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Montag, 18. Dezember 2017 10

Tradition

Sankt Martin als Vorbild für alle

Eine Fülle an Bräuchen ist rund um den Bischof Sankt Martin entstanden und hat sich bis heute gehalten – auch in Waldmünchen.
Von Ingrid Milutinovic

Jetzt laufen sie wieder: Die Kinder ziehen in Erinnerung an die gute Tat von Sankt Martin mit ihren leuchtenden Laternen durch die Straßen der Städte und Dörfer. Foto: dpa

Waldmünchen.Ein schöner Brauch ist es, dass Kindergärten und Schulen zum Martinstag am 11. November mit den Kindern die Legende des Heiligen wieder aufleben lassen. Auch in Waldmünchen sind rund um diesen Tag Kinder mit Eltern, Großeltern und Betreuern anzutreffen. Die Grundschule Waldmünchen, Kindertagesstätte St. Stephan das Kinderhaus Löwenzahn in Zillendorf und auch der Kindergarten St. Johannes in Schönthal lassen mit ihren Kindern die Erinnerung lebendig werden.

Kommentar

Das ist Nächstenliebe

Ich war geradezu froh, als mir in den vergangenen Tagen die Einladungen zu den Sankt-Martins-Umzügen von Schönthal bis Zillendorf begegnet sind. Nein,...

Viele Legenden ranken sich seitdem um St. Martin, der als römischer Soldat seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Viele Bräuche sind entstanden. Für die Kinder sind besonders das Martinsspiel in der Kirche und der anschließende Martinsumzug wichtig. In der Kirche wird meist sein Leben von einer Kindergruppe nachgestellt: der Bettler, der an eine Tür klopft, um Hilfe bittet, aber abgewiesen wird.

Martinsfeiern in der Umgebung

  • Grundschule Waldmünchen:

    Freitag um 17 Uhr beginnt mit der Andacht mit Stadtpfarrer Wolfgang Häupl in der Stadtpfarrkirche die Martinsfeier. Die Grundschüler führen ein St. Martins-Spiel auf. Mit Laternen und St. Martin auf dem Pferd geht der Umzug hinauf auf den Trenckplatz, wo bei allerlei Leckereien das Martinsfeuer entzündet wird und der Elternbeirat die Gäste bewirtet.

  • Kindertagesstätte St. Stefan:

    Die Martinsfeier, an der sich die Mutter-Kind-Gruppe beteiligt, findet am Montag statt. Um 17 Uhr findet in der Stadtpfarrkirche eine Andacht statt, bevor die Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen mit St. Martin durch den Stadtpark in die Pausenhalle der Grundschule ziehen.

  • Kinderhaus Löwenzahn in Zillendorf:

    Die Martinsfeier findet um 16.30 Uhr in der Pfarrkirche Geigant statt. Der Laternenumzug geht zum Pfarrsaal in Geigant, wo die Gäste vom Elternbeirat bewirtet werden.

  • Kindergarten St. Johannes in Schönthal:

    Freitag, 17 Uhr, gestalten Kindergarten und Pfarrer Eder in der Schönthaler Kirche die Andacht, bevor der Martinszug zum Kindergarten geht, wo der Elternbeirat die Gäste bewirtet.

In mit viel Eifer einstudierten Szenen zeigen die Kinder, wie sie sich mit diesem Thema befasst haben. Auch der anschließende Laternenumzug ist ein fester Bestandteil. Bereits lange vorher haben die Kinder ihre Laternen mit viel Fantasie gebastelt. Dass der Zug von „St. Martin“ begleitet wird, versteht sich schon fast von selber. Mit Martinsliedern ziehen die Kinder durch die Straßen, um sich dann endlich um ein Martinsfeuer zu versammeln. Die Grundschule Waldmünchen feiert ihr Martinsfest schon seit einigen Jahren auf dem Trenckplatz.

Auch das ist St. Martin: Pater Johnson Kattayil hielt in Geigant den Wortgottesdienst, an dem sich die Kinder mit Freude beteiligten. Foto: wfs

Der Marktplatz war aufgrund des Durchgangsverkehrs zu unsicher, erläutert Stefan Wagner, der als Vorsitzender des Elternbeirats mit seinen Mitstreitern die Feier organisiert. Nach der Andacht und dem anschließenden Martinsspiel der Kinder, geht der Zug, abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr Waldmünchen, hinauf zum Trenckplatz – allen voran Trenck Werner Zellmer als heiliger St. Martin.

In der besonderen Atmosphäre durch das von Stadtpfarrer Wolfgang Häupl entzündete und gesegnete Martinsfeuer bewirtet der Elternbeirat die Gäste mit Tee, Punsch, Stollen, Lebkuchen und Leberkäs- oder Wienersemmeln. Ein weiterer Brauch zum Martinstag, an dem sich mehr die Erwachsenen erfreuen, ist die Martinsgans. Um nicht zum Bischof ernannt zu werden, so die Legende, versteckte sich Martin im Gänsestall. Durch das laute Schnattern der Gänse wurde er entdeckt, weshalb diese noch heute „zur Strafe“ verzehrt werden.

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