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Region Cham
Dienstag, 16. Januar 2018 6

Kirchenführung

„Stolz auf eure Kirche sein“

Der Kirchenentdecker Karl-Heinz Hofmann hatte bei seiner Führung in St. Nikolaus viel zu erzählen.

  • Viel Interessantes gab es im Altarraum zu bestaunen, auf das Karl-Heinz Hofmann (r.) hinwies. Foto: wsk
  • Ein beeindruckendes Detail des Hochaltares.

Rötz.„Ihr könnt stolz sein auf euere Kirche und den Kirchenpatron.“ Dieses Kompliment gab der zertifizierte Kirchenentdecker Karl Heinz Hofmann am Sonntagnachmittag den Teilnehmern seiner Führung durch die Pfarrkirche mit auf den Nachhauseweg. Hofmann begrüßte dazu 25 Pfarrangehörige, Pfarrer Alexander Dyadychenko und Gäste. Er selbst sei aufgrund seiner verwandtschaftlichen Bindungen zur Pfarrei Heinrichskirchen schon von je her ein „Fan“ der Pfarrkirche und des Kirchenpatrons St. Nikolaus.

Wie aus der Geschichte hervorgeht, wurde die „von außen schlicht wirkende Kirche“ um 1750 zu Ehren „eines Heinrichs“ erbaut. Sie besteht aus einem dreiseitig geschlossenen Langhaus mit einem Chor. Durch den eingezogenen Chorraum oder Altarraum wirke die Kirche im Innenraum sehr harmonisch und einladend, so der Kirchenentdecker. „Wie von breit ausgestreckten Armen“, wie es einmal der ehemalige Heinrichskirchner Pfarrer Hans Bayer ausdrückte.

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Pfarrkirche mehrere Renovierungsmaßnahmen erfahren. Alte Fotos zeigten die damit einhergegangenen Veränderungen. In der Ausstattung des Kircheninnenraumes werde dessen spirituelle und ikonographische Bedeutung ausgedrückt, sagte Hofmann. Architektur, die Kunst von Form und Farbe stünden gleichsam symbolisch für die Verkündigung der Botschaft Gottes. Sehr anschaulich wird dies bei der leicht gewölbten Decke ausgedrückt. An der Spiegeldecke des Langhauses befinden sich zwei im Jahre 1927 entstandene Fresken, die Lebenssituationen des heiligen Bischof Nikolaus zeigen.

„Der Heilige findet gleichsam seinen Platz im Himmel.“ Als sehr bedeutsam für die Pfarrkirche nannte Karl Heinz Hofmann das Jahr 1955. Im Verlauf der dabei vollzogenen Innenrenovierung wurde die bis dahin vorhandene neuromanische Ausstattung mit Hochaltar und zwei Seitenaltären entfernt und wieder durch eine barocke Einrichtung ersetzt.

Seitdem wird das Glasfenster mit dem hl. Nikolaus an der Ostseite der Pfarrkirche vom Hochaltar verdeckt. Dieser zeige als herausragende Merkmale das Altarbild mit dem „milden und gütigen“ Bischof Nikolaus, die darüberliegende hebräische Inschrift „Jahwe“ und den edel wirkenden Tabernakel. Aus dem gleichen Jahr stammt der derzeitige Kreuzweg des schlesischen Kunstmalers Platzek und das von der einheimischen Schreinerei Rötzer gefertigte Kirchengestühl. In der Zeit der Seelsorge des in Rötz gebürtigen Paters Albert Vetter wurde 1992 die Pfarrkirche mit einem neuen Zelebrationsaltar, Ambo und Sedilien ausgestattet. Die Anschaffung eines neuen Vortragskreuzes im vergangenen Jahr rundete das aus Bronze gefertigte Ensemble ab. Die allesamt mit kunstvollen eucharistischen Motiven ausgestatteten Gegenstände fügen sich gut in die Barockausstattung der Kirche ein, sagte Hofmann. Nach gut 1,5 Stunden interessanter und aufschlussreicher Informationen beendete der Kirchenentdecker mit einem Nikolausgedicht die Führung. Im Namen aller Teilnehmer dankte Pfarrer Dyadychenko Karl Heinz Hofmann für seine lehrreichen Ausführungen. (wsk)

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