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Sonntag, 24. September 2017 18° 3

Feuerwehr

Verkehrsunfälle forderten die Wehrmänner

Führungskräfte des KBM-Bereiches tagten in Rimbach: Heinz Schötz, Andreas Bergbauer und Tobias Aschenbrenner informierten.

Der Unfall des Gefahrguttransporters in Sperlhammer gestaltete sich als extrem zeitaufwendig. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Im Hotel Kollmerhof in Rimbach war am Donnerstag die Herbstdienstversammlung des KBM-Bereiches Bad Kötzting. Kreisbrandmeister Heinz Schötz hatte die Führungskräfte der 13 Feuerwehren des Bereiches eingeladen. Im ersten Halbjahr waren die Wehren vor allem bei Verkehrsunfällen gefordert. Für die Aktionswoche im September sind wieder zwei große Gemeinschaftsübungen geplant.

Zunächst informierte Heinz Schötz, dass es bei der FFW Grafenwiesen personelle Änderungen gab. Stephan Wagner ist neuer Vorsitzender, Michael Haimerl neuer Kommandant. Das erste Halbjahr, so der KBM, war für die Feuerwehren im Bereich Bad Kötzting geprägt von teils schweren Verkehrsunfällen. Der zeitaufwendigste Unfall passierte mit einem Gefahrguttransporter in Sperlhammer. Auch ein Brand im Stadtbereich von Bad Kötzting konnte schnell gelöscht werden. Bei den Unwettern sei die Region mit einem „blauen Auge“ davongekommen.

Leistungsprüfungen wahrnehmen

Weiter appellierte der KBM, die Leistungsprüfungen nicht zu vernachlässigen. Er verwies darauf, dass in nächster Zeit noch einige Lehrgänge anstehen wie eine modulare Truppausbildung in Miltach und ein Funklehrgang in Lam, nachdem der Funklehrgang in Rimbach ausgefallen ist. Am 2. September beginnt die theoretische Ausbildung zur Fahrberechtigung. Es sind noch bedingt Anmeldungen möglich. Die praktische Ausbildung wird in kleineren Gruppen erfolgen.

Am 10./11. November findet in Liebenstein eine Schaumtrainerausbildung statt. In der Zeit vom 16. bis 22. September steht die Aktionswoche mit zwei Gemeinschaftübungen an. Die erste ist am 18. September um 19.30 Uhr in Rimbach, die zweite am 20. September bei der Feuerwehr Gehstorf. Abschließend wies Schötz darauf hin, dass der KBI-Bereich im kommenden Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert. Die Planungen laufen bereits.

Inspektionjugendwart Tobias Aschenbrenner ging auf den Bundesjugendwettbewerb ein. Beim Bezirksentscheid in Floß belegte die Jugendfeuerwehr Sperlhammer den 9. Platz, die Jugendfeuerwehr Wettzell Rang zwölf. Beide verpassten die Quali für den Landesentscheid. Am 9. September ist in Haibühl die Prüfung zur Jugendleistungsspange. Sechs Mannschaften sind angemeldet.

Aschenbrenner sagte, dass Jugendgemeinschaftsübungen wünschenswert seien. Der Wissenstest ist voraussichtlich im Oktober oder November zu den Themen Unfallverhütung in der Jugendfeuerwehr, persönliche Schutzausrüstung und Dienstkleidung. Der Jugendwart wies auch darauf hin, dass Zuschussanträge für die Feuerwehrjugend spätestens im Oktober beim Landratsamt oder beim Kreisjugendring gestellt werden müssen. Für Anfang des nächsten Jahres kündigte er den Start einer Online-Plattform an. Der Spieleanhänger wird mangels Interesse abgeschafft. Über den Kreisjugendring könne jedoch bei Bedarf einer ausgeliehen werden. Die Feuerwehr Grafenwiesen hat mit Carina Sußbauer eine neue Jugendwartin.

Änderungen im Feuerwehrgesetz

KBM Heinz Schötz wies auf einige Aktivitäten der Feuerwehrfrauen hin. So meisterte eine reine Frauengruppe die THL-Leistungsprüfung, in Gotzendorf wurde eine Aktion „Feuerwehr zum Anfassen“ gestartet, bei der sich die Frauen viel Mühe gemacht haben. Auch die Weiterbildung im Digitalfunk haben sich die Frauen zur Aufgabe gestellt.

Auf Änderungen im Feuerwehrgesetz ging Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer ein. Das Alter für aktiven Dienst wurde von 63 auf 65 Jahre angehoben. Weiter sei es nun möglich, einen weiteren stellvertretenden Kommandanten zu wählen. Dieser müsse aber auch dieselben Lehrgänge absolvieren und von der Gemeinde bestätigt werden. Künftig können Kinder ab sechs Jahren in einer Kinderfeuerwehr aktiv werden. Die Wehren können entscheiden, ob dies sinnvoll sei, denn es erfordere auf alle Fälle eine besondere Betreuung, zumal eine Zusammenlegung mit der Jugendfeuerwehr nicht möglich sei. Die Aktionswoche vom 16. bis 22. September stehe unter dem Motto: „Begegnen, Bewegen, Bewirken“ und wird zentral für Bayern in Altötting eröffnet.

Nach verstärkt auftretenden Unwettern mit Hochwasser wurden Ausrüstungsergänzungen angeschafft. So bekam die Feuerwehr Waldmünchen einen Abrollbehälter mit Hochwasserfördersystem (HFS) und einen Anhänger mit Verstärkerpumpe. Bei der Feuerwehr Zandt wurde ein Gerätewagen mit modularem Gerätesatz Hochwasser stationiert. Verstärkt wurden die grenzüberschreitenden Kontakte zu den Feuerwehren in Tschechien. Bei einem Brand in Stachesried wurde bereits ein Tanklöschfahrzeug aus Tschechien eingesetzt. Feuerwehren aus dem Grenzbereich werden bei Bedarf auch in Tschechien eingesetzt.

Ab 2018 wird es mindestens alle drei Jahre Besichtigungen bei den einzelnen Wehren geben. Gerätschaften und Ausrüstungen werden geprüft, und eine Dokumentation wird erstellt. Andreas Bergbauer wies auf die Gefahren von Elektrizität in überfluteten Kellern hin. Sinnvoll sei es, erst zu messen, um sich selbst zu schützen. Fördermittel zur Anschaffung von hydraulischen Rettungssätzen seien um ein Jahr verlängert worden.

Verbrennen von Käferholz melden

Zuschüsse für Jugendschutzanzüge werden voraussichtlich gewährt. Für Standardschutzanzüge gibt es keine Förderung, für Einsatzkleidung für Atemschutzträger schon. Für die neue Alarmierungsbekanntmachung läuft die Feinabstimmung. Der Digitalfunk habe sich bewährt und laufe gut. Ganz aktuell sei das Thema „Käferholz“, wenn Äste vor Ort verbrannt werden. Auch wenn es keine Meldepflicht gebe, riet der KBI dazu, das Verbrennen bei der Gemeinde oder Feuerwehr zu melden, um Fehlalarme zu vermeiden.

Das Inspektions-Jubiläum

Ein Teil der 150-Jahr-Feier ist die Vorstellung einer Chronik, die kurz vor dem Abschluss sei. Die Chronik werde ein Geschichts- und Heimatbuch. Zum Jubiläum gibt es eine Festveranstaltung am 4. Mai (Florianitag) mit Gottesdienst und Festakt in Bad Kötzting und einen Ehrenabend. Bereits angemeldet sind Fahrzeugsegnungen in Miltach und Lederdorn. (kvo)

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