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Donnerstag, 18. Januar 2018 11

Laufen

Training bei jedem Wetter, auch im Hagel

Florian Zimmermann aus Warzenried hat in Straubing nicht nur berufliches Glück gefunden. Die Lust am Laufen ist ungebrochen.

Florian Zimmermann lebt seinen Traum und läuft den meisten davon. Foto: kbi

Warzenried.Florian Zimmermann hat das Laufen in seinen Bann gezogen, es lässt ihn jedenfalls so leicht nicht mehr los. Inzwischen hat es den Warzenrieder nach Straubing verschlagen. Als gelernter Gärtner stieg er auf zum Ingenieur bei der Stadt Straubing, sein Beruf passt zum Hobby: Immer in Bewegung, viel in der Natur. Mit 15 Jahren begann Zimmermann mit Skilanglauf, folgte damit meinem Vater. Ein befreundeter Läufer machte ihn dann auf den Regensburger Halbmarathon aufmerksam. „Ohne gezieltes Training, aber mit vollem Ehrgeiz, nahm ich spontan teil über die 21,1 Kilometer. Nach einer Stunde und 34 Minuten war Zimmermann Dritter der B-Jugend. Von Null auf Hundert quasi. „Meine Lauflust war geweckt, Immer mehr Laufveranstaltungen folgten, auch die Erfolge. 2009 war mein Jahr: Viele Höhepunkte und neue Bestzeiten.“

Doch eine Erkrankung setzte den Modellathleten monatelang außer Gefecht. „Nach einer Lungenentzündung und Asthma sah ich das Ende meiner Laufkarriere schon nahen“, so Zimmermann, doch es sollte sich nicht bewahrheiten. Er wurde wieder kerngesund. „Doch ich musste fast bei Null beginnen“, war 2011 ein Glücksjahr für den Wahl-Straubinger. „Mein großer Ehrgeiz half mir, in kurzer Zeit meine Leistung zu steigern und wieder wettkampftauglich zu werden“, kann Zimmermann einfach nicht lassen vom Laufen. Ich trainiere bei jedem Wetter, auch bei Hagel“, ist der Mann längst Vorbild für die Läufer-Szene.

Als er noch in Warzenried wohnte, sei er einmal pro Woche die Skipiste des Hohenbogens hinauf gelaufen. „Ich wollte jedes Mal schneller als der Lift sein. Ein paar Mal ist es mir gelungen, aber nicht immer, das kam auf die körperliche Verfassung an“, grinst Zimmermann und der Laie schüttelt den Kopf. In Zukunft werde er auch deutschlandweit an Meisterschaften teilnehmen, wenn es der Trainingszustand zulässt. In einer 40 Stunden-Arbeitswoche muss „ich mich selber motivieren, denn ich laufe alleine, weil ich noch keinen Trainingspartner gefunden habe, der mein Tempo mitgeht“, lacht Zimmermann.

Hartes Training kann natürlich muskuläre Verletzungen heraufbeschwören. Deswegen trinkt Zimmermann keinen Alkohol, hat natürlich die Ernährung angepasst: vitamin- und eiweißreich, kaum Zucker und Gluten. Jährlich macht er eine Leistungsdiagnostik, um exakter trainieren zu können. Läuft Zimmermann einmal nicht, dann fährt er Rennrad, macht Kraftsport, Bergsteigen, er muss immer in Bewegung sein. Sein Trainer ist Uwe Neumann (Furth i. Wald).

Beim 11. Rainer Volkslauf mit 1038 Läufern über die verschiedenen Distanzen waren es für Florian Zimmermann sehr schmerzhafte zehn Kilometer. Ein paar Minuten vor dem Start zog er sich nämlich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Drei Minuten vor dem Startschuss wurde Zimmermann noch vom Physiotherapeuten behandelt. Teilweise hinkend ging er an den Start und lief sein bisher schmerzhaftestes Rennen. Immer mit einem Stechen im Oberschenkel, mit einer Hand hat er seinen Oberschenkel gehalten, mit der anderen Hand versucht, die Belastung auf die linke Seite zu verlagern.

Nach 34,20 Minuten war er als Vierter seiner Altersklasse im Ziel, wo er sofort zum Physiotherapeuten getragen wurde. „Unter solchen Schmerzen bin ich noch niemals gelaufen, der Physiotherapeut hätte es selbst nicht geglaubt, dass ich die zehn Kilometer durchhalte, so etwas geht nur mit viel Adrenalin“, bekannte Zimmermann glücklich. Nur wer an sich glaubt, der ...

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