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Dienstag, 21. November 2017 7

Verbände

Seit Jahrzehnten treue KAB-Mitglieder

Ortsverband Rötz zeichnete Mitstreiter aus. Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko muss auf die Ernennung zum Präses noch warten.

Langjährige Mitglieder der KAB Rötz wurden für ihre Treue zum Ortsverband geehrt. Foto: whg

Rötz.„Ihr seid eine laute Stimme in Deutschland, ohne die es ganz anders ausschauen würde“: Das war die Kernaussage von Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko bei der Jahresversammlung der KAB Rötz. Außerdem wurden Mitglieder für 55 Jahre in der KAB Rötz geehrt.

Statt der Ernennungsurkunde zum Präses gab es für Pfarrer Alexander Dyadychenko (re.) eine Kerze als Willkommensgruß. Foto: whg

Zur Jahresversammlung der KAB begrüßte Vorsitzender Günther Hofmann besonders den künftigen Präses, Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko, 3. Bürgermeister Markus Riederer und Ehrenvorsitzenden Hans Wutz. Nach einem stillen Gedenken für die verstorbenen Mitglieder stellte der Vorsitzende den Antrag auf Änderung der Tagesordnung und die Streichung des Punktes „Bestellung des neuen Präses“. Der Grund: Die entsprechende Urkunde war vom Ordinariat nicht rechtzeitig zugestellt worden. Der Punkt wird nachgeholt.

Als Vertreter der Stadt bedankte sich 3. Bürgermeister Markus Riederer für die jahrelange Mitarbeit beim Heimatfest und die Einmischung bei den Sozial- und Arbeitsanliegen der Mitglieder.

Vielfalt an Veranstaltungen

Vorsitzender Hofmann zeigte die Vielfalt der KAB-Veranstaltungen in Rötz auf. Besonders erwähnte er den Vortrag von Kreispräses Dr. Stefan Oana über sein Heimatland Siebenbürgen. Hofmann bedauerte, das Oana nach München zog. Damit hätten der KAB-Kreisverband und die KAB in Rötz einen guten Freund verloren.

Einige Mitglieder beteiligten sich auch an Weiterbildungsmaßnahmen. Eine Baustellenparty wurde anlässlich des Kappenabends abgehalten, und es wurden Verfehlungen der Stadt und der Mitglieder aufgezeigt. Auch an den viertägigen Ausflug an die Cote d’Azur wurde erinnert. Die traditionelle Maiandacht konnte wieder einmal wegen der Witterung nicht zur Pottenhofer Kapelle durchgeführt werden. Nach einer Wallfahrt entlang des Sportgeländes wurde eine beeindruckende Maiandacht in der St.-Salvator-Kirche gefeiert.

Viel Arbeit hatten einige Mitglieder beim Parkplatzdienst der Schwarzenburgfestspiele. Die Senioren des Kreisverbands waren zur Wallfahrt in die Stadtpfarrkirche eingeladen. Karl-Heinz Hofmann brachte dabei die Kirche den Besuchern näher, und Bürgermeister Ludwig Reger stellte die neue Turnhalle vor.

Ein Dankeschön an die Mitglieder wurde im August wieder in Sturm’s Hüttn abgehalten. Bei Kaffee, Kuchen, Kesselfleisch und Musik ließ es sich gut leben. Sehr gut angenommen wurde der Vortrag von Diözesansekretär Markus Nickl zum Thema „Kinder haften für ihre Eltern“. Erstmalig beteiligten sich in der vergangenen Woche vier Mitglieder an der Fortbildung „Seniorentanz“. Es wurde noch einige Feste besucht und Mitgliedern Glückwünsche zum Geburtstag überbracht.

Günther Hofmann gab einen Überblick auf die Veranstaltungen der Diözesan- und Kreisebene. Nachdem er selber im März in Aiterhofen zum stellvertretenden Diözesanvorsitzenden gewählt worden ist, bekomme man einen guten Einblick in die Arbeit der übergeordneten Einrichtungen und kann diese auch an den Ortsverband weitergeben. Hofmann berichtete vom Bundesverbandstag in Krefeld, und wie die Menschen in anderen Bundesländern „ticken“.

Im Juli vergangenen Jahres trat mit Hermann Markl und Martha Christl die Kreisverbandsleitung zurück. Beim Verbandstag in Neukirchen b. hl. Blut wurde ein Leitungsteam mit Brigitte Wagner, Max Strasser und Günther Hofmann an der Spitze gewählt. Auch von einem guten Ergebnis der Klingelbeutelaktion im Vorfeld der Bundestagswahl wurde berichtet. Insgesamt wurde mit acht Bundestagsabgeordneten das Gespräch gesucht und auf die schlechte Rentensituation hingewiesen.

Höhepunkt war eine Plakataktion beim Besuch der Bundeskanzlerin auf dem Domplatz in Regensburg. Das Interesse der Medien war stark, und die KAB schaffte es sogar ins Mittagsmagazin der ARD. Zum Abschluss seiner Ausführungen berichtete Hofmann von der Teilnahme am Diözesankomitee mit Bischof Rudolf Voderholzer und von der Arbeitstagung der Kreisverbände im KZ Flossenbürg.

Der Appell des Stadtpfarrers

Bevor der Vorsitzende zusammen mit dem 3. Bürgermeister und dem Stadtpfarrer die anstehenden Ehrungen durchführte, ergriff Pfarrer Alexander Dyadychenko das Wort und meinte, die KAB sei eine laute Stimme im positiven Sinne in Deutschland. In Bezug auf den Einsatz für eine gerechte Rente sowie in allen Fragen der Sozial- und Arbeitswelt würde es ohne diese Stimme in Deutschland ganz anders ausschauen. Die Stimme verstummt auch heutzutage nicht.

Die Firmen hätten ihre Lobby und die Arbeiter die KAB. Auch in der Pfarrei Rötz würde es ohne die KAB anders ausschauen. Er findet, dass die Kommunikation zwischen den kirchlichen Gremien und der Stadt „sehr gut“ klappt. „Lasst eure Stimme nicht verstummen,“ lautete die Aufforderung des Geistlichen.

Ehrungen und Ernennungen

  • 55 Jahre:

    Charlotte Ruhland, Ewald Ruland, Maria Tremmel, Anton Ullrich, Martha Vogl und Anton Weingärtner.

  • 50 Jahre:

    Walter Hartmann und Franz Wutz.

  • 40 Jahre:

    Gunda Bücherl und Alois Maurer.

  • Präses:

    Die Urkunde als Präses des KAB-Ortsverbandes Rötz konnte nicht an Pfarrer Alexander Dyadychenko überreicht werden, da sie, obwohl langfristig beantragt, nicht rechtzeitig vom Bischöflichen Ordinariat ausgestellt worden war. (whg)

Insgesamt zehn Personen wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft in der KAB Rötz ausgezeichnet.

Eine neue Vereinskleidung bzw. ein neues T-Shirt wurde beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ angeregt. Ehrenvorsitzender Hans Wutz wollte wissen, wie es mit den neuen Glocken für die St.-Salvator-Kirche ausschaut. Dazu gibt es derzeit keine neuen Erkenntnisse, und die im vergangenen Jahr beschlossene Spende für den Kauf einer Glocke wird zurückgestellt, so Hofmann.

Die Arbeit der KAB soll anhand eines Flyers vorgestellt werden. Vorsitzender Hofmann stellte ihn kurz vor. Über den genauen Ablauf der Flyer-Aktion werde gesondert berichtet. Johanna Kiesl stellte den nächsten Ausflug ins Riesengebirge vor. Nach der Bekanntgabe der Termine endete die Versammlung mit der Leitspruch: „Gott, segne unsere Arbeit“. (whg)

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