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Region Cham
Sonntag, 19. November 2017 10

Vereine

Sänger-Jubiläum klingt bei Sitzweil aus

Der Hohenbogen-Chor und die Neukirchener Sänger gestalten am Sonntag zunächst eine Festmesse und laden dann zum Abschluss.

Der Hohenbogen-Chor (hier noch mit dem verstorbenen Vorsitzenden Hermann Amberger) und die Neukirchner Sänger freuen sich auf den Abschluss ihres Jubiläums.Foto: kfp

Neukirchen b. Hl. Blut.In diesem Jahr konnten der Hohenbogen-Chor und auch die Neukirchner Sänger ihren „65. Geburtstag“ feiern. Zahlreiche Auftritte im Rahmen dieses Jubiläums liegen mittlerweile hinter den beiden Gesangsgruppen. Am kommenden Sonntag, 22. Oktober, streben die Aktivitäten anlässlich des Jubiläums ihrem Höhepunkt zu.

Bei einem feierlichen Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche, den Monsignore Pfarrer Georg Englmeier um 10.30 Uhr zelebriert, wird von den Sängern des Hohenbogenchors die „Sänger-Fest-Messe“ uraufgeführt. Das anspruchsvolle Werk wurde für einen Männerchor von Josef Kuhn getextet, von Siegfried Herterich mit der Melodie versehen und von Robert Bauch bearbeitet.

Sitzweil am Nachmittag

Die Messe wurde von Chorleiter Thomas Schmatz ausgesucht, der seinen Sängern schon bei den zahlreichen zurückliegenden Proben gesanglich das maximal Machbare abverlangte, um den Gottesdienstbesuchern und Zuhörern Freude und musikalischen Genuss zu vermitteln.

Die Neukirchner Sänger sind beim Jubiläum ebenfalls vertreten.Foto: kfp

Der Ausklang der sonntäglichen Festveranstaltung ist am Nachmittag um 14.30 Uhr im Stadl des Gasthofs „Zum Bach“ mit einer Sitzweil angesetzt. Mit dabei sind unter anderem der Hohenbogen-Chor, die Neukirchner Sänger, die Klostermusikanten, der Rittsteiger Dreigsang, das Hohenbogen-Trio und das EHA-Trio. Es soll ein klangvoller Nachmittag werden, gespickt mit musikalischen Leckerbissen für alle Musikfreunde, für begeisterte Zuhörer des Chorgesangs sowie für die Freunde und Gönner des Hohenbogen-Chors und der Neukirchner Sänger. Auch zu dieser Veranstaltung ist die Bevölkerung willkommen. Der Eintritt zu der Sitzweil ist frei.

Begonnen hat die Geschichte des Hohenbogenchors und der Neukirchner Sänger im Jahr 1952, als sich sangesfreudige Männer zusammenfanden, um Lieder einzuüben und diese bei öffentlichen Auftritten darzubieten. Unter ihnen war damals der geschätzte und langjährige Dirigent Josef Gerl, der auch zeitgleich den Viergesang Neukirchner Sänger ins Leben rief. Hugo Riedl und Robert Pinzka waren die ersten Vorsitzenden. 1973 übernahm der jetzige Ehrenvorsitzende Egid Hofmann für fast 40 Jahre den Vorsitz. Er führte den Hohenbogen-Chor, ausgerichtet auf heimisches und bodenständiges Liedgut, zu einem weit über die Grenzen der Heimatgemeinde hinaus bekannten Chor.

Der Hohenbogen-Chor

  • Gründung

    Gegründet wurden der Hohenbogen-Chor und die Neukirchner Sänger im Jahr 1952. Gründungsvorsitzende waren Hugo Riedl und Robert Pinzka.

  • Aufschwung

    Ein großer Aufschwung setzte ab 1973 ein; Egid Hofmann war damals Vorsitzender, Sepp Gerl, der schon seit der Gründung Chorleiter war, war noch bis zum Jahr 2000 im Amt.

  • Aktuell

    Der aktuelle Hohenbogen-Chor wird von Thomas Schmatz musikalisch geleitet. Nach dem Tod von Hermann Amberger übernahm Alois Dengscherz den Vorsitz im Verein.

Im Jahr 2000 übernahm Thomas Schmatz – Kirchenmusiker, Organist und Meßner der Wallfahrtskirche „Mariä Geburt“ – die musikalische Leitung des Chors und auch die neuformierten Neukirchner Sänger. Es gelang ihm, die Sänger für Neues zu begeistern und sie zu neuen musikalischen Höhen zu führen. Ausdruck dieses Neubeginns waren Chorauftritte im Kölner Dom, in der Frauenkirche in Dresden oder beim Oberpfalztag im Hofbräuhaus in München sowie zuletzt nahe Landshut.

Erinnerung an Herrmann Amberger

Sicherlich liegt auch etwas Wehmut über dem Jubiläumsabschluss, ist doch der langjährige Vorsitzende Hermann Amberger nicht mehr dabei. Er hatte sich in seiner Amtszeit als würdiger Vorsitzender gezeigt, hatte den Chor ganz im Sinne der Gründerväter und Vorgänger weitergeführt und sich aufgeschlossen gegenüber Neuem gezeigt. Maßgeblich war er noch an den Vorbereitungen zum 65-jährigen Bestehen beteiligt, ohne dass er nun den Festabschluss miterleben darf. Amberger starb am 3. August dieses Jahres nach schwerer Krankheit. (kfp)

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