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Geburtstag

Weidners größtes Glück ist die Familie

Zum 95. Wiegenfest bekam der Jubilar viele Glückwünsche. Auch heute interessiert er sich noch für das Geschehen in Rimbach und der gesamten Welt.

Der Jubilar Ernst Weidner mit seiner Frau Therese und Bürgermeister Ludwig Fischer. Foto: kvo

Rimbach.Grund zum Feiern gab es am vergangenen Montag in der Gartenstraße in Rimbach, wo Ernst Weidner seinen 95. Geburtstag zelebrierte. Den ganzen Tag über konnte der Jubilar Glückwünsche aus dem Kreis seiner Angehörigen, aber auch von Freuden und Nachbarn entgegennehmen. Als offizieller Gratulant kam auch der erste Bürgermeister Ludwig Fischer in die Gartenstraße und übermittelte namens der Gemeinde die besten Wünsche und überreichte einen Gutschein. Für den Obst- und Gartenbauverein gratulierte dessen Vorsitzender Siegfried Volkner, der ebenfalls ein Geschenk überreichte.

Ernst Weidner wurde am 21. August 1922 in Röstfelde, Kreis Kreuzberg, in Schlesien geboren. Dort besuchte er auch die Volksschule und erlernte nach deren Abschluss das Wagnerhandwerk. Nach der mit großem Erfolg abgelegten Gesellenprüfung fand er auf dem Rittergut in Röstfelde Arbeit in seinem erlernten Beruf. Doch nur kurz, denn nach knapp einem Jahr als Wagnergeselle erhielt er die Einberufung zur Wehrmacht. 1945 wurde er von den amerikanischen Truppen gefangen genommen.

Zu den verlorenen Jugendjahren kam für ihn aber noch eine weitere Enttäuschung hinzu. Denn nach Krieg und Gefangenschaft gab es für ihn keine Rückkehr in die Heimat mehr. Über den Suchdienst des Roten Kreuzes erfuhr er, dass seine Mutter nach der Vertreibung aus der Heimat nach Rimbach gekommen war. So kam der Jubilar dann Anfang 1950 in den Bayerischen Wald, seine neue Heimat.

Im September 1951 trat Ernst Weidner mit Therese Kirschbauer aus Rimbach an den Traualtar. Beide durften sich in den folgenden Jahren über die Geburt von drei Söhnen und einer Tochter freuen. Die fünf Enkelkinder und sechs Urenkel, die inzwischen zu ihren Nachkommen zählen, sind der besondere Stolz des Jubilars und seiner Frau Therese.

Da Ernst Weidner als Bauarbeiter überwiegend aus auswärtigen Baustellen den Unterhalt für seine Familie verdiente, brachte dieses Pendlerleben mit sich, dass er meistens nur an den Wochenenden bei der Familie sein konnte. So war es für ihn dann eine besondere Freude, als er das Rentenalter erreichte und nicht mehr als Pendler Woche für Woche unterwegs sein musste. Zum Haus, das sich das Ehepaar 1958 in Rimbach erbaute, gehört auch ein großer Garten und als Rentner hatte er dann viel Zeit, sich seinem Hobby, der Gartenarbeit, zu widmen. Auch wenn ihm selber in den letzten Jahren die Gartenarbeit immer schwerer fällt und diese ihm weitgehend vom Sohn abgenommen wird, erfreut er sich jeden Tag daran, wenn es wächst und blüht.

Trotz seiner nunmehr 95 Jahre ist Weidner interessiert am Geschehen in der Gemeinde und in der Welt. Ernst und Therese Weidner konnten im vergangenen Jahr das seltene Jubiläum der „Eisernen Hochzeit“ feiern. Sie sind dankbar dafür, dass sie von den Kindern so umsorgt werden und sie so im Kreis der Familie ihren Lebensabend verbringen dürfen. (kvo)

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