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Region Cham
Montag, 18. Dezember 2017 5

Berglauf

Sie treiben es wieder auf die Spitze!

Wald, Wurzeln und hinter jeder Kurve lauert der Schweinehund: In knapp 100 Tagen wollen in Bad Kötzting wohl noch mehr „Kine vom Kaitersberg“ werden.
Von Roman Hiendlmaier

  • Das Ziel steht fest: Alois Brandl und Wolfgang Hochholzer hoffen auf erneut große Resonanz beim zweiten Kaitersberglauf am 21. September. Foto: rh
  • Auch heuer wieder Mitfavorit: Lokalmatador Wolfgang Hochholzer
  • Alles für diesen Moment: Im Ziel am Gipfelkreuz warten Gleichgesinnte.
  • Kein Problem für Power-Frauen: Maria Koller war 2013 Drittschnellste.

Bad Kötzting.. Im Startbereich steht am Rand deutlich sichtbar ein Schild: „Hier ist der Start, dort ist das Ziel – dazwischen musst Du laufen“ steht dort so liebevoll hingekritzelt wie auf dem schönen Hinweis kurz vorm Ziel: „Wenn Du hier ein Grunzen und Bellen hörst, ist da nur dein innerer Schweinehund.“

Vielleicht sind es Individualitäten wie diese gut gemeinten Boshaftigkeiten, die bereits den ersten Anlauf zum „Kine vom Kaitersberg“ zum Erfolg werden ließen: „Es war ein Experiment, das mit einer überraschend hohen Beteiligung und einer hervorragenden Zuschauerresonanz endete,“ ziehen Alois Brandl und Max Hochholzer Bilanz.

Der Erfolg hat die Organisatoren bestätigt, dass der hohe Aufwand, den die ehrenamtlichen Helfer betrieben haben, gerechtfertigt war. „232 Starter bedeuteten aus dem Strand Platz sieben unter den Bergläufen in Bayern“, freut sich Wolfgang Hochholzer. Der „Kine vom Kaitersberg“ war über Nacht zu einem Begriff in der Berglaufszene geworden. Und was die Veranstalter besonders freute, viele nahmen zum ersten Mal überhaupt an einer Sportveranstaltung teil.

Nun also „treiben Sie es wieder auf die Spitze“, wie der Slogan für die Neuauflage der Erfolgsgeschichte lautet. Die sich fortzusetzen scheint: „Aktuell haben wir bereits rund 100 Anmeldungen. So viele waren's 2013 drei Wochen vor der Veranstaltung. Auch die Spitzenläufer haben wieder ihr Kommen zugesagt,“ erzählt Hochholzer senior, dessen Sohn Wolfgang schon im Vorjahr zu den Mitfavoriten gehörte und natürlich auch heuer bei seinem Heimrennen wieder antritt. Eine sportfreundliche Witterung vorausgesetzt, sind die Voraussetzungen wie gehabt günstig: Keine langweilige Teer- oder Forststraßen-Strecke sondern eine echte Berglaufstrecke auf Wiesen- und Waldwegen, mit Wurzeln, Wasserquerungen und einigen steilen Felspassagen. Alois Brandl: „Je weiter man nach oben kommt, desto technischer wird die Strecke, Trailrunning vom Feinsten.“

Beide betonen jedoch, dass jede(r) einigermaßen Sportliche ein Kine oder Königin vom Kaitersberg werden kann. „2013 sind von allen Startern zwei oder drei ausgestiegen – einmal war ein Wespenstich der Grund,“ so Hochholzer. Stöcke seien zwar nicht erlaubt, aber auch mit einer Kombination aus Traben und schnellem Bergaufgehen könne jeder binnen 90 Minuten am Gipfelkreuz sein und seine Leistung mit dem Finisher-T-Shirt adeln.

Worauf die Veranstalter wieder hoffen, ist der große Zuspruch durch die Zuschauer: „Es war unglaublich: Zum einen so viele Zuschauer, obwohl es neblig war und dann wurde oben Stimmung gemacht, als ob es um die Olympia-Qualifikation ginge.“

Für die Fans soll daher heuer ein Kommentator am Reitenberg die Zuschauer unterhalten und über den Stand des Geschehens unterrichten. Dort, nach knapp sechs Kilometern Strecke, könnten die Läufer Unterstützung sehr gut brauchen.

Der Tipp von Alois Brandl und Max Hochholzer ist damit klar: „Wer in den verbleibenden 100 Tage dreimal die Woche läuft und an und ab einmal einen Hügel bei sich in der Nähe nutzt, wird am 21. September erfolgreich den Kreuzfelsen erreichen und sich als ,Kine vom Kaitersberg‘ fühlen.“

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