roding kommt. Foto: Mühlbauer

Anschließend wurden vor den Aufnahmen – zur Sicherheit, dass auch alle die Hinweise verstanden hatten – die ersten beiden Lieder noch einmal eingesungen. Dann ging es auch schon los, die drei Geistlichen um Stadtpfarrer Holger Kruschina, Ruhestandspfarrer Josef Schmaderer und Nittenaus Kaplan Eldivar Coelho zogen gemeinsam mit den Ministranten ins Gotteshaus ein und die roten Lichter, an den vier Kameras gingen an.

In der Predigt, die auch nur eine gewisse Zeit dauern durfte, damit der Gottesdienst in 44 Minuten und 30 Sekunden beendet ist, berichtete Pfarrer Josef Schmaderer im Gespräch mit Holger Kruschina aus seiner Zeit in Argentinien und von der Freude, die man bei den Menschen in diesem Land spüre. So bleiben ihm viele Dinge aus der damaligen Zeit in Erinnerung und gerne besuche er auch heute noch das Land.

Zufriedenheit und Liebe

Kaplan Eldivar Coelho berichtete ebenfalls aus seiner Heimat Brasilien und von der Zufriedenheit und Liebe, die bei den Menschen dort vorherrsche. Dann kam das Zeichen von Sylke Hart, der Produktionsleiterin, dass die eingeplante Zeit für die Predigt zu Ende ist.

Die Zuschauer vor dem Fernseher verfolgten anschließend weiter den Gottesdienst, der vom Jugendchor und Orchester Barca unter Leitung von Rosmarie Büchner mitgestaltet wurde, ehe zum Ende der Sendung, für die TV-Zuschauer unbemerkt, Produktionsleiterin Sylke Hart noch einmal eingreifen musste, um das vorgegebene Zeitfenster einzuhalten. Stadtpfarrer Holger Kruschina, mittlerweile ein Profi vor der TV-Kamera, wusste das Zeichen richtig zu deuten, und so fiel der Schlusssegen etwas kürzer aus, als zunächst geplant, so dass der Gottesdienst genau in die vorgegebene Live-Zeit des ZDF passte.

Ein Lied zum Abschluss

Am Samstagabend fand im Vorabendgottesdienst um 18 Uhr die Generalprobe für den Live-Gottesdienst statt. Auch hier war die Kirche mit 400 Gläubigen überaus gut gefüllt. Foto: Mühlbauer

Nachdem die Geistlichen mit den Ministranten wieder ausgezogen waren, beendeten der Jugendchor und das Orchester Barca mit einem Lied den Gottesdienst, ehe anschließend kräftiger Beifall aufbrandete und allen die Erleichterung anzumerken war.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus sagte Pfarrer Kruschina im Anschluss: „Ich bin geplättet. Ich habe ehrlich gesagt gehofft, dass die Kirche so voll wird, aber nicht damit gerechnet. Ich bin richtig stolz auf unsere Pfarrgemeinde. Ich kann nur meinen großen Dank an alle aussprechen, die hier in irgendeiner Form mitgewirkt haben, dass dieser Gottesdienst in der Gemeinde zu einem so großen Erfolg werden konnte.“ Auch für Ruhestandspfarrer Josef Schmaderer war es eine neue Situation, einmal vor der Kamera zu stehen.

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