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Donnerstag, 21. September 2017 17° 2

Pfarrausflug

Schweiz und Bodensee begeisterten

Bad Kötztinger haben in Maria Einsiedeln, Flüeli, Rapperswil und Luzern auf den Spuren von Nikolaus von der Flüe viel erlebt.
Von Brigitte Ertl

In Maria Einsiedeln erlebten die Bad Kötztinger eine Benediktinerabtei mit 39 Mönchen, ein geistliches Zentrum der Schweiz. Fotos: Ertl

Bad Kötzting.Einen Tag nach dem Patrozinium der Pfarrkirche und der Wallfahrtskirche Weißenregen, am 16. August, starteten 46 Bad Kötztinger mit einem Bus von Franz Baumgartner zum Pfarrausflug in die Schweiz. Kaplan Florian Rein und Brigitte Ertl konnten als Organisatoren die Teilnehmer für Maria Einsiedeln, Rapperswil, Flüeli und den Vierwaldstätter See mit Luzern begeistern.

Um 6 Uhr morgens begann die Reise und führte zuerst nach München, wo eine Kaffeepause eingelegt wurde. Stadtpfarrer Herbert Mader erteilte den Reisesegen und gegen Mittag erreichte die Gruppe bereits die Altstadt von Rapperswil. Die weitläufigen Rosengärten dieses Ortes begeisterten bei einem Rundgang die Bad Kötztinger, die hier über 600 Sorten Rosen an über 20 000 Rosenstauden bewundern konnten. In der 1965 begonnenen Anlage gibt es sogar eine Duftrosengarten für Sehbehinderte, die in Blindenschrift verfasste Beschreibungen studieren können.

Der zweite Reisetag der Bad Kötztinger galt dem wichtigsten Marienwallfahrtsort der Schweiz, Maria Einsiedeln mit der Benediktinerabtei, wo vor allem der hl. Meinrad verehrt wird. Gegenüber dem Kloster, im Hotel Drei Könige, hatten die Gäste Quartier bezogen.

Messe in der Gnadenkapelle

In Konzelebration feierten Stadtpfarrer Mader und Kaplan Rein in der Gnadenkapelle des Klosters die Messe. Diese Kapelle gilt als Gebetsstätte des ersten Einsiedlers Meinrad, der 861 ermordet wurde und dessen Haupt in einer silbernen Kapsel im Hochaltar der Abteikirche aufbewahrt wird. In der Predigt sagte Kaplan Rein, auch wenn Christen die Nähe Mariens nicht so spüren könnten, so seien an solchen marianischen Orten doch ihr Geist und ihre Anwesenheit spürbar.

Die von 1719 bis 1735 erbaute Klosterkirche, mit Stuckaturen der Gebrüder Asam und einem Asam-Gemälde mit der Abendmahlszene in der Kuppel des Predigtraumes, zeigte die üppige Pracht des Barocks. 39 Mönche leben in dem Kloster, treffen sich täglich zu Laudes (Morgengebet), Vesper (Mittagsgebet) und Komplet (Nachgebet). Ein großer Barocksaal, die Stiftsbibliothek mit seltenen Handschriften und Büchern, ein riesiges Diorama von Bethlehem mit über 30 Metern Länge und über 450 Figuren, ein Gutshof, der Marstall mit dem ältesten Gestüt Europas, Schreinerei, Sägewerk und Schmiede bilden ein eigenes Dorf. Die Einsiedler Pferde sind in ganz Europa geschätzt, in Italien werden sie als „Cavalli della Madonna“ bezeichnet.

Der dritte Ausflugstag war dann vor allem Flüeli gewidmet, der Heimat des Nikolaus von der Flüe. In der unteren Ranft-Kapelle feierten Stadtpfarrer und Kaplan wieder gemeinsam Gottesdienst mit den Ausflüglern. Bruder Klaus sei ein bodenständiger und nahbarer Heiliger gewesen, sagte Kaplan Florian Rein in der Predigt. Trotz seiner Einfachheit würden die Christen immer hinter ihm zurückbleiben. Alle könnten sich aber bemühen, jeden Tag ein Stück ihres Alltags zu opfern, „um näher beim Herrn zu sein“.

Mit dem Schiff ging es nach der Messe von Alpnach aus bei hochsommerlichen Temperaturen über den Vierwaldstätter See nach Luzern. Selbstbewusst bezeichnen die Schweizer Luzern als „eine der schönsten Städte der Welt“. Bei einem Rundgang durch die Stadt lernten die Bad Kötztinger neben der weltberühmten Kapellbrücke und dem Wasserturm – beide sind Wahrzeichen Luzerns – die Museggmauer, die Jesuitenkirche, die Spreuerbrücke, das Löwendenkmal, das Kultur- und Kongresszentrum und viele weitere Bauten kennen.

Bregenz und die Seebühne

Nach dem Frühstück am Samstag trat die Gruppe die Heimreise an, die vorbei am Bodensee führte und einen Aufenthalt in Bregenz mit sich brachte. Beim Besuch der Innenstadt und beim Spaziergang am Ufer gewann man einen Eindruck von der Stadt und der spektakulär gestalteten Seebühne, auf der es heuer bei den Bregenzer Festspielen eine heiß diskutierte Inszenierung der Oper „Carmen“ von George Bizet gab. Wohlbehalten erreichten alle am frühen Samstagabend wieder die Heimat.

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