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Region Cham
Freitag, 15. Dezember 2017 11

Kommune

Viele Kinder müssen im Schulbus stehen

Eltern klagen: Auch ein zwei Kilometer weiter Fußmarsch zur Haltestelle war Thema im Walderbacher Gemeinderat.

Die Enge im Schulbus war Thema im Walderbacher Gemeinderat.

Walderbach.Der Gemeinderat Walderbach beschloss unter dem Punkt Städtebauförderung – Bedarfsmeldung des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms – zum Kommunalen Förderprogramm 50 000 Euro im Jahresantrag 2018 zur Förderung anzumelden. Was die Bedarfsmeldung ARGE Regental-EFRE Programm anbetrifft, so bestünde die Möglichkeit, die Errichtung eines Naturbades am nördlichen Regenufer zur Förderung anzumelden.

Dieses Naturbad würde den bestehenden Multifunktionsplatz um eine weitere Nutzungsmöglichkeit ergänzen und könnte neben einer Wasserfläche auch behindertengerechte Toiletten und Umkleidekabinen mit Duschgelegenheit umfassen. Der überregionale Bezug könnte dadurch hergestellt werden, dass dieses Naturbad den Aktivitätsfaktor betont, während die Umgestaltung des Regenangers in Reichenbach mehr den Ruhefaktor betont und sich beide Anlagen ergänzen, hieß es. Ohne Beschluss wurde jedoch vereinbart, dass eine Programmanmeldung für 2018 nicht erfolgt.

Zuschuss für Rettungsweg

Der SV Kirchenrohrbach hat einen Zuschussantrag für das Erstellen eines 2. Rettungsweges im Sportheim vorgelegt. Die Leistung bestand aus Ausbrechen des alten Giebelfensters, über das die Rettung nicht gewährleistet war, Abbrechen der Fensterbrüstung – in diesem Zug musste der Heizkörper unter dem Fenster abgeklemmt, entfernt und an neuer Position wieder befestigt werden –, Liefern und Montieren einer Terrassentür mit einseitigem Drücker, Erstellen, Liefern und Montieren einer Außentreppe in Lärche laut Bauvorschriften, Auftritten als Stahlgitterrost und Verkleben von Fenstern, Verputzen von Laibungen und Angleichung der Ansichtsfläche und Überzug mit einer Lage Putz. Der Rat beschloss, die Maßnahme mit zehn Prozent der durch Rechnung nachzuweisenden Kosten zu fördern. Im Baugebiet „Am Heuweg 6“ fand die Widmung des neu erstellten Straßenzuges im Zusammenhang mit der Erschließung statt. Er wird mit Heuweg bezeichnet und endet nun an der Einmündung in die Ortsstraße Quellweg (Nordgrenze).

Die Erschließungsrechnung für dieses Baugebiet wurde genehmigt. Der umlegbare Erschließungsaufwand beträgt nach Abzug des Anteils der Gemeinde (zehn Prozent) 186 834,94 Euro. Als umlegbare Grundstücksfläche werden 7547 Quadratmeter festgestellt. Der Straßenerschließungsanteil wird auf 24,76 Quadratmeter Grundstücksfläche festgesetzt.

Ein weiterer Punkt war die Vereinbarung über den Bau sowie die künftige Straßenbau- und Unterhaltslast eines straßenbegleitenden Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße CHA 28 und der Staatsstraße 2149 sowie einer Fußgängerquerung über die S2149. Die Vereinbarung wird zwischen dem Landkreis Cham, dem Freistaat Bayerns sowie der Gemeinde Walderbach getroffen werden, zumal der Rat der vorliegenden Fassung zustimmte.

Weiter ging es um die Vereinbarung über die Einrichtung und Beschilderung von Rettungstreffpunkten, wobei auch dieser Vereinbarung zwischen Freistaat, Forstverwaltung und Gemeinde Walderbach in der vorliegenden Fassung zugestimmt wurde.

Dem Zuschussantrag des Roten Kreuzes für die Anschaffung einer mobilen Sanitätsstation wurde mit einem freiwilligen Zuschuss von 1000Euro entsprochen. In Sachen Schulverbund Roding hat die Stadt Roding darum gebeten, die Zustimmung zur Abrechnung der Kostenbeteiligung für das Schuljahr 2016/2017 analog der beiden vorhergehenden Schuljahre zu erteilen. Für das Schuljahr 2016/2017 liegt keine vertragliche Vereinbarung für die Kostenbeteiligung vor. Dem Ansinnen der Stadt Roding stimmte der Rat nicht zu, eine Vereinbarung wird nicht abgeschlossen werden. Bereits geleistete Zahlungen für das Schuljahr 2016/2017 sind zurückzufordern.

Weiter gibt es bei der Schülerbeförderung nach Roding immer wieder Probleme, wurde beklagt. Die Schüler werden auf der öffentlichen Linie 228 von Nittenau nach Roding befördert. Bei zwei Schülern liegen die Haltestellen circa 1,8 bzw. 2,4 Kilometer von der öffentlichen Haltestelle entfernt. Die beiden Schüler müssen die Strecke zu Fuß nach Hause zurücklegen. Abhilfe könnte nur dann geschaffen werden, wenn der jeweilige Weg als „gefährlicher Schulweg“ eingestuft würde. Den Eltern könnte dann für die Beförderung zur Haltestelle eine entsprechende Entschädigung gezahlt werden. Auch haben Eltern berichtet, dass viele Kinder in den Bussen stehen müssen. Es soll nun zusammen mit dem Landratsamt Cham und der Polizei den Schulweg nach Ried bzw. Katzenrohrbach zu beurteilen, ob es sich hier um einen gefährlichen Schulweg handelt.

Das Interesse war zu gering

Abschließend wartete Bürgermeister Josef Höcherl noch mit Infos auf: Die Discobuslinie wurde eingestellt, da das Angebot nicht ausreichend angenommen wurde. Weiter wurde die Zusatzfahrt (Kirchenrohrbach) Nittenau/Regensburg zum 1. November eingestellt, da das Angebot nicht ausreichend angenommen wurde.

Was die Badeplätze Walderbach und Kirchenrohrbach anbetrifft, so wurde angeregt, diese durch das Wasserwirtschaftsamt Regensburg – Flussmeisterstelle – unterhalten zu lassen. Hier wird ein Antrag auf Unterhalt gestellt. Was die Bauleitplanung „Am Hohen Graben 1 + 2“ betrifft, so wurde der Gemeinderat darüber informiert, dass sich bei der Ausarbeitung geringfügige Änderungen ergeben haben. Mit den Verfahren wird demnächst begonnen werden. Angeregt wurde, dass das Ortsschild Kirchenrohrbach (Rodinger Straße) in Richtung St 2149 zu versetzen, wobei der Vorgang der Prüfung unterzogen wird. (run)

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