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Montag, 11. Dezember 2017 4

Technik

Wasser-Kraft in der Heiligenfeldklinik

Kraftwerk am Schaufelbach in Waldmünchen wird reaktiviert. Es liefert nicht nur Strom, sondern hat auch symbolische Bedeutung.

Am Wasserrad informierten sich die Beteiligten über den aktuellen Stand (v.l. Volker Ascherl, Landrat Franz Löffler, Josef Roider, Tanja Meier und Dr. Ulrike Weiß)Foto: Brandt

Waldmünchen.Das Wasserkraftwerk an der Heiligenfeldklinik steht kurz vor der Inbetriebnahme. Über den aktuellen Stand informierten Landrat Franz Löffler, der Leiter Haustechnik der Heiligenfeldklinik, Josef Roider, und der Abteilungsleiter für Wasserrecht, Volker Ascherl. Als Vertreter der Klinik informierten die Klinikmanagerin Tanja Meier und Chefärztin Dr. Ulrike Weiß.

Landrat Franz Löffler betonte die Bedeutung dieses Projektes, das ein weiterer Beitrag sowohl für die ökologische als auch die ökonomische Entwicklung im Landkreis sei. Das Kraftwerk der alten Schöberlmühle wird damit wieder reaktiviert. Die Voraussetzungen mit Wassermenge und Gefälle sind hier am Schaufelbach optimal gegeben. So wird das Kraftwerk mit einer geplanten Leistung von 5,5 KW zehn Prozent des Energiebedarfs der Klinik decken können. Diese Leistung wird jederzeit abrufbar sein.

Von den ersten Planungsschritten bis zur Realisierung war ein langer Weg zu beschreiten. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Behörden und Projektträger konnte der Genehmigungsbescheid für das Wasserrecht in der Zeit von Januar bis November 2016 bearbeitet und abgeschlossen werden. Dieser Bescheid ist rechtliche Grundlage für den Betrieb der Anlage. Das Wasserrad ist ein oberschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 3,4 Metern. Neben einer zusätzlichen Fischaufstiegshilfe ist auch das Wasserrad so gestaltet, dass Fische in ihm keinen Schaden nehmen. Für die Stromerzeugung sorgt eine Wassermenge von 240 Liter/Sekunde.

Die Klinikmanagerin Tanja Meier betonte, dass die gesamten Investitionskosten von 120 000 Euro aus Eigenmitteln der Heiligenfeldklinik finanziert wurden. Nach 15 Jahren wird das Kraftwerk sich amortisiert haben.

Für den Bau wurden Firmen der Region eingesetzt. So war die Firma Mühlbauer aus Geigant für den Bau der Fundamente zuständig. Das Projekt diente gleichzeitig als Lehrobjekt für die Technikerschule Waldmünchen.

Mit der Realisierung dieses Projektes geht die Heiligenfeldklinik einen weiteren Schritt in ihrer Unternehmensphilosophie der nachhaltigen Entwicklung. Der Wasserlauf führt durch das Gebäude. Wasser ist Leben. Diese ganzheitliche Betrachtung, die sich auch in der Fassadengestaltung der Klinik mit Feuer und Wasser widerspiegelt, wirkt sich auch positiv auf den Patienten aus. Die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes wird am 29. November erfolgen. (wbr)

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