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Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Bilanz

Wanderer zwischen gestern und heute

Bei seiner Gründung war der Heimatverein Thalersdorf noch Veranstalter eines Wandertags – 40 Jahre später wurde den Gründern für ihr Engagement gedankt.

Die Geehrten für 40 Jahre Mitgliedschaft beim Heimatverein Thalersdorf mit (v. l.) Vorstand Markus Gröller, Hans Bauer und Bürgermeister Brandl. Foto: ket

Thalersdorf.Gegründet wurde der Heimatverein als „Zellertal-Wanderer Thalersdorf“ im Jahr 1977. Im gleichen Jahr wurde der „1. Internationale Wandertag Thalersdorf“ ausgerichtet. Wegen der geringen Beteiligung wurde der Wandertag eingestellt. Was blieb, ist die Liebe zum Brauchtum, aus der der Heimatverein wuchs.

Vorsitzender Markus Gröller konnte im Vereinslokal Wieser zur Jubiläumsversammlung eine stattliche Anzahl der 141 Mitglieder begrüßen, darunter Bürgermeister Hermann Brandl. Den verstorbenen Mitglieder dieses Jahres Josef Danzer und Regina Egner, gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute.

Von Dialekt bis Naturkunde

Ein aktives Vereinsjahr liegt hinter dem Heimatverein, sagte Gröller. Der Besuch der Feste anderer Vereine im Gemeindegebiet ist für den Heimatverein eine Selbstverständlichkeit. Beim Weihnachtsmarkt kümmert man sich um den Nikolaus samt Krampus und Engerl, die Süßigkeiten an die Kinder verteilen, die der Verein stiftet. Gröller bedankte sich bei Ingrid und Hans Bauer für die Organisation.

Heuer hat der Heimatverein das erste Mal einen Musik- und Kulturfrühling rund ums Musikanten- und Sängertreffen veranstaltet, das sehr gut angekommen ist, so Gröller. Innerhalb von knapp drei Wochen fanden sieben hochkarätige Veranstaltungen mit vielen Besuchern statt. Von Vorträgen über das landwirtschaftliche Leben und Arbeiten vor 100 Jahren, über bayerischen Dialekt und Mundart bis zu heimischen Tier- und Pflanzenarten und Weizgschichten.

Bei einer Messe in der Pfarrkirche gedachte man der verstorbenen Volksmusikanten aus Arnbruck und anschließend ging’s in die Hüttenschänke zum Musikantenstammtisch. Dort spielte man sich ein für das große Arnbrucker Musikanten- und Sängertreffen in der Innovationsglashütte Weinfurten tags darauf. Diese Veranstaltung wurde vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet. Am ersten Maiwochenende dann das Finale mit dem SeppDeppSepptett das die Innovationsglashütte wieder füllte und rauschenden Applaus erhielt. Am Sonntag klang der Musik- und Kulturfrühling im Weinfurtner-Glaspark mit vielen Musikgruppen aus.

Ende Juni hielt der Heimatverein die Wiadara Kirwa mit Messe am Steinkreuz ab. Franz Mothes hatte wieder ein Kirwabladl herausgegeben in dem viele alte Begebenheiten aufgeführt waren. Leider haben sich sehr wenige Fieranten angemeldet, so dass diese Veranstaltung in Zukunft nicht mehr im Jahresprogramm des Heimatvereins zu finden sein wird, hat sich die Vorstandschaft entschieden.

Am Stammtisch „grod a so is gwesn, der viermal im Jahr veranstaltet wird, will man festhalten, denn er ist immer gut besucht. Es werden alte Bilder aus der Gegend gesammelt, gezeigt und vor allem die älteren Mitbürger gebeten zu kommen. Denn die könnten noch wissen wer Jener oder der Andere ist und Begebenheiten von diesen erzählen.

In seiner Vorschau berichtete der Vorsitzende, dass man sich am 17. Dezember wieder am Weihnachtsmarkt mit Nikolaus und Krampus beteiligen werde. Die nächsten großen Ereignisse werden das Starkbierfest am 17. März und das Musikanten- und Sängertreffen am 14. Oktober nächsten Jahres sein. Überlegungen habe der Verein angestellt, eventuell den Musik- und Kulturfrühling abwechselnd im zweijährigen Rhythmus mit dem Musikanten- und Sängertreffen zu veranstalten. „Owa wos gwiss woas man no ned“, so der Vorstand.

Sie sorgen Belebung in Arnbruck

Maria Tremmel lieferte einen Kassenbericht mit einem leichten Plus ab, was ihr Kassenprüfer Dr. Norbert Vogl nur bestätigen konnte, dem die einstimmige Entlastung folgte.

Bürgermeister Hermann Brandl dankte für den an treuen Mitgliedern für 40 Jahre Treue zum Verein. „Heimatverein – der Name bürgt für Qualität der Veranstaltungen“, sagte Brandl. „Ist das Starkbierfest schon eine überregional hervorragende Veranstaltung, so treffe dies für den erstmals durchgeführten Musik- und Kulturfrühling erst recht zu. „Was ist denn bei euch alles geboten in Arnbruck“, wurde er des Öfteren auf dieses Ereignis bei Zusammenkünften im Landkreis und darüber hinaus angesprochen, berichtete er. So was mache stolz bekannte der Bürgermeister und dankte für die viele Vorbereitung und wünschte weiterhin viel Tatkraft. (ket)

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