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Region Cham
Montag, 20. November 2017 10

Jubiläum

Seit 60 Jahren glücklich verheiratet

Adolf und Hermine Helmberger feierten ihre diamantene Hochzeit. Im Lindenhof in Hetzenbach wurde zünftig gefeiert.
Von Anneliese Fuchs

Bürgermeister Thomas Schwarzfischer gratulierte Hermine und Adolf Helmberger. Foto: Fuchs

ZELL.„Mich freut’s, dass das Jubelpaar so gut beinand‘ ist“, stellte Bürgermeister Thomas Schwarzfischer bei der Feierstunde im Lindenhof in Hetzenbach fest. Ist seiner Meinung nach auch kein Wunder, da beide in der besten Lage in Zell wohnen, am Burgweg.

Ins Gasthaus Piendl hatten Hermine und Adolf Helmberger aus Zell anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit die Gäste eingeladen und wurden aufs Beste bewirtet. Viele Glückwünsche und Geschenke durften sie zu ihrem Ehrentag entgegennehmen, viele Hände mussten sie schütteln und alle wünschten den beiden noch einen schönen Lebensabend. Sogar vom Ministerpräsidenten Horst Seehofer haben sie Glückwünsche erhalten, warf Hermine Helmberger ein. Beide sind 82 Jahre alt – er wird in ein paar Tagen 83 Jahre – und dürfen das seltene Fest der diamantenen Hochzeit erleben.

60 Jahre im Miteinander, mit Höhen und Tiefen durchzogen, ist eine lange Zeit, wie Adolf Helmberger bestätigte. Er war technischer Angestellter in München, Hermine Helmberger, eine geborene Meier aus Obertraubling, als Verkaufsförderin tätig. Drei Kinder wurden ihnen geboren. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Eltern, als ihr Sohn Adolf mit 19 Jahren im Jahr 1979 tödlich verunglückte. Vier Enkel zählen zur Nachkommenschaft. Die kirchliche Trauung fand in der Heimat von Hermine in Obertraubling statt, sei noch angefügt.

Bürgermeister Thomas Schwarzfischer entschuldige zunächst Pfarrer Ralf Heidenreich, der auf Pfarrwallfahrt nach Altötting ist, wie er sagte. Die Burg Lobenstein wird aufgewertet mit einem grünen Klassenzimmer, sowie mit einem Kreuzweg, wie er anmerkte. Mittelpunkt der Gemeinde Zell ist die Burg Lobenstein, die dem Landkreis gehört, wie er berichtete und für die im Kreishaushalt auch Geld vorgesehen ist zu Sanierung. Für das Jubelpaar hatte er vom Landrat ein Paket dabei, das die beiden erfreute, im Namen der Gemeinde Zell gab es Gutscheine.

Und zum Schluss erfreute Schwarzfischer die Gäste noch mit einem Gedicht „Endziel“, „das er gefunden hatte“. „Wia ma gheirat ham – mia zwoa – war ma arm. O gfangt hama ganz kloa und ois ham uns vom Maul owi gsport. Mit am Muat ist trotzdem ganga und es war a besser worn, do af oamol warst du schwanger und host uns an Buam geborn. Mia ham a Kindswäsch braucht und Glump, s Geld hot hint und vorn net glangt, wos man kaft ham, war auf Pump, mia ham ganz vo vorn ogfangt. Leicht wars net, doch irgendwia, hamas gschafft, mia ganz alloa, du mit mir, i mit dir, mia san scho zwoa Hund, mia zwoa.

Endlich san man schuldenfrei, ham a weng wos auf der Seit‘n – und jetzt reich ma unser Scheidung ei.“

Mit diesem Gedicht sprach der Bürgermeister vielen aus der Seele und erntete dafür großen Beifall.

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